Ein Aktivist konfrontiert Tony Blair mit der Wahrheit

Bei einer Befragung von Tony Blair nutzte ein Aktivist die Gelegenheit,
eben diesen mit der Wahrheit zu konfrontieren.
Der Aktivist betrat den Raum und nannte Blair einen Kriegsverbrecher
und konfrontierte ihn mit dem Vorwurf der Geldannahme von J.P. Morgan.
Kurz danach wurde der Aktivist aus dem Raum entfernt.
Sichtlich betroffen versuchte Tony Blair die Vorwürfe zu entkräften.

War made easy – Wenn Amerikas Präsidenten lügen

So unterschiedlich Amerikas Präsidenten in den vergangenen 50 Jahren auch waren.
Sie waren in einem alle gleich. Sie alle waren wahre Könner in der Kunst der Lüge,
wenn sie das eigene Land zu einem Krieg verführen wollten.

Und ihre Methoden glichen sich … Diese „Gehirnwäsche mit Tradition“ hat der
amerikanische Wissenschaftler Norman Solomon erforscht, und die beiden
Dokumentarfilmer Loretta Alper und Jeremy Earp haben diese Geschichte in einem
wunderbar eindrucksvollen Film erzählt. Wie man sich den Krieg leicht macht.

Norman Solomon zeigt, sogar Sprache und Rhetorik der Präsidenten war nahezu identisch,
wenn die Kriegsmaschinerie in Gang gesetzt wurde und das amerikanische Volk jubelnd
zur Seite stehen sollte. Der Film zeigt sogar auch, wie Reporter und Moderatoren
zeitgleich die Sprache der Präsidenten übernahmen. Politik und Medien, das zeigt
der Film, arbeiten Hand in Hand. Der Film wurde vom Oscar-Preisträger und Friedensaktivist
Sean Penn gesprochen. Die deutsche Fassung in der Reihe die story spricht
sein Synchronsprecher Tobias Meister.

Showdown: EZB lehnt Bankenrettung in Spanien ab, Notenbank-Chef tritt zurück

Die Lage in Spanien spitzt sich zu: Die Europäische Zentralbank hat Pläne der
Spanier zur indirekten Rettung der angeschlagenen Bankia brüsk zurückgewiesen.
Der Gouverneur der Zentralbank steht vor dem Rücktritt.
Die EU gerät unter Druck. Ein Bailout wird immer wahrscheinlicher.

Die Idee schien bestechend, doch die EZB macht nun den findigen Spaniern einen
Strich durch die Rechnung: Die Regierung wollte die Rettung der angeschlagenen
Bankia durch Staatsanleihen besichern (mehr hier). Am Montag hieß es noch,
die EZB sei eingeweiht und hätte grundsächlich nichts dagegen.
Am Dienstag kam, so die FT, „die knallharte Ablehnung“ der Idee durch die EZB.
Dies berichten EU-Offizielle. Offenbar ist diese Art der undurchsichtigen
Finanz-Arithmetik der EZB zu heiß geworden.

Stattdessen hat die EZB den Spaniern offenbar mitgeteilt, dass die Finanzierung
von Regierungen dem EU-Regelwerk widerspricht.
Die Bank müsse ordnungsgemäß rekapitalisiert werden.

Dies bedeutet eine schwere Schlappe für die spanische Regierung – und vor allem
für den Gouverneur der spanischen Notenbank, Miguel Angel Fernández Ordóñez.
Die logische Folge: Fernández Ordóñez muss zurücktreten. Die Notenbank gab bekannt,
dass Fernández Ordóñez Ende der kommenden Woche ausscheiden werden,
ein Monat früher als geplant.

Fernández Ordóñez war noch von der sozialistischen Vorgängerregierung eingesetzt worden.
Er stand in Spanien schon seit einiger Zeit in der Kritik, weil er in der spanischen
Bankenkrise offenkundig eine sehr schlechte Figur gemacht hat.

