Heute CDU/SPD – morgen arbeitslos

Arbeitslos – dank bester CDU/SPD Politik erfahren sie hier brühwarm ob sie morgen schon ihre Arbeitslosigkeit genießen können.

Der ums Überleben kämpfende TV-Gerätehersteller Loewe will sich mit einem Stellenabbau für einen Investor interessant machen. 150 Mitarbeiter müssen gehen. Derzeit hat das Unternehmen noch 800 Beschäftigte. Das Unternehmen hatte im Juli gerichtlichen Gläubigerschutz beantragt und hat nur noch bis Mitte Oktober Zeit, um einen Investor mit frischem Geld zu gewinnen. „Wir nehmen uns für die Investorensuche die notwendige Zeit, bis wir den richtigen Partner gefunden haben und konzentrieren uns dabei nunmehr auf einige wenige, besonders zukunftsträchtige und erfolgversprechende Angebote,” hieß es.

Die Autokrise in Europa zwingt den Spezialchemiekonzern Lanxess zu einem großangelegten Sparprogramm. 1000 der 17.500 Stellen will der Kölner Konzern weltweit bis Ende 2015 abbauen, 300 davon in Deutschland. Die Kautschuksparte leide unter dem Einbruch der Reifenproduktion in Europa, erläuterte Vorstandschef Axel Heitmann. Lanxess will auch Randbereiche abgeben und die erfolgsabhängigen Gehaltskomponenten der Mitarbeiter kürzen. Standortschließungen in Deutschland seien zwar nicht geplant, betriebsbedingte Kündigungen könne man aber nie ausschließen. Hierzulande beschäftigt Lanxess 8000 Mitarbeiter.

Erste Gewissheit für die Mitarbeiter beim kriselnden Stahlkonzern Salzgitter AG: In Peine verlieren 300 Mitarbeiter ihre Arbeit. Das Stahlträgerwerk bleibt aber vorerst erhalten. Das Zittern um die Jobs hat aber noch lange kein Ende – konzernweit sollen gut 1500 Jobs weg. In Peine stellen bisher rund 1070 Mitarbeiter Stahlträger her, vor allem für die in Europa seit längerem lahmende Bauindustrie. Der Sprecher betonte, es gebe weiterhin eine Standortgarantie für das Peiner Trägerwerk. Neu sei, dass nun ein tragfähiges Unternehmenskonzept stehe, das Perspektiven zum Fortbestand eröffne und eben auch Jobabbau vorsehe.

Der neue Chef der Fluggesellschaft Air France-KLM will einem Zeitungsbericht zufolge im Rahmen eines neuen Sparprogramms Tausende Stellen streichen. Zu den Details wolle sich Frederic Gagey am Mittwoch äußern, berichtete die Zeitung “Les Echos” am Montag, ohne Quellen zu nennen. Insgesamt fielen 2600 bis 3000 Arbeitsplätze weg, den Beschäftigten würden Abfindungsangebote gemacht, hieß es weiter. Angefangen mit Frachtflugzeugen wolle Gagey zudem die Boeing -Großraumflugzeuge des Typs 747 ab 2016 nach und nach außer Betrieb stellen. Eine Air-France-Sprecherin lehnte eine Stellungnahme ab.

Nach Recherche der “Welt” sollen bei Siemens allein am Standort Erlangen 340 der rund 3000 Arbeitsplätze wegfallen. Dort sind vor allem das Projektmanagement, Ingenieurdienstleistungen und Kundenunterstützung angesiedelt. Auch in Krefeld wird mit einem Abbau zu rechnen sein, allerdings ist dort eine “nur” zweistellige Stellenzahl im Gespräch. Das Unternehmen kommentiert im laufenden Umbauprogramm keine Zahlen, sagte ein Sprecher.

Der Internet-Pionier AOL streicht rund 500 Stellen bei seiner verlustbringenden Tochter Patch, die sich auf lokale Nachrichten spezialisiert hat. In einer Mitteilung an die Börsenaufsicht hieß es am Freitag, einige Patch-Seiten würden geschlossen, für andere suche man Partner. Durch den Schritt werde die Zahl der Mitarbeiter bei AOL von zuletzt 5600 um etwa zehn Prozent sinken. AOL versucht seit langem, das Unternehmen zu einem Medien- und Unterhaltungskonzern umzubauen. Dabei setzt AOL auch auf Patch. Dort sind lokale Internet-Nachbarschaftsseiten von zahlreichen Orten quer durch die USA gebündelt. Die schnell wachsende Sparte hat den Angaben zufolge etwa 4,7 Millionen registrierte Nutzer.

Wegen einer schleppenden Nachfrage streicht der weltgrößte Netzwerkausrüster Cisco Systems 4000 Stellen. Dies entspreche fünf Prozent der Belegschaft, teilte der US-Konzern bei Bekanntgabe seiner Quartalsergebnisse am 14. August 2013 mit. Cisco-Chef John Chambers sprach zwar von einer langsamen und stetigen Verbesserung der Geschäfte. “Es läuft jedoch noch nicht in dem Tempo, dass wir gerne hätten.” Ungeachtet eines guten Geschäftes in den USA belasteten eine Schwäche in Asien und gemischte Ergebnisse in Europa den Konzern. Der Sparkurs werde daher vorangetrieben. Die Stellen will Cisco in Japan, China und Europa entsprechend der dortigen Umsatzschwäche abbauen.

