DPHW : Presseerklärung zur medialen Berichterstattung

Aufgrund der derzeitigen Berichterstattung in den Medien, die man durchweg als gleichgeschaltet und
diffamierend bezeichnen muss, empfinden wir es als erforderlich, nochmals ein offizielles Statement
zur Tätigkeit des DPHW abzugeben.

Bisher ist kein Beteiligter zu den Vorgängen und den Zielen des DPHW befragt worden.
Woher haben die Medien also ihre Erkenntnisse?! Was ist mit der journalistischen Sorgfaltspflicht?
Die Sorgfaltspflicht zählt fundamental zu den journalistischen Aufgaben.

Jeder Journalist ist verpflichtet, vor der Verbreitung von Nachrichten diese auf Inhalt, Herkunft und
Wahrheitsgehalt zu kontrollieren. Da mit der Berichterstattung das DPHW aber offensichtlich bewusst
falsch dargestellt werden soll, zeigt dies nunmehr deutlich das Nichtvorhandensein einer
freien Presse und ehrbarer Journalisten.

Den bei uns eingegangen Anfragen von ZDF, RTL, BILD und anderer Medien standen wir wohlwollend gegenüber.
Wir gaben zu unseren Tätigkeiten umfassende Stellungnahmen ab und forderten weiterhin einen Fragenkatalog
zur Vorbereitung von Interviews ab. Diese gingen uns in keinem Fall zu, woraus wir schließen müssen,
dass eine wahrheitsgetreue Berichterstattung wohl nie beabsichtigt war.

Bisher wurde das DPHW in den verschiedensten Medienberichten in diversen Zeitungen oder Radio und TV-Berichten
durchweg als rechte Gruppierung oder als den obskuren Reichsbewegungen zugehörig dargestellt.
Auch wurde von Übergriffen durch gewaltbereite Schlägertrupps innerhalb der Arbeit des DPHW berichtet.

Nichts davon entspricht den Tatsachen. Daher verwahren sich die Mitglieder des DPHW deutlich vor solcherlei Behauptungen!

Das DPHW ist ein Zusammenschluss rechtschaffender Menschen aus allen Bevölkerungsschichten.
Diese haben sich dem Schutz von Recht und Ordnung und die strikte Einhaltung legitim gültiger Gesetze verpflichtet.
Dafür, dass aufgrund des fortschreitenden Rechteabbaus über immer weiter um sich greifende Willkür bis hin zu
klarer Gewalt gegen den Bürger überhaupt erst ein Schutz der Menschen notwendig wird, trägt das DPHW keine Verantwortung.

Diese ist in der Politik und Justiz zu suchen, die diese Entwicklung voran treiben.

Die zahlreichen positiven Bekundungen aus der Bevölkerung, die sich mit den verschiedensten Hilfegesuchen an
uns wenden, zeigen deutlich, wie sehr die Menschen nach Hilfe suchen, wie viel Handlungsbedarf besteht und das
andere Stellen dafür nicht existent sind.

Diesen Menschen zu helfen, Schaden von ihnen abzuwenden und über die Einhaltung bestehender rechtlicher Grundlagen
zu wachen, das ist die vordringliche Aufgabe des DPHW. Diese steht in der Tradition eines ordentlichen Rechtsstaates.

Trotz der schon erwähnten verleumderischen Berichterstattungen erklären wir gegenüber den Medien nochmals unsere
grundsätzliche Bereitschaft zur Darstellung unserer Tätigkeiten. Dabei wissen wir, dass der Anteil der Journalisten,
die „sich einsetzen für die Benachteiligten in der Bevölkerung“ von 43 auf 29 Prozent gesunken und der Anteil jener,
„die Politik, Wirtschaft und Gesellschaft kontrollieren“ von 37 auf 24 Prozent gesunken ist.

Wir hoffen jedoch, dass unsere Worte die immer kleiner werdende Zahl von ehrbaren Journalisten erreichen,
die Zivilcourage besitzen und ihr Fähnlein noch nicht in den Wind des Mainstreams gehängt haben.

Wir hoffen noch immer darauf, dass diese im Sinne ihrer Berufung tätig werden,
bevor der letzte Schritt zur Einheitspresse gegangen ist.

H.Fröhner
Pressesprecher DPHW

Der Mittelfinger der alten Dame

Polizeieinsatz bei der Familie Rentner. Anlass war der Enkel, der sich in Obhut der Großeltern
befand und nach dem Willen des Jugendamts lieber in einer Pflegefamilie leben sollte.
Daher wurde das Kind mit Hilfe von Polizei und Jugendamt abgeholt. An jenem Tag war auch
die leibliche Mutter des Kindes zu Besuch bei Familie Rentner. Der Stress war vorprogrammiert.

Und natürlich eskalierte die Situation zumindest in emotionaler Hinsicht. Durchaus nachvollziehbar,
wie ich finde. Das Kind wurde also tatsächlich aus der Wohnung der Großeltern geholt, es gab viele
Tränen und Worte. Für die Polizei war der Einsatz nach getaner Arbeit jedoch noch nicht beendet,
stattdessen setzte man sich an den Schreibtisch und zeigte die Großmutter an – wegen Beleidigung.

Sie soll bei der Abfahrt der Polizei von der Straße aus den Polizisten die Mittelfingergeste gezeigt haben.