Mit der Abfuhr gerät die spanische Regierung erneut unter Druck:
Premier Rajoy hatte mehrmals fast flehentlich gefordert, die EZB müsse Spanien retten.
Zwar hofft er auch noch auf den ESM, räumte jedoch ein, dass die Zeit nicht mehr reiche,
bis der permanente Rettungsschirm etabliert ist.
Rajoy hatte wie andere gefordert,
der ESM müsse auch zur Bankenrettung verwendet werden können.

Den gesamten Artikel findet Ihr hier : Deutsche Wirtschafts Nachrichten

Goldman-Sachs warnt vor Euro-Austritt Griechenlands

Goldman-Sachs-Chefvolkswirt Hatzius warnt vor Euro-Austritt Griechenlands. Top-Ökonom fordert Lockerung der Sparprogramme. „Europa ist zu weit gegangen“. Situation in USA halb so schlimm.

 

Der Chefvolkswirt der US-Investmentbank Goldman Sachs, Jan Hatzius, warnt davor, Griechenland aus der Währungsunion zu werfen. „Einen Austritt würden wir nicht empfehlen“, sagte Hatzius in einem Interview der „Welt“ (Mittwochsausgabe, 30. Mai 2012).

Zwar hätten sich die Banken inzwischen darauf eingestellt. „Meine Sorge aber ist, dass dennoch Ansteckungsgefahren bestehen. Möglicherweise bekämen private Haushalte in anderen Ländern Angst, auch ihr Land könnte die Währungsunion verlassen – und heben dann massenweise ihr Geld von den Konten ab“, so der Ökonom.

Der Deutsche wirft Europa vor, zu stark zu sparen und so die Wirtschaft abzuwürgen. „Beim Tempo der Konsolidierung ist man in einigen Krisenländern zu weit gegangen“, sagt Hatzius. So solle Spanien sein Haushaltsdefizit dieses Jahr von 8,9 auf 5,3 Prozent drücken. „Das ist nicht realistisch“, sagte Hatzius.

Auch Deutschland müsse seine Finanzpolitik lockern, um Europa mit einer stärkeren Nachfrage unter die Arme zu greifen. „Wenn finanzpolitische Spielräume bestehen – und ich glaube, dass sie bestehen – sollte die Bundesregierung sie nutzen.“

Die Bundesrepublik müsse eine Zeit lang eine höhere Inflation in Kauf nehmen. „Die Deutschen denken bei Inflation immer nur daran, dass alles teurer wird. Aber etwas mehr Inflation bedeutet auch, dass die Löhne stärker steigen.“

Hatzius warnt davor, das Schuldenproblem in den USA zu dramatisieren. „Die USA sind nicht das nächste Griechenland.“ Kurzfristig müsse die Politik die Konjunktur im Auge behalten. Die Politik solle daher die für Jahresende anstehenden Steuererhöhungen verschieben.

Dass sich die USA über Inflation ihrer Schulden entledigen, glaubt Hatzius nicht. Das würde die US-Notenbank Federal Reserve nicht mitmachen. „2,5 Prozent könnte sie noch hinnehmen, drei Prozent wären ihr schon unangenehm. Wenn es Richtung vier Prozent ginge, würde sie dagegen vorgehen.“

 