Kurz nach der Übernahme des Ketchupherstellers H.J. Heinz durch Warren Buffett und den Finanzinvestor 3G Capital fallen 600 Jobs weg. Die Stellenstreichungen treffen die Beschäftigten in der Verwaltung in den USA und Kanada, wobei der Großteil auf den Stammsitz in Pittsburgh entfällt, wie ein Firmensprecher am späten Dienstag (Ortszeit) erklärte. Buffetts Investmentholding Berkshire Hathaway und 3G Capital hatten die 23 Milliarden Dollar (17 Mrd. Euro) schwere Übernahme von Heinz erst im Juni abgeschlossen und danach ein neues Management eingesetzt. An dessen Spitze steht der ehemalige Burger-King-Chef Bernardo Hess. Dieser hatte bereits bei der Fast-Food-Kette die Kosten drastisch gesenkt. Wie der Heinz-Sprecher weiter erklärte, verbleiben 800 Mitarbeiter in Pittsburgh und 6000 in ganz Nordamerika. Weltweit beschäftigte der Konzern Ende April knapp 32.000 Menschen.

Der Druckmaschinenhersteller Koenig & Bauer setzt nach erneuten Verlusten wieder den Rotstift bei der Belegschaft an. Wegen der schlechten Aussichten für das Geschäft mit Zeitungsdruckmaschinen seien “weitere Anpassungsmaßnahmen” unverzichtbar, teilte das Würzburger Unternehmen am 09. August mit. Wie viele Jobs wegfallen sollen, wollte ein Sprecher nicht sagen. Die Gespräche mit Belegschaftsvertretern liefen, Ergebnisse seien im Herbst oder bis Jahresende zu erwarten. Koenig & Bauer hatte in den vergangenen vier Jahren bereits mehr als 2000 Stellen gestrichen; derzeit arbeiten noch gut 6100 Menschen für den Konzern. Die Neuigkeiten kamen an der Börse nicht gut an: Der Kurs sank am Morgen um mehr als drei Prozent.

Air France will mit zusätzlichem Stellenabbau die Krise bekämpfen. Dazu sollen bei der französischen Lufthansa-Konkurrentin nach Gewerkschaftsangaben bis zu 2600 Arbeitsplätze zusätzlich wegfallen. Der Arbeitsplatzabbau solle mit Hilfe von Sozialplänen realisiert werden, die Mitarbeitern ein freiwilliges Ausscheiden aus dem Unternehmen anbieten. Im Zuge des laufenden Programms „Transform 2015“ schrumpft die Belegschaft bei Air France bereits um rund 5100 Stellen.

MAN steht nach einem schwachen ersten Halbjahr weiter auf der Kostenbremse: Ein Personalabbau gehe in der Nutzfahrzeugsparte und im Geschäftsfeld “Diesel & Turbo” weiter. Konkrete Zahlen gibt es aber noch nicht. Beim Lastwagen- und Maschinenbauer setze man allerdings auf natürlich Fluktuation. In der Busproduktion in Plauen und in der Gießerei und Montage von Großmotoren in Augsburg ist derzeit Kurzarbeit angesetzt. Doch MAN ist optimistisch: Entwickle sich der Auftragseingang weiter so stark wie zuletzt im Juli, könne die Kurzarbeit wieder abgemildert werden, heißt es.

Der schwäbische Technologiekonzern BOSCH will Stellen im Werk Hildesheim abbauen. Das berichtet die Automobilwoche. Wie viele der rund 3500 Arbeitsplätze wegfallen, stehe noch nicht fest, so ein Sprecher gegenüber dem Blatt. In Hildesheim werden Start-Stopp-Systeme und Generatoren für die Automobilproduktion gefertigt. Im Frühjahr zückte Bosch-Chef Volkmar Denner schon einmal den Rotstift. Die Solartochter Solar Energy AG wird dicht gemacht, der Konzern sucht nach einem Käufer. 3000 Mitarbeiter sind betroffen, 1800 davon am Standort Arnstadt. Die Produktion läuft dort noch bis Ende 2013, findet sich bis dahin kein Investor, werden sich die Bosch-Angestellten einen neuen Job suchen müssen.

Die anhaltende Krise im Euroraum und neue Regeln der Aufseher zwingen Europas Banken zum Sparen. In Deutschland will jedes dritte Institut (32 Prozent) in den kommenden Monaten Personal abbauen – vor allem in der Verwaltung, aber auch im Geschäft mit Privat- und Firmenkunden. Das ist ein Ergebnis des „Bankenbarometers“ der Prüfungsgesellschaft Ernst & Young (EY).

Der Softwarehersteller Symantec will seine Belegschaft bis Anfang 2014 offenbar um acht Prozent verkleinern. Von den bisher 21.500 Mitarbeitern des US-amerikanischen Unternehmens sollen 1.700 entlassen werden. Davon betroffen seien soll vor allem das Management. Das meldet das Blog AllThingsD und beruft sich dabei auf nicht näher genannte Quellen, die mit den Plänen der Firma vertraut seien.

SMA Solar zollt der Solarkrise Tribut und streicht weitere Jobs. Der Wechselrichterproduzent kündigte am Mittwoch an, bis Ende kommenden Jahres in Deutschland schrittweise 700 Vollzeitstellen abzubauen. Dies entspreche rund 800 Mitarbeitern, da auch Teilzeitkräfte betroffen seien. Ende 2014 werde SMA Solar hierzulande noch über 3000 Vollzeitstellen verfügen.

