Biberach – Knapp 22 Millionen Euro kostet eine neue Stadtumfahrung, die die Stadt Biberach und die
nahe Gemeinde Warthausen vom Verkehr entlasten soll. Im Frühjahr wird die 4,3 Kilometer lange Kreisstraße,
die zu mehr als der Hälfte vom Land finanziert wird, fertig sein, doch von Vorfreude ist bisher wenig zu spüren.
Das hat mit zwei vordergründig rätselhaften, fünf Meter breiten und 40 Meter langen Brücken zu tun, die den
rund zehn Meter tiefen Geländeeinschnitt der Nordwestumfahrung überspannen. Anfang Dezember lüftete der
Biberacher Landrat Heiko Schmid das Geheimnis :
Die Brücken zwischen zwei Waldstücken sollen die Fluggebiete für Fledermäuse sichern.
Die Kosten dafür betragen rund 400 000 Euro.
„Alle Fledermausarten gelten als europarechtlich geschützte Arten“, begründete der Landrat, doch Verständnis
erntete er bisher wenig. Ein Proteststurm bläst durch den oberschwäbischen Landkreis.
Die Bekanntmachung fiel mit einer höchst emotional geführten Debatte um die Schließung der Kreiskrankenhäuser
in Riedlingen und Laupheim zusammen.
Am vergangenen Freitag ist im Kreistag der Beschluss zur Privatisierung der kommunalen Klinikgesellschaft – und
damit zur baldigen Schließung der hoch defizitären Häuser – gefasst worden.
Den kompletten Artikel findet Ihr hier : Stuttgarter Zeitung
PS :
Nichts gegen Umwelt und Tierschutz.
Aber wie bringt man Fledermäuse dazu über eine Brücke zu fliegen !? 🙂