http://www.mmnews.de/index.php/wirtschaft/10137-gs-warnt-vor-gr-exit

Fälscher am Werk

Politiker wollen die offiziellen Statistiken zu „rechtsextremen Straftaten“ noch weiter verfälschen – vermutlich, damit das Phantom einer „rechten Gefahr“ auch an­gesichts ausufernder linker Krimi­nalität gegenüber der Öffentlichkeit noch glaubwürdig dargestellt werden kann. Seit einigen Jahren ist es schon so, daß z.B. Hakenkreuz-Schmierereien grundsätzlich als „rechts motivierte“ Delikte in die Statistik einfließen, obwohl die Täter selten ermittelt werden. Einigen Politikern wie dem saarländischen SPD-Landtagsabgeordneten Magnus Jung oder dem NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) geht diese amtliche Täuschung noch nicht weit genug. Das bisher gültige Definitionssystem „Politisch motivierte Kriminalität“ (PMK) sieht bei der Mehrzahl der Straftaten eine Erfassung in der entsprechenden Statistik nur vor, wenn „in Wür­digung der Umstände der Tat und/oder der Einstellung des Täters Anhaltspunkte dafür vorliegen, daß sie nach verständiger Betrachtung einer rechten Orientierung zuzurechnen sind“. Es kommt also auf das Motiv an. Für Jäger soll künftig allein die politische Gesinnung des Täters maßgeblich sein: „Straftaten von Rechtsextremisten müssen auch als Straftaten von Rechtsextremisten benannt werden.“ Und Magnus Jung hält die Dunkelziffer rechtsextremer Straftaten für hoch, berichtet die Saarbrücker Zeitung. „Ziel von Neonazis sei es häufig, vor Ort Angst und Schrecken zu verbreiten, um Migranten und politische Gegner einzuschüchtern, so Jung. Auch dies müsse statistisch beobachtet werden.“ Wie man sich das praktisch vorzustellen hat, verriet Jung leider nicht. Vielleicht sollte künftig bei allen Straf­taten jeweils die Partei­zugehörigkeit oder politische Neigung des Täters erhoben werden. Dann hätten die Bürger auch endlich Aufschluß darüber, wie viele Ladendiebstähle sozialdemokratisch motiviert sind und wie viele Ver­gewaltigungen man der „Politisch motivierten Krimi­- na­lität Grün“ zuordnen kann.

 
http://www.zuerst.de/archives/2160#more-2160

VW befeuert Rabattschlacht auf deutschem Automarkt

Autokäufer in Deutschland kommen dank steigender Nachlässe wieder günstiger an einen Neuwagen. Marktführer Volkswagen verschärfe die Rabattschlacht und habe im Mai Nachlässe von bis zu 23 Prozent auf mehrere Modelle gewährt, meldet das „Handelsblatt“ auf Basis einer Studie des Center Automotive Research der Universität Duisburg-Essen. Insgesamt seien im Mai wieder mehr Fahrzeuge mit direkter Verkaufsförderung in den Markt gedrückt worden, zugleich liege der Anteil der Eigenzulassungen von Handel und Herstellern weiter auf hohem Niveau.

VW Golf bis zu 23 Prozent günstiger

Der Studie zufolge boten Händler in Anzeigen den neuen Kleinstwagen VW-up mit Rabatten von bis zu 17 Prozent, das Golf Cabrio mit 20 Prozent Nachlass und den VW Polo sowie den vor einem Modellwechsel stehenden Golf sogar bis zu 23 Prozent günstiger an. Insgesamt zählten die Experten 385 offen beworbene Preisaktionen auf dem Automarkt und damit 20 mehr als noch im Vormonat.

Neuer Golf wird leichter

Noch vor Ende des Jahres präsentiert VW die siebte Generation des Golf auf dem Pariser Autosalon. Trotz der Tarnung bei ersten Erlkönigfotos lassen sich schon einige optische Neuerungen erkennen. Dazu zählt der verkürzte Überhang vorne und der längere Radstand. Das soll für die Passagiere im Innenraum mehr Platz schaffen. Die entscheidenden Neuerungen finden dagegen unter der Motorhaube statt. So wird das neue Modell 80 Kilo leichter als der Golf VI. Das gesunkene Gewicht dürfte dem Verbrauch des neuen Golf VII entgegenkommen. In Planung ist wieder ein Spardiesel mit einem CO2-Ausstoß von weniger als 100 Gramm und einem Verbrauch von 3,7 Litern.

http://auto.t-online.de/vw-befeuert-rabattschlacht-auf-deutschem-automarkt/id_56755802/index

SPD für schnellen ESM

Gabriel prinzipiell bereit zu schneller Abstimmung über ESM und Fiskalpakt. „Wir kennen unsere europäische Verantwortung. Wir sind bereit, den Rettungsschirm ESM schnell zu verabschieden, gerade mit Blick auf eine mögliche Zuspitzung der Krise in Griechenland.“

 

SPD-Chef Sigmar Gabriel SPD ist bereit, der Forderung von Kanzlerin Angela Merkel nach einer schnellen, gemeinsamen Verabschiedung des Euro-Rettungsschirms ESM und des Fiskalpaktes entgegenzukommen – wenn die Bedingungen der SPD erfüllt werden. Es sei objektiv nicht notwendig, beide Vorhaben gemeinsam zu verabschieden, sagte Gabriel der „Saarbrücker Zeitung“ (Dienstagausgabe).

