Weltweit erringen neue Parteien spektakuläre Wahlsiege, zuletzt am Dienstag in Israel.
Alle haben auffällige Gemeinsamkeiten: Sie kritisieren das jeweils herrschende System fundamental.
Sie prangern die Korruption an. Sie fordern mehr Selbstbestimmung und eine Sicherung der Bürgerrechte.
In Deutschland dagegen herrscht gespenstische Ruhe. Liegt es nur am Wohlstand?
Israel und die Welt staunten nicht schlecht, als am Dienstag eine völlig neue Partei von den Wählern
auf Anhieb auf Platz zwei katapultiert wurde. Nur die Partei des Regierungschefs Benjamin Netanjahu
konnte sich mit Ach und Krach vor den Newcomern platzieren.
Der Gewinner der Wahlen ist jedoch eindeutig Yair Lapid.
Der ehemalige TV-Journalist kam mit seiner liberalen Partei Yesh Atid auf 19 Mandate.
Keines der neuen Knesset-Mitglieder von Yesh Atid hat politische Erfahrung.
Doch genau das mache die Partei aus, so Dov Lipman: „Es ist Zeit für neue Menschen, neue Gesichter
und wir freuen uns darauf“, erklärt der Rabbiner, der nun als Abgeordneter in die Knesset einzieht.
Der Erfolg von Yesh Atid geht auf die Massenproteste zurück, die in Israel vor zwei Jahren zu Gefühlen
wie beim Prager Frühling geführt hatten. Die Mehrzahl der Israelis ist es leid, dass das Land im Grund
von einigen wenigen Familien regiert wird. Zahlreiche Korruptions-Skandale haben das Vertrauen der
Israelis in die „System-Erhalter“ erschüttert.
Sie wollen die immer größer werdende Kluft zwischen Arm und Reich nicht einfach hinnehmen.
Lapid ist aus dem Nichts gekommen und zu einer Gallions-Figur geworden. Der ehemalige Moderator von Channel 2
gab keine Interviews, hielt sich vom Establishment fern. Die Regierenden witterten die Gefahr.
Als ruchbar wurde, Lapid könnte eine eigene Partei gründen, wollte die Regierung noch schnell ein Gesetz verabschieden,
dass es Journalisten untersagte, im Anschluss an ihre Karriere in die Politik zu wechseln.
Lapid sollte ein Jahr Wartezeit auferlegt bekommen. Doch dieses reaktionäre Ansinnen war nicht mehr durchzusetzen.
Lapid hatte seine Anhänger über Facebook gesammelt.
Den kompletten Artikel findet ihr hier : Deutsche Wirtschafts Nachrichten
Und auch die Kommentare sind sehr interessant : Kommentare zum Artikel
PS :
Lest bitte den Artikel bis zum Ende durch.
So sollte Journalismus sein.
Der Artikel ist meiner Meinung nach sehr gut geschrieben.
Gruß Neo,
Team volksbetrug.net
nicht Deutschland, sondern die BRD 🙂