Freiheitsindex Deutschland 2011: Mehrheit fürchtet Nachteile beim Aussprechen politisch unkorrekter Ansichten

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Berlin (DE) – Kommende Woche wird der “Freiheitsindex Deutschland 2011″ des John Stuart Mill Instituts veröffentlicht. Der FOCUS berichtet vorab über Inhalte der Studie, die sich mit dem Denken der Deutschen zum Thema Meinungsfreiheit beschäftigt.

Der Erhebung zufolge würde eine nicht unerhebliche Prozentzahl der Bundesbürger gerne bestimmte Aussagen verbieten. Noch viel viel mehr von ihnen glauben, dass es nicht ratsam sei, bestimmte Positionen öffentlich zu äußern. 18 Prozent etwa finden es “falsch”, dass man in Deutschland den Satz “Atomkraft ist eine gute Sache” äußern darf. Neben der Frage nach dem Verbotswunsch wollten die Forscher mit Hilfe des Allensbach-Instituts außerdem herausfinden, ob die Bürger es für riskant halten, bestimmte Ansichten in der Öffentlichkeit zu äußern. Wer dies glaubt, konnte die Antwort auswählen: “Da kann man sich den Mund verbrennen.” Dieser Einschätzung stimmten jeweils deutlich mehr Prozent der Befragten zu als dem jeweiligen Verbotswunsch. So möchten zwölf Prozent den Satz “Es gibt zu viele Moslems in Deutschland” verbieten lassen, während 68 Prozent glauben, dass es gewagt sei, diese Aussage öffentlich zu äußern.

Die Antworten zeigen nach Einschätzung von Institutsleiterin Ulrike Ackermann, “wie stark der Druck der öffentlichen Meinung empfunden wird”. Einige Befragte befürworteten zwar, dass bestimmte Aussagen erlaubt sein sollten, glaubten jedoch, dass dies von ihrer Umwelt nicht akzeptiert wird. “Die gefühlte Intoleranz”, sagt Ackermann, “übersteigt bei Weitem die tatsächliche Intoleranz.”

http://deutschlandecho.org/index.php/2012/06/24/freiheitsindex-deutschland-2011-mehrheit-furchtet-nachteile-beim-aussprechen-politisch-unkorrekter-ansichten/

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