„Trotzdem sind wir sofort bereit, über beide Vorhaben abzustimmen – wenn endlich die verfassungsrechtlichen Fragen eindeutig von der Bundesregierung geklärt werden und es vor allem ein nachhaltiges, mit uns und den europäischen Partnern abgestimmtes Wachstumsprogramm gibt.“ Für eine Abstimmung über den Rettungsschirm ESM allein formulierte Gabriel diese Bedingung nicht. „Wir kennen unsere europäische Verantwortung. Wir sind bereit, den Rettungsschirm ESM schnell zu verabschieden, gerade mit Blick auf eine mögliche Zuspitzung der Krise in Griechenland.“

Zu der Idee der Bundesregierung, in den Euro-Krisenländern Sonderwirtschaftszonen zur Ankurbelung der Wirtschaft einzurichten, sagte Gabriel, er sei zwar „skeptisch, ob Steuerbefreiungen viel bringen“, jedoch solle man „alle Vorschläge ohne Tabus diskutieren und nichts von vornherein verwerfen“. Im Gespräch der Partei- und Fraktionschefs letzte Woche mit der Kanzlerin sei der Vorschlag jedoch nicht vorgebracht worden.

 

 

http://www.mmnews.de/index.php/politik/10130-spd-fuer-schnellen-esm

PKW Maut kommt

Ramsauer (CSU) stellt Bedingungen für Pkw-Maut.  „Fakt ist: Wenn wir ein modernes, leistungsfähiges Straßennetz dauerhaft erhalten wollen, brauchen wir dafür mehr Geld“.

 

Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) knüpft die Einführung einer Pkw-Maut an die Bedingung, dass deren Aufkommen ausschließlich dem Ausbau und der Modernisierung des Straßennetzes zugute kommt. Der „Bild-Zeitung“ (Dienstagausgabe) sagte Ramsauer, die Einnahmen müssten „eins zu eins in den Straßenbau fließen.“

Nach Informationen der Zeitung habe sich Ramsauer allerdings noch nicht auf die Pkw-Maut festgelegt. Im Koalitionsausschuss am 4. Juni will der CSU-Politiker alternativ auch eine Erhöhung seines Etats um mindestens 500 Millionen Euro vorschlagen. Dies festzulegen, sei Sache der Parteichefs. „Fakt ist: Wenn wir ein modernes, leistungsfähiges Straßennetz dauerhaft erhalten wollen, brauchen wir dafür mehr Geld“, betonte Ramsauer gegenüber „bild.de“.

CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt verteidigte Ramsauers Maut-Pläne: „Es ist eine falsch verstandene Liberalität, wenn ausländische Autofahrer in Deutschland kostenlos fahren, während wir fast überall im Ausland auf den Autobahnen bezahlen müssen.“

 

http://www.mmnews.de/index.php/politik/10132-pkw-maut-kommt-doch

Facebook crasht weiter

Heute erster Tag des Handels in Facebook-Optionen. Resultat: Die Aktie stürzt unter 30 Dollar und verliert intraday 8%. Nach wie vor großer Verkaufsdruck. Viele Altaktionäre wollen wohl immer noch verkaufen. Wird Facebook zu Crashbook? Druck auf Aktie nach wie vor sehr groß.

 

Hoffnungsvoll blickte Facebook Aktionäre auf den ersten Handelstag bei Optionen in dem Papier. Im Vorfeld gab es Spekulationen, dass sich der Kurs dadurch stabilisieren könnte. Doch das Gegenteil trat ein. Facebook verlor intraday 8%. Es scheint nach wie vor großer Verkaufsdruck seitens der Altaktionäre ausgeübt zu werden. Diese wollen um jeden Preis schnell raus, um Gewinne mitzunehmen.

Die am meisten gehandelte Option war heute der 30iger Put. Die Terminbörse bot jedoch auch Puts bis zu einem Level von 22 an. Auch auf diesem tiefen Niveau soll es regen Umsatz gegeben haben.