Hat sie nicht. Sagt sie, und wenn, dann sei sie mißverstanden worden. Schließlich habe sie nur ihrer Tochter
und dem Enkelkind winken wollen, welche sich in dem abfahrenden Polizeiauto befunden hätten.
Die in den Rückspiegel schauenden Polizisten fanden das jedoch schlimm und sahen sich aufgrund ihrer
Ehrverletzung gezwungen, Strafantrag zu stellen und die Sache zur Anzeige zu bringen.

Die alte Dame hatte aus meiner Sicht nichts bei Gericht verloren. Zum einen, weil sie in dieser offenbar
schwer gereizten Situation nun wirklich nichts schlimmes getan hatte (welcher Version man auch immer folgt)
und zum anderen, da sie geistig und körperlich (Schwerhörigkeit) einem Verfahren überhaupt nicht folgen konnte.

Daher beantragte ich folgerichtig, ihr einen Verteidiger zur Seite zu stellen, nämlich mich.

Abgelehnt – so eine Bagatelle könne man auch selbst verhandeln. Auch dann, wenn man fast nix hört oder ansonsten
eher sehr einfach gestrickt ist. Und Beamtenbeleidigung kann das Amtsgericht auch nicht durchgehen lassen,
egal, wie unvorbestraft die Angeklagte, wie subjektiv gespannt die Situation oder wie harmlos der Vorwurf auch ist.
Verurteilung zu 30 Tagessätzen Geldstrafe!

Harmlos hin oder her – wir gehen in Berufung. Die Landrichterin hatte schon im Vorgespräch vor der Hauptverhandlung
Zweifel an der Notwendigkeit einer Verurteilung geäußert – ich äußerte zudem Zweifel daran, sie ohne Anwalt da stehen
zu lassen. Die Verhandlung begann mit einer Zusammenfassung der Vorsitzenden Richterin über das, was bisher geschah.

“Haben Sie das verstanden, Frau R?” Keine Antwort. “Frau R, haben Sie das soweit verstanden?” – “HÄÄÄH?” – und die
Richterin guckt in Richtung der Staatsanwaltschaft, danach in meine Richtung und danach zum Protokollführer.

Ordnet mich zum Pflichtverteidiger bei und nach einer weiteren, halbminütigen Diskussion wird
dieses Verfahren eingestellt.

// SARKASMUS
Und so bleibt wieder eine mutmaßlich schlimme ehrverletzende Handlung ungesühnt.

Quelle : http://hoechststrafe.dorkawings.de

Der Streit um die Meinungshoheit im Fall Mollath ist auch ein journalistisches Lehrstück

Die ZEIT und der SPIEGEL haben unlängst versucht, den Fall Mollath in einem anderen Licht darzustellen
und die These vom Justizirrtum zu widerlegen. Der Versuch, die Meinungsführerschaft der Süddeutschen zu brechen,
war beiden Artikeln gemein.

Beide Artikel bieten Anlass dafür, sich über die Seriosität und Ausgewogenheit der Berichterstattung Gedanken zu machen.

Der Beitrag der ZEIT, der zunächst zumindest fundierter wirkte als der bei SPON, hat sich vor allem mit der unrichtigen
Behauptung ins Aus geschossen, Mollath hätte den Strafverteidiger Gerhard Strate nicht mandatiert, was man mit der These
verknüpfte, Mollath würde es sich in der Rolle des Märtyrers der bayerischen Strafjustiz bequem machen.

Denn wie sich kurze Zeit später herausstellte, hatte Mollath Strate bereits vor Erscheinen des ZEIT-Artikels mit dem
Wiederaufnahmeverfahren beauftragt. Eine steile These deren Ausgangspunkt eine falsche Tatsachenbehauptung ist, ist
nicht unbedingt das, was man sich unter Qualitätsjournalismus vorstellt.

Dass aus dem Kontext gerissene Einzelumstände fast immer die Möglichkeit bieten, einen Sachverhalt in gänzlichem
Gegensatz zur Wirklichkeit darzustellen, weiß im Grunde jeder. Um diese Technik im konkreten Einzelfall zu erkennen,
muss man sich als Leser aber bereits intensiv mit einem bestimmten Thema befasst haben. Und genau das haben die meisten
Leser von ZEIT oder SPIEGEL natürlich nicht getan.

Vielmehr vertrauen sie darauf, dass ihnen ein solide recherchierter Bericht geboten wird, der die Fakten ausgewogen beleuchtet.
Ein Vertrauen, das zumindest in diesem Fall nicht gerechtfertigt war.

Die Süddeutsche hat in der Sache Mollath im Anschluss an die Artikel von SPIEGEL und ZEIT nochmals nachgelegt,
was wie ein Seitenhieb auf ZEIT und SPIEGEL wirkte. Die Süddeutsche weist darauf hin – was ZEIT und SPON verschweigen
dass die psychiatrische Untersuchung Mollaths im Strafverfahren überhaupt erst auf Initiative seiner Exfrau erfolgte.

Wenn man sich vor diesem Hintergrund die Chronologie der Gutachten und gutachterlichen Stellungnahmen zum
Geisteszustand Mollaths vor Augen führt, gewinnt die eidesstattliche Versicherung des Zahnarztes
Edward Braun deutlich an Plausibilität.

Braun hatte erklärt, Mollaths Frau habe ihm gegenüber telefonisch angekündigt, ihren Mann fertig zu machen
und auf seinen Geisteszustand überprüfen zu lassen, sollte er ihre Geschäfte zur Anzeige zu bringen.

Den kompletten Artikel findet Ihr hier : www.internet-law.de