Die Krise der Solarbranche hat den lange erfolgsverwöhnten Konzern inzwischen fest im Griff. Daher hatte Vorstandschef Pierre-Pascal Urbon bereits im Herbst vergangenen Jahres in einem ersten Schritt etwa 500 Arbeitsplätze gestrichen und den Einsatz von 600 Zeitarbeitern beendet. Urbon kündigte für das zweite Quartal einen erneuten Umsatzeinbruch an. Demnach erwartet er Erlöse von 240 bis 280 Millionen Euro nach 429 Millionen Euro vor Jahresfrist. Nach einem Gewinnrückgang 2012 schließt er zudem für das laufenden Jahr einen Verlust nicht aus.

Nach verlorenen Aufträgen will die Bahntochter Regio Südost wohl 900 Stellen abbauen, 700 davon sollen in Werkstätten, bei Lokführern und Zugbegleitern wegfallen. Die restlichen Arbeitsplätze werden in der Verwaltung gestrichen. Allerdings sollen die Mitarbeiter im Unternehmen bleiben, dort aber andere Arbeitsplatze bekommen – einige werden auch über Altersteilzeit und Übernahmen durch Konkurrenten ausscheiden.

Der Autobauer Daimler wird im Berliner Transporter-Werk Ludwigsfelde rund 200 Stellen streichen. Es werde keine betriebsbedingten Kündigungen geben, sagte eine Sprecherin. Die im Zuge der Produktionseinstellung des Transporters Vario überflüssig werdenden Mitarbeiter sollen künftig entweder bei der Montage des Lieferwagens Sprinter zum Einsatz kommen oder mit Abfindungen freiwillig ausscheiden. Auch Altersteilzeit-Vereinbarungen seien möglich. Daimler beschäftigte in Ludwigsfelde südlich von Berlin zuletzt knapp 2100 Mitarbeiter. Die Schwaben haben schon längerer Zeit entschieden, den in die Jahre gekommenen Transporter Vario nicht weiter zu produzieren. Statt dessen setzen die Stuttgarter auf den Transporter Sprinter.

Die Commerzbank und der Betriebsrat haben bei den Verhandlungen über den geplanten Stellenabbau nach „Handelsblatt“-Informationen eine Einigung erzielt. Konzernweit sollen mehr als 5000 der zuletzt rund 54.000 Stellen wegfallen, berichtete das Blatt (Dienstagsausgabe) unter Berufung auf zwei Personen, die mit den Gesprächen zwischen dem Vorstand und den Arbeitnehmervertretern vertraut seien. Die Einigung sei so gut wie unter Dach und Fach. Auf Anfrage kommentierte die Bank den Bericht am Dienstag nicht. Im Januar hatte das Institut den Abbau von 4000 bis 6000 Vollzeitstellen angekündigt.

Der französische Industriegase-Hersteller Air Liquide will im Zuge eines Konzernumbaus in Deutschland 131 Arbeitsplätze streichen. Vorgesehen sei dies bis zum Jahresende an verschiedenen Standorten, sagte der Deutschlandchef des Rivalen des Münchener Linde -Konzerns, Thomas Pfützenreuter, der “Rheinischen Post”. Wenn nötig, werde der Stellenabbau komplett durch betriebsbedingte Kündigungen geschehen. Nach Angaben der Zeitung ist jede zwölfte Stelle in Deutschland betroffen. Über den Umfang des Stellenabbaus an den einzelnen Standorten werde derzeit noch mit den Betriebsräten verhandelt, sagte eine Vertreterin der Gewerkschaft IG BCE dem Blatt. Air Liquide hat in Deutschland 1600 Mitarbeiter, der Gesamtkonzern beschäftigt hierzulande 4000 Mitarbeiter.

Der Konzern Siemens will in seinem größten Sektor Energie nach einem Zeitungsbericht in den nächsten Jahren 1000 Arbeitsplätze abbauen. Offenbar sollen zunächst rund 340 Stellen an den Standorten Erlangen und Offenbach in der Geschäftseinheit “Schlüsselfertige Kraftwerke” gestrichen werden. Mittelfristig wolle der Konzern in der selben Geschäftseinheit weitere 650 Arbeitsplätze an den beiden Standorten abbauen und stattdessen neue in Korea schaffen. Siemens reagiere damit auf die verschlechterte Auftragslage in Europa.

Einst galt der amerikanische Spiele-Entwickler Zynga als Zukunft der Games-Branche. Online-Titel wie „Cityville“ und „Farmville“ oder Smartphone-Hits wie „Words with Friends“ sorgten für einen steilen Aufstieg. Doch das Glück scheint Zynga verlassen zu haben: Das Unternehmen entlässt rund 520 Mitarbeiter – das entspricht jedem fünften Job. Mehrere Standorte werden komplett geschlossen. Das soll jährlich 70 bis 80 Millionen Dollar einsparen helfen.

Der Automobilzulieferer Benteler streicht weltweit 1800 der 22.000 Stellen in der Autosparte. Rund 500 davon werden vermutlich am deutschen Stammsitz in Paderborn wegfallen. Benteler erzielte 2012 einen Umsatz von 7,5 Milliarden Euro, im Kerngeschäft mit Achsen und Karosserieteilen waren es 5,9 Milliarden Euro. Das Unternehmen hat wichtige Umstrukturierungen zu lange herausgezögert, jetzt bleibt nur noch der Personalabbau.