Noch immer haben wohl nicht alle Altaktionäre Kasse gemacht. Mit zunehmenden Kursrückgang sollten deshalb noch mehr Aktien auf den Markt geworfen werden, meinen Börsianer in New York.

Im Zuge des IPOs wurde bekannt, dass Firmengründer Zuckerberg einer der ersten war, die Facebook zu Anfangskursen verkauft hatte und damit über eine Milliarde machte. Jene, welche in den ersten Handelsminuten kauften, haben nun das nachsehen. Von ihrem Hoch am ersten Handelstag verlor die Aktie bisher über 13 Dollar oder rund 30%.

 

http://www.mmnews.de/index.php/boerse/10135-facebook-crasht-weiter

 

Spanien im freien Fall

Europa und Euro: Was ist das zukünftige Schicksal von Schicksalsgemeinschaften? Spanien rückt in den Fokus.  Griechenland am Abgrund. Dominoeffekte  zu erwarten. Fadebook: Facebook-IPO als Flop. Commerzbank im freien Fall. Russische Aktien preiswert.

von Andreas Männicke
Die Schuldenkrise  bleibt das dominante Thema an den Weltbörsen. Als Problemland rückt jetzt immer mehr Spanien in den Vordergrund. Das spanische Finanzhaus Bankia, welches schon unter staatliche Aufsicht gestellt wurde, ist eine zweite Hypo Real Estate. Auch hier sind notleidende Immobilienkredite der Grund für die Schieflage. Die Immobilienpreise in Spanien fallen weiter, so dass hier keine Besserung in Sicht ist.

