An Peer Steinbrücks Stelle hätte sich Altkanzler Helmut Schmidt erst gar nicht
auf die Debatte um Vortrags-Honorare eingelassen. »„Ich hätte gesagt, diese
Vorwürfe sind ein billiger Appell an die Neidgefühle der kleinen Leute«, sagte
Schmidt dem »Zeit-Magazin«, das am Donnerstag erscheint. »Man sollte sich mal
überlegen, ob die Vorträge, die er gehalten hat, das Geld nicht wert gewesen
sind. Offensichtlich waren sie es wert.« Es selbst habe es sich zur Regel
gemacht, keinen Vortrag unter 15 000 Dollar zu halten. Mal hätten seine
Auftraggeber 20 000 Dollar gezahlt, mal 50 000. Steinbrück hatte für seine
Vorträge bis zu 25 000 Euro erhalten und war dafür heftig kritisiert worden.
»Ich habe nie darum gefeilscht«, sagte Schmidt. »Aber wenn mir jemand ein zu
niedriges Honorar geboten hat, dann habe ich gesagt, Du bist ein anständiger
Kerl, ich halte den Vortrag, Du brauchst nicht zu bezahlen.« Mehr…
Dez
20
2012