In der Auto- und Industrie-Sparte von Panasonic sollen binnen drei Jahren rund 5000 Jobs dem Rotstift zum Opfer fallen. Das sind knapp fünf Prozent aller 110.000 Arbeitsplätze in diesem Bereich. Die Kürzungen seien Teil der Strategie, die Rentabilität zu steigern, hieß es. Panasonic will die operative Gewinnmarge in den kommenden drei Jahren auf mindestens fünf Prozent verbessern. Das Unternehmen beschäftigt momentan mehr als 300.000 Menschen, hat in den vergangenen beiden Jahren bereits rund 40.000 Jobs gestrichen. Kurzfristig kostet die Umstrukturierung viel Geld. Panasonic plant umgerechnet rund zwei Milliarden Euro für den Umbau ein. Dazu will der Konzern das defizitäre Geschäft mit Flachbildschirmen abstoßen und sich auf profitablere Sparten wie die Zulieferung für die Auto-Branche konzentrieren. Auch die Medizintechnik steht zum Verkauf. Die Abbaupläne stehen im Kontrast zu einer Regierungsinitiative, die Arbeitslosigkeit in der zweitgrößten Volkswirtschaft Asiens zu reduzieren.

Die Kölner Privatbank Sal. Oppenheim streicht mehr als ein Drittel der Arbeitsplätze. Insgesamt fallen rund 330 der zuletzt noch 870 Vollzeitstellen weg, wie die Deutsche-Bank-Tochter nach monatelangen Verhandlungen mit dem Betriebsrat mitteilte. Der Abbau solle sozialverträglich und möglichst ohne betriebsbedingte Kündigungen vonstatten gehen und bis Ende 2014 abgeschlossen sein. Betroffen seien vor allem Verwaltungs- und IT-Einheiten. Vier Niederlassungen in Deutschland werden geschlossen.

Die grün-rote Regierung in Baden-Württemberg will das Personal in der Landesverwaltung weiter reduzieren. Nach Informationen der “Stuttgarter Zeitung” stehen in der Landesverwaltung 5000 Stellen zur Disposition – zusätzlich zu den 11 .600 Lehrerstellen, die eingespart werden müssen. Nach Berechnungen des Finanzministeriums brächten die Stellenstreichungen einen Gesamteinsparbetrag von 236 Millionen Euro. Kürzungen plant Finanzminister Nils Schmid (SPD) auch durch eine Zentralisierung der Informations- und Kommunikationstechnik, die in einem Landesbetrieb zusammengefasst werden soll. Im Etat klafft derzeit eine strukturelle Deckungslücke von 2,5 Milliarden Euro.

Aixtron will mindestens jede fünfte Stelle in Deutschland streichen. Der Chipanlagenbauer beschäftigt weltweit über 900 Mitarbeiter, 550 davon in Deutschland. Ziel seien etwa 400, erklärte ein Sprecher. Aixtron produziert Anlagen zur Herstellung von Leuchtdioden (LED), die in der Unterhaltungselektronik, Automobilindustrie und auch im privaten Gebrauch auf dem Vormarsch sind. Die Firma wie auch US-Konkurrent Veeco warten allerdings auf den nächsten Investitionszyklus und ächzen seit etwa einem Jahr unter Nachfrageschwund. 2012 sackte der Auftragseingang um 74 Prozent ab. Bei einem Umsatzeinbruch um 63 Prozent auf 227,8 Millionen Euro stand operativ ein Minus von 132,3 Millionen Euro. Netto fiel ein Verlust von 145,4 Millionen Euro an nach einem Gewinn von 79,5 Millionen Euro. Auch wenn der größte Teil der Verluste auf Wertberichtigungen beruht, hatte Firmenchef Martin Goetzeler zuletzt wenig Hoffnung auf rasche Besserung gemacht.

Der angeschlagene ThyssenKrupp-Konzern verschärft sein Sparprogramm und will 3000 Stellen in der Verwaltung streichen. Weltweit werde damit in den kommenden Monaten jeder fünfte Arbeitsplatz in der Verwaltung wegfallen, teilte ThyssenKrupp am Mittwoch mit. In Deutschland sollen 1500 Jobs gestrichen werden. Schwerpunkt der Stellenstreichungen soll die Essener Hauptverwaltung des Konzerns sein. Auf betriebsbedingte Kündigungen solle verzichtet werden.

Europas größter Reisekonzern TUI will unter seinem neuen Vorstandschef Friedrich Joussen (im Bild) die Kosten deutlich senken. Das Programm „OneTui“ soll dem Konzern durch Verringerung der Personal- und Sachkosten im Geschäftsjahr 2014/2015 das Erreichen eines operativen Ergebnisses von rund einer Milliarde Euro ermöglichen.

Tui-Chef Joussen erklärte am 15. Mai, die Zahl der Arbeitsplätze in der Tui AG-Konzernzentrale in Hannover werde von zur Zeit 186 auf unter 100 sinken. Ziel sei eine Senkung der Kosten von rund 73 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2011/2012 auf mittelfristig 45 Millionen Euro.

Wie der Spiegel berichtet, plant der Axel-Springer-Verlag Einsparungen in Höhe von 20 Millionen Euro. Deshalb solle es massive Einschnitte bei dem Boulevardblatt “Bild” geben. Angeblich seien bis zu 200 Stellen bei der “Bild”-Gruppe von der Streichung bedroht.