Die Summe zur Vermeidung der Insolvenz bzw. des Konkurses der Bankia ist jetzt mit über 23 Mrd € „Nachschussplicht“ des Staates weit mehr also zuvor gedacht. Zuvor war nur von 15 Mrd € die Rede. 4,5 Mrd € hat sich die Bank schon vom spanischen Staat geliehen. Die Summe für den Bailout steigt jede Woche an, was Sorgen für den gesamten spanischen Bankensektor bereitet. Denn im Falle einer Pleite entstehen gefährliche Dominoeffekte. Bankia muss jetzt unter Druck ihr Tafelsilber verscherbeln.
Jeder Schuldner hat einen Gläubiger. Aus diesem  trivialen Satz ergibt sich eine gefährliche Schicksalsgemeinschaft. Dies trifft auch für Länder zu. Es gibt Hauptschuldner und Hauptgläubiger, die in einem Boot sitzen. Was wir brauchen jetzt eine neue EU-Transparenzzentrale, die aufzeigt, wer bei wem der Hauptschuldner/Hauptgläubiger ist, um in etwa den Kollateralaschaden einer Bankinsolvenz oder eines Großunternehmens  abschätzen zu können. Deutsche Banken und Versicherungen sind in Spanien im Volumen von 100 Mrd € engagiert. Wie viel davon notleidend werden, weiß heute keiner. Damit gibt es aber auch Fragezeichen für den zukünftigen Abschreibungsbedarf. Eine Verstaatlichung von Banken kostet dem Steuerzahler viel Geld. An dem Bespiel Hypo Real Estate und jetzt auch Bank Bankia sieht man, dass die Schätzungen für die Kredithilfen völlig falsch und zu niedrig waren.
Hier sind auch die Aufsichtsräte der Banken gefragt, für mehr Transparenz für die Anleger zu sorgen und zumindest auf Bewertungsrisiken rechtzeitig vorher hinzuweisen, bevor das Kind in den Brunnen gefallen ist. Bankia hat 32 Mrd € an Vermögenswerten in der Bilanz; es wird sich jetzt zeigen, wie viel sie wirklich wert sind. Sie ist die viertgrößte Bank Spaniens. Es gibt in Spanien über 1 Million leer stehende Wohnungen, Tendenz steigend. Es gibt auch etliche Bauruinen, die nicht weitergebaut werden.  Der Präsident der Bankia, Jose Ignacio Goirigolzarri, will die Kredithilfen des Staates als Investitionen verstehen, die langfristig auch wieder zur Rentabilität der Bank führen werde. Der Kurs fiel auf das Jahrestief von 1,2 €. Die Aktie fiel Pfingstmontag noch einmal  um 22%, erholte sich intraday aber wieder auf 1,35 €, womit sich der Verlust auf 12% verringerte. Im Februar war der Kurs noch bei 3,5 €. JP Morgan setzt das Kursziel auf 0,2 €.
Damit wird die Bank wohl auch zum Spielball der Spekulanten, ebenso wie es die Commerzbank in Deutschland war und ist. Der Kurs der Commerzbank AG gab auf 1,34 € um 2,9% nach. Der Kurs war im Februar noch bei über 2 €, aber der „Drehtüreneffekt“ der Euro-Verschuldungskrise zog alle Bankwert wieder in den Bann.
Die notwenige Kredit-Summe, die jetzt für die Bank Bankia festgestellt wurde, war die Summe, die zuvor für die Rekapitalisierung aller spanischen Banken insgesamt angenommen wurde. Hinzukommt, dass die Refinanzierungszinsen weiter ansteigen, für Banken und für den spanischen Staat.   Die nächsten Problembanken, wo der Staat helfen muss, sind die Banken Catalunya Caixa und Novagalicia, wo der spanische Staat schon im September 2011 zur Bankenrettung eingestiegen ist.
In Griechenland wird am 17. Juni ein neues Parlament gewählt. Möglicherweise wird bei einer erneuten Abwahl der beiden großen Parteien, die für ein Sparprogramm plädieren, auch der Austritt aus dem Euro vorbereitet. Dies könnte der Beginn des „D-Days“ (Domino-Days) werden, der die Weltbörsen in Mitleidenschaft ziehen könnte. Auch diese Wahl wird daher als Schicksalsjahr bezeichnet. Wie lange und wie viel soll Deutschland für südeuropäische Verschuldungssünder zahlen, damit das politische Kunstgebilde Euro nicht auseinanderbricht?  Der Euro als solcher ist auch eine Schicksalsgemeinschaft zwischen leider sehr ungleichen Ländern. Das kann nur zu Spannungen führen, wobei auch ein Eurobond keine Lösung wäre, solange die Ungleichgewichte so groß sind.
Der Euro fiel auf das neue Jahrestief von 1,25 EUR/USD. dadurch fielen auch in der letzten Woche viele Rohstoff- und Aktienmärkte, was ich erwartet und angekündigt hatte. Der Bund-Future stieg auf das neue Rekordjoch von 144 und die Rendite fiel  auf ein neues Rekord-Tief von 1,4%. Auch hier ist ein Bubble bei Bundesanleihen klar erkennbar, der sich aber erst in der zweiten Jahreshälfte auflösen wird. Der DAX startete am  Pfingstmontag verheißungsvoll über 6400 Indexpunkte, bröckelte im Verlauf aber wieder unter 6400 Indexpunkte und landete im Minus, so dass die Tief von unter 6300 Indexpunkte noch mal getestet werden könnte. Vor 1 Monat befand er sich noch bei 6700 Indexpunkten, wo ich rechtzeitig zum Ausstieg auch an den Ostbörsen riet. Das Facebook-IPO war für Anleger zunächst ein Flop, was ich auch erwartet habe. Der Kurs fiel auf 25 €. Ich halte die Aktie immer noch für überbewertet und rate zum Verkauf. Russische Aktien sind dagegen preiswert und ein „Eldorado“ für Schnäppchenjäger.
Beim RTS-Index riet ich schon bei unter 1600 Indexpunkten zum Ausstieg und fiel unter 1300 Indexpunkte, so dass die von mir empfohlen RTS-und RDX-Mini-Short-Zertifikate kräftig in den Gewinn liefen. Jetzt ergeben sich aber auch hier gute Einstiegschancen im Aktienbereich oder auf der Long-Seite, wenn man gestaffelt ordert.  Trotz der Bankenkrise in Spanien kann es zu Rebound-Effekten kommen. Der sehr treffsichere „ESI-Seminar-Indikator“ steht auf „Kaufen“. Daher sollten tradingorientierte Anleger jetzt die Gunst der Stunde nutzen mit gestaffelten Abstauberlimits kaufen.

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