KKH-Allianz soll Schwerkranke rausgeekelt haben

Schwere Vorwürfe gegen eine der größten Krankenkassen: Mitarbeiter sollen schwerkranke Versicherte zur Kündigung gedrängt haben. Die Versicherung will die Vorwürfe prüfen.

 

http://www.welt.de/wirtschaft/article110441111/KKH-Allianz-soll-Schwerkranke-rausgeekelt-haben.html

Niederlande: Hasch-Pass vor dem Aus – Touristen dürfen bald wieder Hasch kaufen

Kaum eingeführt, schon wieder vor dem Aus: Die neue niederländische Regierung
will den Hasch-Pass kurz nach seiner Einführung abschaffen. Er sollte Ausländer
vom Kauf weicher Drogen abhalten. Seit Mai gilt die Regelung bereits für den
Süden der Niederlande.

 

http://www.focus.de/panorama/welt/niederlaendischer-hasch-pass-wird-abgeschafft-touristen-duerfen-bald-wieder-hasch-kaufen_aid_849820.html

Red Bull weist Kritik zurück: Energy-Drink ist nicht gefährlich

Aktuell häufen sich die Meldungen über gesundheitliche Einschränkungen Jugendlicher durch den Konsum von Energy-Drinks bei Sportereignissen. Die Red Bull Deutschland GmbH glaubt nicht an ein erhöhtes Risiko: Red Bull könne gefahrlos vor, während und nach dem Sport getrunken werden.

Energy-Drinks geraten wieder verstärkt in den Fokus der Öffentlichkeit durch zahlreiche Berichte von gesundheitlichen Beschwerden bei Jugendlichen. Der US- Staat Virginia hat bereits 2010 den Konsum von Energy-Drinks wie Red-Bull, Monster oder Rock-Star beim Schulsport verboten, weil sich die Zahl der Krankenhausaufenthalte von Jugendlichen rasant erhöhte, die während Sportereignissen Energy-Drinks konsumiert hatten.

Die Red Bull Deutschland GmbH gab in einer Stellungnahme auf Nachfrage von Deutsche Wirtschafts Nachrichten an, dass der Konsum von Red Bull keine gesundheitlichen Risiken berge: „Red Bull Energy Drink kann vor, während und nach sportlicher Betätigung getrunken werden und unterstützt dabei Focus und Konzentration“. Diese Aussage ist aber keine Verzehrempfehlung an Jugendliche oder Hochleistungssportler, denn „der richtige Einsatz von Red Bull Energy Drink im Sport hängt vom Athleten und der Sportart ab“. Sportler sollten zusätzlich genügend Wasser trinken, da die Einnahme von Red Bull beim Sport allein nicht ausreicht, um die Wasserversorgung des Körpers sicherzustellen.

Red Bull sei ein sicheres Produkt und könne daher auch in ganz Europa gekauft werden: „Eine 250 ml Dose Red Bull Energy Drink enthält in etwa so viel Koffein wie eine Tasse Kaffee, also 80 mg“, sagte eine Sprecherin der Red Bull Deutschland GmbH. Trotzdem besteht die Gefahr durch übermäßigen Konsum durch Jugendliche: Einem Bericht des Bundesinstituts für Risikobewertung zufolge muss in Betracht gezogen werden, dass sich unerwünschte Effekte von Koffein auf das zentrale Nervensystem und das Herz-Kreislaufsystem in Zusammenhang „mit anderen Inhaltsstoffen von Energydrinks (z. B. Taurin) oder Ethanol aus begleitend konsumierten alkoholischen Getränken sowie im Zusammenhang mit ausgiebiger körperlicher Anstrengung oder sportlicher Betätigung verstärken könnten“ (mehr hier).

Daher empfielt die Red Bull Deutschland GmbH in Übereinstimmung mit der europäischen Soft-Drink Vereinigung UNESDA den Verzehr von Red Bull ausdrücklich nicht für schwangere Frauen oder stillende Mütter sowie Kleinkinder. Obwohl Red Bull in Clubs und Bars als Mischgetränk mit Alkohol angeboten wird, wird auf Werbeflächen von Red Bull nicht aktiv für eine Vermischung des Energy-Drinks mit Alkohol geworben. Desweiteren schaltet Red Bull keine Werbung in Medien, deren Publikum einen Anteil von 35 Prozent an Zwölfjährigen überschreitet. Trotzdem ist Red Bull Sponsor bei  zahlreichen Sportveranstaltungen und konzentriert sich hauptsächlich auf die Zielgruppe der Jugendlichen.

