Die dunkle Bedrohnung

Ein geheimer Bericht der Bundesregierung zeigt:
Unbemannte Flugzeuge nehmen längst auch uns ins Visier.
Die Details werden am Parlament vorbei geregelt.

Letztlich geht es darum, Gefühle zu kaufen.
Ein Gefühl der ­Sicherheit. Für sich. Und das Gefühl der Ohnmacht.
Für die anderen. Wenn deutsche Regierungsvertreter derzeit über
den Einsatz unbemannter Flugzeuge reden, sprechen sie nicht so gerne
über die Kamikaze-Drohne, die gerade für die Bundeswehr entwickelt wird.
Oder über jene Spähdrohnen, die Polizisten seit Kurzem nutzen.
Sie sprechen darüber, dass Piloten bald nicht mehr in den Kampfeinsatz
ziehen werden und Beamte sich nicht länger unter
demonstrierende Chaoten mischen müssen.

Worüber sie nicht sprechen, ist dieses fast unhörbare Sirren,
das unbemannte Flugzeuge erzeugen – und jene unkalkulierbare Bedrohung
für die eigenen Bürger, die bald öfter in ihr Visier geraten werden.
Dabei wäre es falsch zu behaupten, dass Drohnen das Leben erst in Zukunft
so stark verändern werden, wie einst die Erfindung des Schwarzpulvers.
Sie tun es bereits, wie ein bisher unveröffentlichter Bericht des
Bundesverkehrsministeriums zeigt, der dem Freitag vorliegt.

Laut des „Berichts über die Art und den Umfang des Einsatzes von
unbemannten Luftfahrtsystemen“ gehören Drohnen inzwischen zum Alltag
am Himmel über Deutschland – allerdings ohne das über die Folgen diskutiert wird.
In den vergangenen zwei Jahren seien 500 Drohnen-Einsätze beantragt und meist
positiv beschieden worden. Die Drohnenüberwachung von Personen durch Polizei
und Militär sei „bereits nach geltendem Recht zulässig“.
Ende Januar hat der Bundestag „unbemannte Luftfahrzeugsysteme“ zu einer eigenen
Kategorie von Flugzeugen erklärt – und damit den deutschen Luftraum für sie geöffnet

Die Bundespolizei nutzt dem Bericht zufolge derzeit vier Drohnen der Typen
„Aladin“ und „Fancopter“ für Aufklärung und Überwachung, zum Aufspüren von
Hanffeldern und zur Kontrolle von Gleisanlagen, etwa bei
den Anti-Atom-Protesten in Gorleben. Auch die Länder ziehen nach,
so setzt Thüringen Kleinhubschrauber bereits zur „gezielten Personensuche“ ein.

Den kompletten Artikel findet Ihr hier : Freitag.de

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