Die Europäische Zentralbank (EZB) verhält sich bei ihren bislang vergeblichen
Bemühungen zur Euro-Rettung immer absurder.
Sie akzeptiert Anleihen mit einer Laufzeit bis ins Jahr 9999.
Etwa 6.000 Jahre vor Christus begannen die Menschen in Europa sesshaft zu
werden und Ackerbau und Viehzucht zu betreiben.
Seither sind etwa 8.000 Jahre vergangen.
Kein klar denkender Mensch beruft sich heute noch auf Vereinbarungen,
die vor 8.000 Jahren von den ersten sesshaften Europäern geschlossen wurden.
Ganz anders sieht man das offenkundig dort, wo die Zukunft des Euro gesteuert wird:
bei der Europäischen Zentralbank.
Erst meldete sich im Dezember 2011 der frühere Bundesfinanzminister Theo Waigel
mit der Äußerung zu Wort, den Euro werde es auch noch in 400 Jahren geben.
Das war reichlich mutig, denn 400 Jahre sind eine lange Zeit.
Zur Erinnerung:
Vor rund 400 Jahren erschien die erste Zeitung der Welt, damals besiedelten die ersten
Europäer die Gegend um New York, in Europa gab es Hexenprozesse und die Mauren wurden
wieder aus Spanien vertrieben. Die Währungen, die es vor 400 Jahren in Europa gab,
sind schon längst Geschichte. Doch wer Theo Waigel mit seiner Prognose wagemutig nennt,
der wird schwerlich einen Ausdruck für das Verhalten der EZB finden.
Die akzeptiert nämlich portugiesische Anleihen als »Sicherheit«, die erst in rund 8.000 Jahren
zurückgezahlt werden: am 31. Dezember des Jahres 9999. Sie haben richtig gelesen.
Quelle (Kopp Online): http://tinyurl.com/8yodbrz