Das Konkurrenzunternehmen Monster-Beverage, das im Gegensatz zu Red Bull noch den Zusatzstoff Guarana in seine Energy-Drinks mischt, geriet in Kritik, nachdem in den Vereinigten Staaten die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang Jugendlicher mit dem Konsum von Monster-Energy-Drinks zunahm (mehr hier).

Compact Magazin November 2012 – Wird Steinbrück Kanzlerin?

Compact Magazin November 2012 mit Jürgen Elsässer

Die Themen im November:

Kandidat der Bilderberger. Von Jürgen Elsässer
Aufstieg aus dem Sumpf. Von Niki Vogt
Die Patin und ihre Rivalen. Interview mit Gertrud Höhler

Politik

Ein schäbischer Anatolier. Von Lion Edler
Die Rätsel der Ceska 83. Von Kai Voss
Ich fürchte um die Demokratie Interview mit Konrad Adam
Alles Antisemiten — außer Mutti. Von Ken Jebsen
Spurensuche in Akcakale. Von Hasan Bögün
Von Stuxnet zu Flame. Von Frederike Beck

Dossier Wie wird Deutschland wieder souverän? Mit der Freiheit unvereinbar. Von Karl Albrecht Schachtschneider Wie souverän ist Deutschland. Von Oliver Janich Paris-Berlin-Moskau. Von Eberhard Straub Ein neues Bündnis ist nötig. Von Natalia Narochnitskaya

Leben Das Rauschen des Papiergeldes. Von Andreas Rieger Politisch korrekte Scheine Von Malte Olschewski Ein Fenster zur Welt. Von Marcus Mittelstraß Alle sind zur Freiheit bestimmt. Von Utz Anhalt Ewiges Moskau, junges Moskau. Fotos: Jörg Esefeld & Sascha Neroslavsky Kleine Genüsse. Stefan Bludau, Elisabeth Bachmaier, Philippe Guichard

Angela Merkel – Die Patin

Angela Merkel betreibt den Ausstieg aus dem Rechtsstaat und will sich zur Kanzlerin aller Europäer aufschwingen. Ursula von der Leyen und Peer Steinbrück sind Konkurrenten, aber keine Alternative zu ihr.

 

Interview mit Gertrud Höhler über ihr neues Buch „Die Patin“. Die Fragen stellte Jürgen Elsässer, „Compact Magazin“.

? Ihr Buch trägt den Titel „Die Patin“, das erinnert an den Mafia-Roman von Mario Puzo. Welcher „ehrenwerten Gesellschaft“ steht die Kanzlerin vor?

Es gibt eine strukturelle Analogie des „Systems Merkel“ zu Geheimbünden. Es wird unideologisch agiert, es gilt ein Schweigegelübde, und der Bereich der Legalität wird von illegalen Aktivitäten durchsetzt.

 

? Sie sezieren die Sprache der Kanzlerin, eine „Alien-Lingua“. Wie konnte jemand mit solchen unverständlichen und schwammigen Bandwurmsätzen nach oben kommen?

Offensichtlich kommt es nicht so darauf an, wie sie spricht. Oder vielleicht sogar: Weil sie so wenig klare Aussagen macht, denken die Leute: Mit dieser Frau ist das Leben ungefährlich. Ihre Nullsummensätze, ihre Verklausulierungen, ihre Interpretationsoffenheit, ihre Abwiegeleien – sie ist eine Frau der Unberechenbarkeiten, aber die Zuhörer werden in der Sicherheit gewiegt, ihnen werde schon nichts passieren. Man hört nie schlechte Nachrichten von ihr – obwohl es, etwa in der Euro-Krise, eigentlich ständig und massiv schlechte Nachrichten gibt. Manchmal hat man den Eindruck, dass sie, wenn sie ans Rednerpult tritt, am liebsten gar nichts sagen würde. Etwa nach ihrem Motto: „Gib‘ nie ein Versprechen – sonst bist du erpressbar.“

 

? Aber zwei Mal hat sie ganz eindeutig etwas versprochen: Zuletzt im Juni 2012, als sie postulierte: „Solange ich lebe, wird es keine Eurobonds geben.“

So eindeutig war das nicht. Die harte Interpretation ist, dass diese Form der Schuldenvergemeinschaftung im Euro-Raum „nur über ihre Leiche“ durchsetzbar ist. Aber der Satz kann auch anders ausgelegt werden, etwa im Sinne von: Die Verabschiedung von Euro-Bonds wird noch so lange dauern, dass sie das nicht mehr erleben wird. Gut möglich, dass der Satz auch nur ein Ausrutscher war.

