Dirk Müller – Zypern und Zwangsenteignung

Kaum wollte man sich schon der fortlaufend gepredigten Illusion hingeben, die Eurokrise sei für
immer hinter uns, meldet sie sich mit einem wahren Paukenschlag zurück. Eines der kleinsten und
entlegensten Euroländer wurde von den gemeinsamen Rettern nun dazu gedrängt, rund sechs der
anvisierten knapp 20 Milliarden Euro möglichst „gerecht“ von den Einlegern des zypriotischen
Finanzwesens einzusammeln — und das gewaltsam.

Die Folge: An den Märkten geht es gerade drunter und drüber, Menschen in ganz Europa sind erzürnt,
in Zypern bilden sich Schlangen vor den nach wie vor geschlossenen Banken, an den Verhandlungstischen
bemüht man sich um politische Schadensbegrenzung. Doch es ist zu spät, der Geist wurde aus der Flasche
gelassen. Vor allem den bisher noch erfolgreich Treudoofen unter den Betroffenen dämmert langsam,
was hier für ein unglaubliches Spiel mit ihnen gespielt wird.

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