Der finnische Edelstahlkonzern Outokumpu treibt nach der Übernahme der ThyssenKrupp-Edelstahltochter den Abbau Hunderter Jobs in Deutschland voran. Allein in diesem Jahr sollen weltweit bis zu 770 Stellen gestrichen werden, davon bis zu 570 in Deutschland, teilte der Konzern am Donnerstag mit. Bis 2017 legt Vorstandschef Mika Seitovirta weltweit die Axt an bis zu 2500 Jobs an. Betroffen sind auch Werke in Finnland und Schweden. Er wolle den Konzern damit zurück in Gewinnzone führen, sagte Seitovirta. Im ersten Quartal schrieb Outokumpu einen Verlust von 152 Millionen Euro nach einem Gewinn zwölf Millionen im Vorjahreszeitraum. Der Hersteller steht wegen der schwachen Nachfrage nach Edelstahl unter Druck.

Der weltgrößte Chemiekonzern BASF will sein Spezialchemiegeschäft Performance Products wettbewerbsfähiger machen und rund 500 Stellen in dieser Sparte streichen. Der Abbau soll bis 2015 erfolgen und vor allem den Standort Basel betreffen, wie das Unternehmen am Dienstag in Ludwigshafen mitteilte. Die Pläne sehen vor, die Bereiche mit Kunststoffadditiven, Pigmenten, Wasser-, Leder- und Textilchemikalien neu auszurichten. Weitere Maßnahmen stünden noch auf dem Prüfstand. Im Segment Performance Products bündelt BASF auch noch die Inhaltsstoffe für Körperpflege und Pharmazeutika.

Das Unternehmen hatte im Februar dieses Jahres bereits die Streichung von 2000 Stellen in seinem europäischen Stahlgeschäft angekündigt. ThyssenKrupp hat nach erneuten Abschreibungen auf seine Stahlwerke in Übersee tiefrote Zahlen geschrieben. Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2012/13 (per Ende September) betrage der Verlust nach Anteilen Dritter 656 Millionen Euro. Nach den bisherigen Verkaufsgesprächen seien für die Werke in Brasilien und den USA Abschreibungen in Höhe von 683 Millionen Euro fällig geworden. Die Werke sollten “zeitnah” verkauft werden, bekräftigte der Konzern.

 

Der WestLB-Nachfolger Portigon baut einem Zeitungsbericht zufolge innerhalb der nächsten drei Jahre 2450 Stellen ab. Allein im laufenden Jahr streiche das dem Land NRW gehörende Unternehmen mehr als 1000 Arbeitsplätze und gliedere weitere 500 Stellen in eine Tochtergesellschaft aus, berichtete die “Rheinische Post” unter Berufung auf einen Portigon-Sprecher. 600 Mitarbeiter sollten zudem im Laufe des Jahres Abfindungsangebote erhalten. Betriebsbedingte Kündigungen seien nicht ausgeschlossen. Der Vorstand habe dies in einer internen Veranstaltung bekanntgegeben. Bis 2016 soll demnach die Zahl der Mitarbeiter auf 150 sinken von rund 2600 Ende 2012. Damit wäre der Stellenabbau deutlich größer als von Vorstandschef Dietrich Voigtländer im Dezember angekündigt.

Portigon ist Rechtsnachfolger der WestLB. Die einst größte deutsche Landesbank wurde nach einer langen Kette von Skandalen, Fehlspekulationen und Rangeleien um öffentliche Garantien und Finanzspritzen auf Druck der EU-Kommission zerschlagen.

Der Mobilfunkriese Vodafone will in Deutschland bis 2015 rund 500 Stellen abbauen. Teile der Informationstechnologie verlagere der Konzern nach Indien, Teile der Netzwerküberwachung gingen nach Rumänien. Vodafone begründete den Schritt unter anderem mit dem preisaggressiven Wettbewerb in der Branche und hohen Investitionen. Zudem plant das Unternehmen, die Kundenbetreuung in eine Service-Gesellschaft auszugründen, um Einstiegsgehälter für Beschäftigte zu senken. „Wir bezahlen Gehälter und Löhne, die deutlich über dem Marktniveau liegen“, sagte ein Vodafone-Sprecher. Niedrigere Löhne bekommen aber nur neue Mitarbeiter. Bei Vodafone Deutschland arbeiten derzeit 11 000 Menschen.

Der Auto- und Industriezulieferer Schaeffler plant nach Gewerkschaftsangaben einen drastischen Stellenabbau in FAG-Werk in Wuppertal. 750 der 1500 Beschäftigen könnten den Arbeitsplatz verlieren, erklärte die Gewerkschaft IG Metall. In Wuppertal stellt Schaeffler Wälzlager her, die insbesondere bei Windkraftanlagen eingesetzt werden. Die Windkraftbranche leidet unter den eingestampften staatlichen Zuschüsse für erneuerbare Energien, der stagnierenden Weltwirtschaft und Überkapazitäten. Weltweit beschäftigt Schaeffler rund 76.000 Mitarbeiter.

Auf dem Weg zu höheren Renditen streicht Siemens in seinem Industriesektor weltweit mehr als 4000 Stellen. Der größte Teil davon fällt im Vertrieb weg, rund 1700 Beschäftigte müssen sich dort eine andere Arbeit suchen, wie Spartenchef Siegfried Russwurm am 11. April verkündete. Um rund 500 Stellen muss die Zentralverwaltung schrumpfen, ebenso viele Mitarbeiter trifft es im Getriebegeschäft. Durch Werksschließungen in Pakistan und Indien spart Russwurm nochmals über 300 Stellen ein. In den Industrie-Geschäftsfeldern, die Siemens aufgibt, sind weitere 1000 Mitarbeiter betroffen. Zu den Bereichen gehören margenschwache Bereiche wie der Solarumrichterbau.

