Gender Mainstream – Vergewaltigung der menschlichen Identität

Gender Mainstreaming, eine unbekannte Gefahr, die sich seit gut 25 Jahren immer tiefer in den politischen Alltag der BRD und der restlichen Welt hinein gebohrt hat. Um verstehen zu können, was Gender Mainstreaming (GM) bedeutet, müssen die zentralen Begriffe geklärt werden.

Mit dem Wort Mainstreaming kann die Masse sicherlich etwas anfangen, verbindet man damit “die vorherrschende Massenmeinung”. Das Netzportal Wikipedia definiert Mainstream folgendermaßen:

“Der Mainstream (englisch, wörtlich Hauptstrom) spiegelt den kulturellen Geschmack einer großen Mehrheit wider, im Gegensatz zu Subkulturen oder dem ästhetischen Underground. Der Mainstream ist eine Folge einer Kulturdominanz.”

Der Gender Begriff dagegen wirft schon weitaus mehr Fragen auf. Vor allen weil es sich hierbei um einen Kunstbegriff handelt, den es erst seit einigen Jahrzehnten gibt. Ursprünglich fand man Gender jedoch nur in der Grammatik. Dort bedeutet es das grammatikalische Geschlecht “maskulin”, feminin” oder “neutral”. Der US- amerikanische Psychologe und Sexologe John Money missbrauchte den Begriff Gender im Jahre 1955, um die Problematik von intersexuellen Menschen (Menschen deren äußere Geschlechtsorgane nicht eindeutig zuzuordnen sind) besser beschreiben zu können. In einem Zitat von Money heißt es:

“Der Begriff Geschlechtsrolle (gender role) wird benutzt, um all jene Dinge zu beschreiben, die eine Person sagt oder tut um sich selbst auszuweisen als jemand, der oder die den Status als Mann oder Junge, als Frau oder Mädchen hat.” (Money, 1955)

Ab dem Jahre 1963 wurde der Gender Begriff durch Robert Stoller und Ralph Greenson um eine weitere Bedeutung erweitert.Stoller sagte im Jahre 1968 über Gender:

“Geschlechtsidentität (gender identity) beginnt mit dem Wissen und dem Bewusstsein, ob bewusst oder unbewusst, dass man einem Geschlecht (sex) angehört und nicht dem anderen. Geschlechtsrolle (gender role) ist das äußerliche Verhalten, welches man in der Gesellschaft zeigt, die Rolle, die man spielt, insbesondere mit anderen Menschen.” (Stoller, 1968)

Der Begriff Gender wurde ursprünglich also “nur” in der Grammatik verwendet und ferner in der Sexologie und Psychologie. Die feministische Frauenbewegung der “68er Generation” sah sich jedoch veranlasst die Genderproblematik für ihre Gleichheits- bzw. Gleichberechtigungsforderungen zu Instrumentalisieren. Dabei entwickelte sich Mitte der 80er Jahre eine Strategie, deren Tragweite aus heutiger Sicht noch nicht erkennbar wird.

Erstmals wurde 1985 auf der 3. Weltfrauenkonferenz der Vereinten Nationen in Nairobi die Strategie Gender Mainstreaming vorgestellt. Genau zehn Jahre später folgte auf der 4. Weltfrauenkonferenz in Peking die internationale Arbeitsplattform zur Durchführung der Strategie Gender Mainstreaming. Diese Arbeitsplattform soll gewährleisten, dass auf allen politischen Ebenen die Gleichstellungspolitik vorangetrieben wird. Was sich hier noch recht harmlos und annähernd sinnvoll anhört, entwickelt sich bei zunehmender Betrachtung jedoch zu einem politischen Ungetüm, gleich dem Leviathan von Thomas Hobbes.
Um näher über die strategischen Maßnahmen des GM informieren und diese wiederum richtig in den politischen Alltag einordnen zu können, müssen die Ziele offen gelegt werden.

Angewandt wird GM im politischen Alltag über das so genannte “Top-Down-Modell”, d.h. die obersten politischen und auch judikativen Instanzen geben den unteren Verwaltungen Richtlinien zur Durchsetzung von Chancengleichheit und Geschlechtergerechtigkeit zwischen Männern und Frauen vor. Diese werden nicht nur national, sondern von Anbeginn der Strategie europaweit und mittlerweile auch in allen Zweit-und Dritteweltländer, also global angeordnet. In diesem Kontext spielt die Europäische Union eine zentrale Schlüsselfigur.

Auf nationaler Ebene wird die Strategie nicht nur durch das Familienministerium ausgeführt. Man muss sich bewusst machen, dass es sich hierbei nicht um ergänzende Maßnahmen zur Erreichung von Geschlechterneutralität handelt, sondern dass Gender Mainstreaming eine eigenständige Ideologie geworden ist, die alle Politikbereiche und mittlerweile auch sämtliche Lebensentwürfe durchdrungen hat. Dies soll bedeuten, dass sämtliche Ministerien die Gleichstellungspolitik (= Gender Mainstreaming) vorantreiben müssen. Die angesetzten Maßnahmen um die Strategie in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft durchzusetzen sind zwar sehr differenziert ausgeprägt, das übergeordnete Ziel; Abschaffung von geschlechtsspezifischen Eigenheiten und Rollenverständnissen von Männern und Frauen, das nichts anderes bedeutet, als die Schaffung eines Geschlechtslosen “neuen” Menschentypus, wird von allen Strukturebenen gleich verfolgt.

http://www.verdictum.info/?p=91

 

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