 

?Und wie bewerten Sie ihr anderes Versprechen vom Oktober 2008, gleich nach Ausbruch der Weltwirtschaftskrise: „Die Spareinlagen sind sicher“?

Den Ausspruch kann man ihr nicht allein zurechnen. Man muss berücksichtigen, dass Peer Steinbrück als Finanzminister gemeinsam mit ihr vor die Kameras trat.

 

? Nochmal zur Definition von Merkel. Im Titel verwenden Sie „Patin“, also Anführerin des Clans. An anderer Stelle sprechen Sie von ihr als einer „Schlafwandlerin. Deren somnambule Schritte werden aber von anderen Mächten gelenkt, oder?

Ich hab in meinem Buch noch ein drittes Bild oder Bildpaar für Frau Merkel verwendet: Ist sie Windsbraut oder Windmaschine? Ist sie also Macherin eines Trends – oder nur dessen Symptom, als besonders geeignet an die Spitze gespült? Aber auch in diesem Fall spielt die Führungsfigur eine Rolle, die nicht nur passiv ist. Wir leben in einer überreifen Demokratie, in der Verfallsepoche einer Wohlstandsgesellschaft. Der Trend geht zum Schuldenmachen, zur Bequemlichkeit. Merkel verkörpert diesen Trend – und treibt ihn weiter.

 

?Sie diagnostizieren im „System M“ Anklänge an „die Diktaturen des zwanzigsten Jahrhunderts“: „die Marginalisierung der Parteien, der Themenmix aus enteigneten Kernbotschaften anderer Lager in der Hand der Regentin; ihre Nonchalance im Umgang mit dem Parlament, mit Verfassungsgarantien, Rechtsnormen und ethischen Standards“. Warum will die Mehrheit der Deutschen diese Gefahr nicht sehen?

Weil Merkel sich als überparteilich präsentiert. Sie betont, dass sie nicht identisch mit ihrer Partei, der CDU, ist. Nach dem Debakel in Nordrhein-Westfalen im Mai 2012 sagte sie schnippisch: „Ich stand nicht zur Wahl.“ Ihre Beliebtheit wird auf diese Weise immer größer, während die Union gleichzeitig von Urnengang zu Urnengang ihren Abstieg fortsetzt.

www.compact-magazin.com

Euro: Das Schweigen der Chefredakteure

Den sonst so kritischen deutschen Journalisten fehlt offenbar der Durchblick. Statt den Euro endlich abzuschreiben, klammern sie sich verbissen daran fest. Doch ewig kann das nicht so gehen. Und dann warten viele Fragen.

 

von Hans-Olaf Henkel

In den letzten Monaten war ich in Schweden, Dänemark, Lettland, Estland, Litauen, Tschechien, Großbritannien, Polen und der Schweiz; mit Ausnahme Estlands sind das Nicht-Euroländer. Es ist hinreichend bekannt, dass die Bürgerinnen und Bürger dieser Länder mit dem Euro nichts mehr zu tun haben wollen. Journalisten aus diesen Ländern fragten mich, warum sich die Deutschen die finanzielle Überforderung durch ihre eigene Regierung gefallen lassen. Ich wies auf die Tatsache hin, dass Frau Merkel im Bundestag keine Opposition zu fürchten habe. Ich erwähnte, dass aus historischen Gründen hierzulande eine ehrliche Diskussion über Alternativen zum Einheitseuro als politisch inkorrekt wahrgenommen und zu einem Tabu erklärt wurde.

 

Trotzdem wundern sich ausländische Journalisten darüber, dass ihre berufsmäßig kritischen Kollegen in Deutschland dem Einheitseuro in unverbrüchlicher Treue ergeben zu sein scheinen. Zwar sehen sie, dass es jetzt auch bei uns immer mehr Journalisten gibt, die mit messerscharfer Diagnose und düsterer Prognose ein realistisches Bild für den Europatienten zeichnen.