Die Pläne sind Teil des konzernweiten Sparprogramms, dass Konzernchef Peter Löscher ausgerufen hat, um die Siemens-Marge nach oben zu treiben. Er will sich allerdings nicht festlegen, wie viele Stellen insgesamt dem Profitplänen zum Opfer fallen sollen. Arbeitnehmervertreter rechnen inzwischen mit mehr als 10.000 Jobs.

Der Banknoten- und Chipkartenkonzern Giesecke & Devrient hat nach einem erneuten Gewinnrückgang den Abbau von 400 Arbeitsplätzen angekündigt. Rund 125 davon sollen am Firmensitz in München gestrichen werden, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Betroffen davon ist vor allem das Chipkartengeschäft. Dort sollen die Kosten durch das Sparprogramm um 60 Millionen Euro jährlich verringert werden.

Im vergangenen Jahr ging der Gewinn des Konzerns um 26 Prozent auf 39 Millionen Euro zurück. Der Umsatz legte vor allem dank eines deutlichen Wachstums im Banknotengeschäft um knapp zehn Prozent auf 1,8 Milliarden Euro zu. Weltweit beschäftigt Giesecke & Devrient rund 11.200 Mitarbeiter.

Beim angeschlagenen Industrienähmaschinenhersteller Pfaff müssen bis zu 60 der rund 250 Mitarbeiter gehen. Für 160 Beschäftigte gibt es eine Arbeitsplatzgarantie, die zunächst drei Jahre gilt. Das sieht ein Sozialplan vor, auf den sich Geschäftsleitung und Betriebsrat verständigt haben. Einen entsprechenden Bericht des Südwestrundfunks (SWR) bestätigte der Betriebsratsvorsitzende der Pfaff Industriesysteme und Maschinen AG, Wolfgang Gunkelmann. Der Betriebsrat geht davon aus, dass die ersten Kündigungen Ende April verschickt werden. Die Betroffenen können dann ab Mai in eine Transfergesellschaft wechseln. Dort würden sie fortgebildet.

In den nächsten drei Jahren will der angeschlagene niederländische Logistikkonzern TNT Express 4000 Arbeitsplätze streichen. Bei TNT Express arbeiten weltweit knapp 69.000 Menschen. Der Konzern will sich außerdem noch 2013 von seinem Inlandsgeschäft in China und Brasilien trennen. Bis zum Jahr 2015 sollen so 220 Millionen Euro eingespart werden. Allein die Reorganisierung werde rund 150 Millionen Euro kosten.

Für die Bussparte von Daimler lief es zuletzt schlecht: Deshalb sollen jetzt Hunderte Mitarbeiter gehen. „Harte Einschnitte wie beim Personalabbau gehören dazu“, sagte der Chef der Daimler-Bussparte, Hartmut Schick, am Dienstag in Stuttgart mit Blick auf ein laufendes Effizienzprogramm. Vor gut einem Jahr hatte er den Abbau von rund 650 Stellen bekanntgegeben. Zwei Drittel davon seien bereits weggefallen. „Wir kommen gut voran“, sagte Schick. Die restlichen Mitarbeiter sollen bis Ende des Jahres vor allem über Regelungen zur Altersteilzeit gehen. Von den Sparplänen betroffen sind Schick zufolge die Standorte Mannheim und Ulm/Neu-Ulm.

2013 stellt sich die Hypovereinsbank auf unruhige Zeiten ein. Die Bank mit gut 19.000 Mitarbeitern will die Segmente für normale Privatkunden und reiche Klienten zusammengelegen. Zudem sollen rund 35 Filialen geschlossen werden, weil immer mehr Kunden ihre Bankgeschäfte im Internet erledigen. Im Rahmen des Umbaus werden bei der HVB rund 1000 Stellen wegfallen. Da die Bank in anderen Bereichen parallel 200 bis 300 neue Mitarbeiter einstellt, wird es unter dem Strich etwa 800 Stellen weniger geben.

 

Mit einem Spar- und Effizienzprogramm sollen in der Lkw-Sparte des Autobauers Daimler 1,6 Milliarden Euro bis Ende 2014 gespart werden. Bereits zum Jahresbeginn hatte der Konzern angekündigt, dafür in dem Geschäftsbereich bis zu 2100 Stellen zu streichen. Dank neuer Aufträge in den USA könnten es nun aber „etwas weniger“ werden. Derweil ist in der Pkw-Sparte noch keine Entscheidung über einen Stellenabbau gefallen. Einen unbestätigter Bericht des „Manager Magazins“ besagt, der Autohersteller streiche mehr als 1000 Stellen in der Sparte.

Google will weitere 1200 Stellen bei seiner Smartphone-Tochter Motorola Mobility streichen. Das entspricht zehn Prozent der Belegschaft, wie Google am 8. März bestätigte. “Wir setzten die Einsparungen fort, die wir im Sommer angekündigt haben”, erklärte eine Google-Sprecherin. Die Kürzungen kommen zusätzlich zu dem im August bekanntgegebenen Abbau von 4000 Arbeitsplätzen bei der Konzern-Tochter, die Google im vergangenen Jahr für 12,5 Milliarden Dollar übernommen hat. Ziel ist es, Motorola Mobility wieder in die Gewinnzone zu bringen. Laut “Wall Street Journal” sind von den neuen Streichungen Beschäftigte in den USA, China und Indien betroffen.

