Die Alliierten haben der deutschen Wiedervereinigung nur zugestimmt, weil sich
Deutschland verpflichtete, bestimmte Rechte seiner Souveränität nicht wahrzunehmen.
Daher konnten die Geheimdienste der USA und Großbritanniens in Deutschland ungehindert
und legal weiterspionieren. Ohne dieses Zugeständnis hätte die damalige britische
Premierministerin Thatcher die deutsche Einheit vermutlich verhindert.
Bei den Verhandlungen zur deutschen Wiedervereinigung im Jahr 1990 spielte die Spionage
in Deutschland offiziell keine Rolle. Doch hinter den Kulissen bestanden die USA, Großbritannien
und Frankreich darauf, auch weiterhin deutsche Bürger und Unternehmen überwachen zu dürfen.
Die Amerikaner haben sich die Wiedervereinigung mit der Weiterführung der alliierten Vorbehaltsrechte
bezahlen lassen, sagte der Geheimdienst-Experte und Buchautor Erich Schmidt-Eenboom den Deutschen
Wirtschafts Nachrichten. Schmidt-Eenboom war als Journalist selbst vom BND ausspioniert worden.
Der Geheimdienst war ihm bis in die Sauna gefolgt.
Schmidt-Eenboom ist davon überzeugt, dass es zwischen den Alliierten und der BRD einen
Deal gegeben habe.Denn auffallender Weise haben die Geheimdienste ihre Operationsgebiete
nach der Wende faktisch unverändert gelassen.
Praktisch sei die Spionage durch die USA und Großbritannien im vereinigten Deutschland
weitergegangen wie zuvor. Dem damaligen deutschen Außenminister Hans-Dietrich Genscher soll der
Überwachung zugstimmt haben, weil er wusste, dass die Einheit an einem seidenen Faden hing.
Die BRD brauchte eine schnelle Einigung, um nicht eine Front der Bedenkenträger aufkommen zu lassen.
Die damalige britische Premierministerin Margaret Thatcher war nämlich entschieden gegen die Wiedervereinigung.
Großbritannien und Frankreich versuchten sogar in Gesprächen mit der DDR zu erreichen, dass
die Wiedervereinigung verschoben wird. Die Fortführung der alliierten Vorbehaltsrechte habe
in diesem Umfeld nicht verhindert werden können, so Schmidt-Eenboom.
Die Zustimmung der Russen zu diesem Deal der Westalliierten mit Deutschland sei schlicht erkauft worden.
Den kompletten Artikel findet Ihr hier : Deutsche Wirtschafts Nachrichten
