Wer denkt, er könne die Bürokratie überlisten und faules Obst in den Papier-Müll
werfen, wird in Deutschland eines besseren belehrt. Zumindest im Landkreis Gießen
kann es schon einmal vorkommen, dass eines Tages ein Müll-Beamter vor der Tür
steht und den Hausbesitzer auf ein Verhalten hinweist.
Der Versuchung, die vorschriftsmäßige Mülltrennung zu ignorieren, sollte man zumindest
im Landkreis Gießen tunlichst widerstehen. Dem Radiosender ffn gestand eine Mitarbeiterin
der Abfalldezernentin, dass die Behörden (nichts Besseres zu tun haben) ihren Dienst sehr
ernst nehmen und offenbar tatsächlich kontrollieren, was die Bürger in die Mülltonnen werfen.
Dass Mülltonnen tatsächlich in Augenschein genommen werden müssen, komme zwar nicht oft vor
und wenn, so Barbara Roth, sprechen die „Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit den Bürgerinnen
und Bürgern höflich und von Angesicht zu Angesicht. Dienstausweis oder Berechtigungsschreiben
vom Landkreis Gießen sind dann immer dabei“.
Sollte dem Abfuhrunternehmen bei der Leerung auffallen, dass schlecht sortiert wurde,
hängen die Männer einen Zettel mit einem Hinweis an die Tonne. Roth:
Es wird niemand angerufen, Kontakt nehmen wir in der Regel schriftlich auf.“
Hintergrund dieser bürgernahen Einschränkung sind Scherzbolde, die sich seit Wochen einen Spaß
daraus machen, ihre Mitbürger anzurufen und sich als Mitarbeiter der Abfallwirtschaft auszugeben.
Fällt ein Opfer auf den Scherz herein, wird ihm mitgeteilt, dass es
bei der nächsten falschen Mülltrennung eine Verwarnung geben werde.
Den kompletten Artikel findet Ihr hier : Deutsche Wirtschafts Nachrichten