Der zahlungsunfähige Leuchtenhersteller HESS AG setzt 50 seiner 380 Mitarbeiter vor die Tür. Rund die Hälfte der Kündigungen entfalle auf den kaufmännischen Bereich. Nachdem die ursprünglichen Unternehmensplanungen nicht mehr zu erreichen seien, müsse Personal abgebaut werden. “Es war einfach deutlich mehr Umsatz eingeplant”, sagte der Sprecher. Die Hoffnungen ruhten nun auf Investorengesprächen, die der Insolvenzverwalter Volker Grub und der neue Alleinvorstand Andreas Budde mit Finanzinvestoren und strategischen Interessenten vereinbart hätten.

Hess hatte Mitte Februar – knapp vier Monate nach dem Börsengang im Herbst vergangenen Jahres – Insolvenz angemeldet. Drei Wochen zuvor waren der langjährige Vorstandschef und Familienaktionär sowie Finanzchef Peter Ziegler vom Aufsichtsrat wegen möglicherweise seit 2011 geschönter Bilanzen geschasst worden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die beiden Ex-Vorstände sowie weitere Manager wegen des Verdachts der Bilanzmanipulation, Kapitalanlagebetrugs sowie verschiedener Insolvenz-Delikte.

Der Energiekonzern Vattenfall will 2500 Arbeitsplätze bis Ende 2014 abbauen, davon 1500 in Deutschland. Dafür zahlen wir seine Energiekosten – unzwar wir privat. Das kündigte das Unternehmen in Berlin an. Damit werde der Konsolidierungskurs zur weiteren Kostensenkung fortgesetzt, hieß es. Vattenfall wolle 360 Millionen Euro in diesem Jahr und 180 Millionen Euro im nächsten Jahr einsparen. „Die Welt hat sich verändert und wir haben unsere Strategie an die neue Realität angepasst“, stellt Vorstandschef Øystein Løseth fest. Das Unternehmen erwarte „auch weiterhin erschwerte Marktbedingungen, eine durch die ökonomische Rezession bedingte schwache Nachfrage sowie in der absehbaren Zukunft gleichbleibend niedrige Großhandelsstrompreise und Margen“.

 

Bis Ende 2014 will die US-Bank JPMorgan Chase bis zu 19.000 Stellen streichen. Die geplanten Kürzungen treffen vor allem die Beschäftigen im Geschäft mit Immobilienkrediten. In dieser Sparte sollen 13.000 bis 15.000 Jobs wegfallen. Im Privatkundengeschäft sollen 3000 bis 4000 Mitarbeiter bis Ende 2014 gehen.

Die Commerzbank will bis 2015 mehrere tausend Stellen streichen. Nun kommt der Vorstand dem Betriebsrat in den Verhandlungen entgegen: Bis Ende 2015 sollen zunächst nur 1800 Filialmitarbeiter gehen müssen, danach wolle man entscheiden, ob ein weiterer Abbau nötig ist. Zwischen Ende 2013 und 2014 soll es außerdem einen Entlassungsstopp geben. Grundsätzlich sollten Kündigungen „weitestgehend vermieden werden“

Der französische Getränke- und Lebensmittelriese Danone will in Europa rund 900 Stellen in Verwaltung und Management streichen. Der Abbau der Arbeitsplätze solle in einem Zeitraum von zwei Jahren und vor allem durch Abfindungsregelungen erfolgen, teilte das Unternehmen in Paris mit. Hintergrund der Pläne seien die sinkenden Umsätze auf dem Heimatkontinent. Trotzdem wies Danone am Dienstag einen um Sondereffekte bereinigten Gewinn für 2012 in Höhe von 1,82 Milliarden Euro aus. Er lag damit um 0,9 Prozent höher als im Vorjahr.

Der niederländische Finanzkonzern ING hat im vierten Quartal überraschend wenig Gewinn erwirtschaftet und baut nun weitere 2400 Stellen ab. Unter dem Strich lag das Ergebnis bei 1,434 Milliarden Euro, wie das Unternehmen mitteilte. Im Bankengeschäft lag der Gewinn vor Steuern bei 184 Millionen Euro, bei der Versicherungssparte waren es 272 Millionen Euro.

Die britische Großbank Barclays wird im laufenden Jahr mindestens 3700 Stellen abbauen. Wie das britische Finanzinstitut am Dienstagmorgen mitteilte, sollen 1800 Arbeitsplätze im Investmentbereich und 1900 im europäischen Privat- und Geschäftskundensegment wegfallen. Im Zusammenhang mit dem Abbau rechnet die Bank mit Kosten in Höhe von etwa 500 Millionen Pfund im ersten Quartal. Die Kürzungen sollen dazu beitragen, die jährlichen Ausgaben um 1,7 Milliarden Pfund zu senken.

Der bereinigte Vorsteuergewinn stieg im abgelaufenen Jahr um 26 Prozent auf knapp 7,05 Milliarden Pfund und lag damit leicht unter den durchschnittlichen Erwartungen von Analysten. Unbereinigt blieben vor Steuern nur 246 Millionen Pfund übrig.

 

Der japanische Computerkonzern Fujitsu schreibt tiefrote Zahlen und baut weltweit 5000 Stellen ab – auch in Deutschland. Die Europa-Tochter Fujitsu Technology Solutions (FTS) beschäftigt rund 13.000 Mitarbeiter und kündigte am Donnerstag einen Strategieschwenk an. “Wie viele der etwa 5500 Stellen in Deutschland betroffen sind, ist noch offen. Wir sprechen jetzt mit den Arbeitnehmervertretern“, sagte FTS-Vorstandschef Rod Vawdrey. “Wir können nicht ausschließen, dass die Restrukturierung auch das Werk in Augsburg betreffen, wo wir Server, Laptops und PCs bauen.“ In Augsburg sind etwa 1700 Mitarbeiter beschäftigt, in München 1300 und am ehemaligen Siemens-Nixdorf-Standort Paderborn 750.