 

Sie registrieren, dass auch deutsche Kollegen zwar immer öfter über den ESM und auf die EZB schimpfen, diese sich aber weiterhin für die Beibehaltung der Einheitswährung aussprechen. Müsste nicht auch den deutschen Journalisten, so fragen die Ausländer, längst klar sein, dass ohne die auch von ihnen kritisierten Rettungsaktionen der Einheitseuro schon längst Geschichte wäre?

 

Akribisch schnüffeln deutsche Journalisten den Privatreisen eines Ex-Bundespräsidenten und dem Privatleben seiner Frau hinterher. Neueste Nachrichten über die Dissertation der Forschungsministerin finden sich als Aufmacher auf der ersten Seite der „FAZ“. Fast schon rassistische Untertöne schlägt die “Bild“ an, wenn sie über die Zustände in Griechenland berichtet.

 

Beim Megathema „Euro“ dagegen ruht still der See, und wehe dem, der für Wellengang sorgt. Ich kann ein Lied davon singen. Befürworter einer alternativen Europolitik werden in Talk-Shows von Vertretern des Euromainstreams regelmäßig umzingelt und von den Moderatoren durch Minenspiel, Körpersprache und dauerndes Unterbrechen marginalisiert.

 

Viele Fragen – keine Antworten

Natürlich kommt der Tag, an dem auch die deutschen Chefredakteure zugeben werden, dass der Euro-Kaiser nackt ist. Nach bekannter Manier werden sie es dann „immer schon gewusst haben“.

Dabei müssten Sie uns heute schon Antworten auf ein paar Fragen geben:

  • Warum habt ihr euch gefallen lassen, dass der Euro von führenden Vertretern der Wirtschaftsverbände regelmäßig mit dem Binnenmarkt gleichgesetzt wurde?
  • Warum habt ihr nicht gegen die ständige Gleichsetzung des Euro mit Europa durch die Politiker protestiert?
  • Warum habt ihr kritiklos hingenommen, dass in der Eurozone – buchstäblich als Nebenprodukt von Eurorettungspaketen – die im Lissabon-Vertrag vereinbarten Prinzipien „Subsidiarität“, „Wettbewerb“ und „Selbstverantwortung“ durch „Zentralisierung“, „Harmonisierung“ und „Vergemeinschaftung“ ersetzt wurden und nicht beschrieben, was das für die Wettbewerbsfähigkeit der Eurozone bedeutet?
  • Warum habt ihr nicht protestiert, als die finnische Zustimmung zum zweiten Rettungspaket von der Regierung Griechenlands und zur Bankenrettung von der Regierung Spaniens durch die Überschreibung von Pfändern zu Lasten erhöhter Haftung Deutschlands erkauft wurde?
  • Warum habt ihr die Ablehnung des Euro durch die zehn Nicht-Euroländer verschwiegen?
  • Warum habt ihr die politischen Folgen des immer breiter werdenden Grabens zwischen der Eurozone und den Nichteuroländern kaum thematisiert?
  • Warum habt ihr den Veröffentlichungen über die angeblich katastrophalen Folgen der Abkehr vom Einheitseuro immer breiten Raum gegeben, Untersuchungen, die zu anderen Ergebnissen führten, hingegen unter den Redaktionstisch fallen lassen?

Die Berechtigung dieser Fragen liegt auf der Hand. Irgendwann werden sie zu beantworten sein.

 

 

http://www.mmnews.de/index.php/politik/11188-euro-das-schweigen-der-chefredakteure

GR-Schuldenschnitt bedeutet Ende des Euros

Ökonom Horn: Weiterer Schuldenschnitt für Griechenland wäre das Ende der Euro-Zone. „Denn es ist schwer vorstellbar, wie der Euro-Raum nach einem erneuten Schuldenschnitt je wieder auf die Beine kommen könnte“. – Steuerzahler zahlen Zeche. Banken kämen in Schwierigkeiten.

