Endlösung für Souveränität

Einem unabhängigen und jeder Gesäßgeographie abholden Beobachter, und der braucht gar nicht am Mars zu sitzen, muß doch längst auffallen, daß ständig vom Kampf gegen Rechts die Rede ist, aber nie von einem solchen gegen Links. Obwohl 2011 z. B. in der Bundesrepublik Deutschland Gewalt von Links um mehr als 30 Prozent zugenommen hat, während jene von Rechts stagnierte. Aus naheliegenden Gründen wird diese Tatsache in den Medien kleingeschrieben. Und so hat sich in vielen einfachen bürgerlichen Gehirnen der Gedanke festsetzen können, daß vor allem Rechts etwas Böses ist und jede „rechte“ Äußerung, und sei es ein harmloser Stammtisch-Witz, schon als „Wiederbetätigung“ zu gelten hat. Das wiederum ist kein Witz, denn Ähnliches ist beinahe schon gerichtsnotorisch.

So hat am dritten Verhandlungstag im Alpen-Donau-Prozeß gegen den NS-Nostalgiker Gottfried Küssel u.a. die Spitzenbeamtin des österreichischen Verfassungsschutzes, Sibylle G., in der Forderung Küssels, die Nachkriegsordnung abzuschaffen bzw. die menschen- und völkerrechtswidrigen Benes-Dekrete aufzuheben, eine „potenzielle Wiederbetätigung“ erkennen wollen.

Im Zuge der Befragung stellte sich dann allerdings heraus, daß die eifrige Verfassungshüterin eigentlich gar nicht wußte, was die Benes-Dekrete seien. Wirklich bemerkenswert, jedoch typisch für die übergeordneten Interessen dienliche Hysterie gegen Rechts. Die einen Zweck verfolgt: Von einer viel größeren Gefahr abzulenken. Ohne Zweifel alles im Sinne einer auf internationaler Ebene angedachten Strategie, in deren Fokus nationale Identität und staatliche Souveränität gekommen sind, die eben sehr stark von Heimattreuen, die mehrheitlich aber keine Extremisten sind, verteidigt werden.

Offenkundig wurde diese gegen das Nationale gerichtete Strategie erst jüngst wieder als europäische Regierungschefs und Minister dienstbeflissen zur NATO-Tagung nach Ottawa eilten, wo unter dem Namen „Smart Defence“ eine Neustrukturierung der Armeen vorgestellt wurde.

Mit Ausnahme der USA sollen die NATO-Staaten künftig nicht mehr das gesamte Spektrum einer klassischen Armee abdecken, sondern sich „spezialisieren“ und den bei kommenden Militäreinsätzen „notwendigen“ Teil stellen. Was auch des österreichischen Verteidigungsministers plötzliche Wendung hin zum Berufsheer erklärt.

Konkret sieht „Smart Defence“ also vor: Die Bündnispartner sollen sich in Zukunft nicht mehr weigern können, bei einem NATO-Krieg mitzumachen Und die europäischen Staaten sollen „nur noch zur eigenständigen Verteidigung unfähige Dienstleister für von Washington geplante Kriegseinsätze sein“.

Damit würde die von Brüssel ohnehin bereits ausgehöhlte nationale Souveränität gänzlich wertlos und die Fähigkeit zur Landesverteidigung, natürlich mit Unterstützung der jeweiligen Regierung und „nützlichen Idioten“, auf Null reduziert. Dies zu erkennen, ist eine Sache, daraus die richtigen Konsequenzen zu ziehen, eine andere. Dazu braucht man aber kein Rechtsextremer zu sein.

 

https://helmutmueller.wordpress.com/2012/06/01/endlosung-fur-souveranitat/

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