Mujica bei Rio+20

Der Mann ist mir sympathisch: der uruguayische Präsident José Mujica spricht vom Glück der Menschen als wichtigstem Baustein des Umweltschutzes.

Ich würde nicht alles mittragen, was er heute in seiner zehnminütigen Rede beim Umweltgipfel in Rio gesagt hat, aber nachdenkenswert ist das in jedem Fall.

Und noch was: er stellt so einen schönen Kontrast zur politischen Klasse auf dieser Seite des großen Flusses dar.

José Mujica; (c) Roosevelt Pinheiro / CC-BY-SA

Ein Auszug seiner Rede :

 

Exzellenzen, Anwesende aus allen Ländern und Organisationen.
Vielen Dank an das Volk von Brasilien und seine Präsidentin.
Und vielen Dank für die Hoffnung, die viele meiner Vorredner ausgedrückt haben.
Wir als Regierende sind Willens alle Abkommen mitzutragen, d
ie unsere arme Menschheit abzuschließen bereit ist.

Erlauben Sie mir trotzdem ein paar Fragen. Den ganzen Nachmittag war viel von
“nachhaltiger Entwicklung” die Rede und davon, enorme Massen aus der Armut zu befreien.
Was flattert da durch unsere Köpfe? Das Modell der Entwicklung und des Konsums ist
das aktuelle der reichen Staaten und ich frage mich: Was passiert mit diesem Planeten,
wenn alle Inder die gleiche Anzahl von Autos pro Familie hätten wie die Deutschen?
Wie viel Sauerstoff bliebe uns zum Atmen?

Besitzt der Planet heute die Rohstoffe um sieben, acht Milliarden Menschen
den gleichen Konsum und die gleiche Verschwendung zu ermöglichen, den die
opulentesten Staaten des Westens heute betreiben? Wäre das möglich? Oder müssten
wir hier nicht eigentlich eine ganz andere Diskussion führen?

Die Zivilisation, die wir geschaffen haben, ist eine Tochter des Marktes,
eine Tochter des Wettbewerbs, mit mächtigem, aber explosivem wirtschaftlichem
Fortschritt. Aus der Marktwirtschaft sind Marktgesellschaften geworden und
eine Globalisierung, die schon den ganzen Planeten erfasst.

Aber beherrschen wir noch die Globalisierung oder beherrscht die Globalisierung uns?
Ist es überhaupt möglich von Solidarität u sprechen und davon, dass wir alle
zusammenarbeiten in einer Wirtschaft, die auf gnadenlosem Wettbewerb aufgebaut ist?
Wie weit kommen wir da mit Brüderlichkeit?

Den kompletten Artikel findet Ihr hier  :  Mellamanjorge

Ein Kommentar zu “Mujica bei Rio+20

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