Bankguthaben nicht mehr sicher
Liebe Leserin, lieber Leser,
mit der neuen EU-Verordnung sind Bankguthaben ab zunächst 100.000 Euro ab sofort vogelfrei. Aus wahltaktischen Gründen wird sich zunächst nicht viel ändern. Ich rechne nicht mit einem spektakulären Pleitefall vor der Stimmabgabe. Das Stimmvieh“ muss ja bei Laune gehalten werden. Nach dem Urnengang kann sich das allerdings sehr schnell ändern. 600 Milliarden Euro stehen allein beim deutschen Bankensystem im Feuer, die wenigstens zum großen Teil dem Bankkunden aufs Auge gedrückt werden sollen.
Letztlich geht es darum, die Verluste des europäischen Bankensystems zu sozialisieren, also auf die gesamte Gesellschaft abzuwälzen, da die Mittelausstattung aller derzeitigen und künftig geplanten Bankenrettungsfonds für diese Verluste nicht einmal ansatzweise reichen werden. Selbst wenn beispielsweise der mit 500 Milliarden Euro aus Steuergeldern bestückte ESM (deutscher Anteil 135 Mrd.) uneingeschränkt der Rettung europäischer Banken umgewidmet werden würde, wären das immer noch lächerliche Summen angesichts der Billionen an Bankschulden. Billionen sind nur bei den Vermögensbesitzern zu holen, die immer noch glauben, die Finanzkrise sei wohl eher ein Medienereignis und sie selbst nicht wirklich betroffen. Spätestens nach der Bundestagswahl, wenn das Kreuzchen gemacht wurde, wird Ernst gemacht.
Der im November 2008 gegründete Bankenrettungsfonds (SoFFin) läuft ohnehin bis Ende 2014 aus. Die vier deutschen Banken (Commerzbank und die Landesbanken NordLB, Helaba und WestLB), die durch diesen aufgefangen wurden und weitere Banken in Schieflage werden dann anderweitig gestützt werden müssen. Die Zusicherungen des damaligen Finanzministers Steinbrück und der Kanzlerin Merkel vom Höhepunkt der Finanzkrise im Jahr 2008, wonach alle Einlagen in den deutschen Banken sicher seien, werden dann endgültig als leere Versprechung enttarnt sein. Interessant die Aussage des ehemaligen IWF-Chefs Dominique Strauss-Kahn zur aktuellen Problematik in einem CNN-Interview am 11. Juli 2013: Das Bankensystem in Europa ist krank. Sehr, sehr krank. Viel kränker noch, als die Leute sagen. … Da muss viel aufgeräumt werden. Da wird aufgeräumt werden. Aber nicht so, wie Sie sich das vielleicht vorstellen.
Bei allem Unbehagen wegen der aktuellen EU-Verordnung hat der Sparer aber wenigstens den Vorteil, dass er die Bank wechseln kann, während der Steuerzahler den Staat nicht so einfach wechseln kann. Es könnte allerdings sein, dass die Masse plötzlich aufwacht, wenn die nächsten Enteignungen stattfinden und dass dann zur Vermeidung eines Banken-Runs in Europa Kapitalverkehrskontrollen“ eingeführt werden. Deshalb sollten Sie jetzt reagieren und umschichten, bevor auch das nicht mehr so einfach geht. Was Sie jetzt tun sollten, erfahren Sie in meinem neuen Sonder-Report zur EU-Bankenunion, den Sie in Verbindung mit einem kostenlosen Probe-Abonnement meines Börsendienstes DAX Profits erhalten (geht Ihnen mit der Anforderung automatisch zu). Außerdem erhalten Sie für volle 30 Tage kostenfrei Zugriff auf alle Ausgaben und Empfehlungen meines Börsendienstes. Handeln Sie, bevor Ihr Geld weg ist!
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Hat dies auf Arsenal Injustitia (gesammeltes Unrecht) Demokratie und Menschenrechte rebloggt und kommentierte:
Das ist erst der Anfang, dabei bleibt es nicht.
arsenal injustitia
quelle?
Ist doch verlinkt: https://www.investor-verlag.de