Der Wissenschaftliche Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) in der Hans-Böckler-Stiftung, Gustav Horn, hält die Vorstellung eines erneuten Schuldenschnitts für den griechischen Staat für erschreckend. „Denn es ist schwer vorstellbar, wie der Euro-Raum nach einem erneuten Schuldenschnitt je wieder auf die Beine kommen könnte“, schreibt Horn in einem Gastbeitrag für Handelsblatt Online. Die Gläubiger, hauptsächlich die Staaten des Euro-Raums und die Europäische Zentralbank (EZB), verlören mit dem Schuldenschnitt genau jenen Anteil an Vermögen, um den sich die griechische Staatsschuld vermindere. „Es wären also im Kern die Steuerzahler des Euro-Raums, die die Last des Schuldenschnitts zu tragen hätten, weil sich die Verschuldung ihrer Staaten entsprechend erhöhen würde“, konstatierte der IMK-Chef. „Sie müssten dann über ihre Steuern eine erhöhte Zinslast aufbringen.“
Ein Schuldenschnitt komme daher einem „massivem Vertrauensbruch“ gegenüber dem europäischen Steuerzahler gleich, „der in Folge verständlicherweise kaum bereit sein dürfte, weiteren notwendigen Rettungsmaßnahmen zuzustimmen“, warnt Horn. Dies führt nach Einschätzung Horns dazu, dass man dem unzuverlässigen Schuldner nur noch Geld gegen extrem hohe Risikoaufschläge bei den Zinsen leiht. „Im Fall Griechenland heißt dies, dass das Land auf absehbare Zeit kein Geld zu bezahlbaren Zinsen auf den Finanzmärkten bekommen kann. Es bleibt auf den Rettungsschirm der Euro-Mitgliedstaaten angewiesen, durch den es gegen harte Auflagen billigere Kredite bekommt, weil diese von den Mitgliedstaaten des Euroraums verbürgt werden.“
Horn empfiehlt daher, statt einen weiteren Schuldenschnitt zu erwägen, die Krisenländer wirtschaftlich in die Lage zu versetzen, ihre Schulden zu bedienen. „Solche Maßnahmen, zu denen eine Abkehr von der Austeritätspolitik gehört, sind wesentlich erfolgversprechender“, schreibt der Ökonom. „Man kann daher den Regierungen nur dringend raten, nicht noch einen Schuldenschnitt vorzunehmen. Dies wäre zwar der letzte – aber nur, weil es danach keinen Euro-Raum mehr geben dürfte“, so Horn.
Ein Schuldenschnitt Griechenlands würde auch neue ernste Probleme bei den Banken bedeuten. In Deutschland wäre besonders die Commerzbank betroffen. Aber auch die Deutsche Bank könnte systemisch in Mitleidenschaft gezogen werden, wenn andere Finanzhäuser aufgrund von Abschreibungen auf ihr PIGS-Bond Portefolio in Schwierigkeiten geraten.

Mordfall Jonny K.: Opferverband kritisiert Behörden als zu lasch

»Falsche Signale für mögliche Nachfolgetäter«: Im Fall des getöteten Jonny K.
macht die Hilfsorganisation Weißer Ring den Ermittlungsbehörden schwere
Vorwürfe. Justizsenator Heilmann hält dagegen. Berlins Justizsenator Thomas
Heilmann (CDU) hat die Kritik an den Berliner Sicherheitsbehörden im Fall der
tödlichen Prügelattacke vom Alexanderplatz zurückgewiesen. »Wir sind längst
aktiv. Es ist nur so, dass wir nicht so einfach Polizisten in die Türkei
schicken können, um den Mann festzunehmen«, sagte Heilmann im RBB-Inforadio. Er
fügte hinzu: »Die türkischen Kollegen dürfen ja auch hier keine türkischen
Staatsbürger festnehmen, sondern sie brauchen einen internationalen Haftbefehl
und ein Auslieferungsersuchen.«   Mehr…

Ex-ZDF-Chefredakteur: Merkel soll Aufseher aus Sendern zurückziehen

Der langjährige Chefredakteur des ZDF, Nikolaus Brender, hat Bundeskanzlerin
Angela Merkel (CDU) aufgefordert, den Einfluss von Politikern auf die
öffentlich-rechtlichen Sender im anstehenden Wahljahr 2013 zu beschneiden. In
der »Zeit«-Beilage »Christ & Welt« appellierte er an die Kanzlerin in einem
offenen Brief: »Ergreifen Sie die Initiative zum Rückzug aller Politiker aus den
öffentlich-rechtlichen Aufsichtsgremien im Wahljahr 2013.« Brender begründete
seinen Vorstoß mit der Praxis in der Wirtschaft: »In gut geführten Unternehmen
verzichten Aufsichtsratsmitglieder bei Befangenheit auf Sitzungsteilnahme und
Abstimmung.«  Mehr…