Rundfunkgebühr: Die schwarzen Kanäle

Die Datsche ist bald die letzte Zuflucht. Nur die kleinen Gartenlauben, die vor
allem in ostdeutschen Schrebergärten stehen, sind künftig von der Rundfunkgebühr
befreit. Für alle anderen Behausungen wird gezahlt: für das Reihenhaus in Köln,
für die einsame Hütte im Gebirge, für die Zweitwohnung in Hamburg oder die
Ferienwohnung im bayerischen Wald. In wenigen Wochen steht die größte
Finanzreform bevor, die das duale Rundfunksystem in Deutschland in seiner
Geschichte gesehen hat: die Haushaltsabgabe kommt. Jeder »Inhaber« einer Wohnung
muss jeden Monat knapp 18 Euro Rundfunkbeitrag zahlen, ob sein Domizil Strom hat
oder nicht, ob dort ein Radio, Fernseher oder PC mit Internetanschluss stehen
oder nicht, und sogar dann, wenn die Bewohner blind oder taub sind. Nur
Taubblinde, Bedürftige oder Menschen im totalen Funkloch werden befreit – auf
Antrag. Und Kleinstbetriebe zahlen weniger. Mehr…

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