Weltweit will der IT-Konzern Hewlett-Packard 29.000 Arbeitsplätze streichen. In Europa sollen bis Ende 2014 rund 8000 Stellen wegfallen. In einem ersten Schritt hatte HP im September in Deutschland 450 Stellen gestrichen. Das hat die WirtschaftsWoche von dem Unternehmen nahestehenden Personen erfahren. Jetzt steht fest, dass der Standort Rüsselsheim wird bis Ende 2013 geschlossen. 1100 Mitarbeiter sind betroffen, etwa 250 wechseln zu Partnern oder Großkunden. Hierzulande beschäftigt HP aktuell 10.400 Mitarbeiter – knapp zehn Prozent verlieren nun also ihren Job. Weltweit beschäftigt Hewlett Packard 349.000 Menschen. Im August 2012 verzeichnete der Hersteller von Computern und Druckern den größten Verlust in seiner 73-jährigen Unternehmensgeschichte.

Bei der Commerzbank nehmen die Pläne zum Jobabbau immer konkretere Formen an. Allein bei der Hypothekenbank Frankfurt – der früheren Eurohypo -, die jetzt abgewickelt wird, fallen bis Ende 2015 rund 500 Vollzeitstellen weg, jede zweite Stelle bei der Tochter. Ein Sprecher von Deutschlands zweitgrößtem Geldhaus bestätigte Informationen aus einem internen Papier an die Belegschaft. Besonders hart trifft es die Mitarbeiter im Inland, wo allein 350 Jobs gestrichen werden. “Betriebsbedingte Kündigungen sollen vermieden werden, sind aber nicht ausgeschlossen”, hieß es in der Mitteilung im Intranet der Bank.

Erst in der vergangenen Woche war bekanntgeworden, dass auch die Commerzbank ihre Belegschaft in den nächsten vier Jahren drastisch reduzieren wird.

 

Vorstandschef Martin Blessing von der Commerzbankarbeitet an einem Programm für Stellenstreichungen. Aus Betriebsratskreisen erfuhr die Presse bereits im vergangenen Jahr: “Wir rechnen Anfang 2013 fest mit einem weiteren Abbauprogramm”. Am Donnerstag (24. Januar) teilte die Commerzbank mit, dass sie in den kommenden Jahren 4000 bis 6000 Arbeitsplätze streichen will. “Die genaue Höhe des Abbaus wird in den Verhandlungen mit den Arbeitnehmergremien vereinbart“, sagte ein Sprecher. “Die Verhandlungen starten voraussichtlich im Februar.“ Nach einem internen Dokument des Instituts, das der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX und der Deutschen Presse-Agentur (dpa) vorliegt, hat sich bereits am Mittwoch (23. Januar) der Gesamtbetriebsrat getroffen. Zudem geht aus den Unterlagen hervor, dass sich der Stellenabbau auf alle Bereiche der Bank weltweit – außer den beiden Töchtern Bre Bank in Polen und der Onlinebank Comdirect – bezieht.

Das “Wall Street Journal Deutschland” berichtete bereits Mitte Januar unter Berufung auf drei Insider, die Commerzbank wolle in Deutschland zwischen 5000 und 6500 Jobs abbauen. Auch im September 2012 kursierten bereits entsprechende Gerüchte, die die Bank jedoch nie kommentieren wollte. Die Commerzbank hat bereits nach der Fusion mit der Dresdner Bank 2008 den Wegfall von 9000 Stellen beschlossen. Zuletzt beschäftigte der Konzern rund 56.000 Mitarbeiter.

Die Allianz Bank gibt das Bankgeschäft über die eigenen Versicherungsvertreter auf. Die nach dem Verkauf der Dresdner Bank an die Commerzbank gegründete Allianz Bank werde zum 30. Juni geschlossen, 450 Arbeitsplätze fielen bundesweit weg, teilte die Allianz-Tochter Oldenburgische Landesbank (OLB) am 24. Januar mit. Bei der OLB war die Allianz Bank angedockt worden. Der Versicherungskonzern wollte über sie Bankprodukte über sein Vertreternetz vertreiben, doch viele zogen nicht mit. Die Abwicklungskosten werden von der Allianz Deutschland getragen, die auch die Anlaufverluste der Allianz Bank übernommen hatte.

Ein Sprecher sagte, die Allianz Bank habe den Konzern seit der Gründung vor vier Jahren rund 400 Millionen Euro gekostet. Länger laufende Produkte würden fortgeführt, für Konten und Kreditkarten müssten sich die rund 600.000 Allianz-Bank-Kunden aber eine neue Bankverbindung suchen, sagte der Sprecher. Die im Nordwesten Deutschlands tätige OLB selbst sei von der Schließung unberührt.

Die Deutsche Telekom will einem Medienbericht zufolge bis zu 1200 Stellen in Deutschland abbauen. Die Einschnitte sollten beim Overhead, den Querschnittsfunktionen wie Marketing, Steuerung, Controlling und Verwaltung, erfolgen, meldete das “Handelsblatt” unter Berufung auf unternehmensnahe Kreise. Der Jobabbau solle zum 30. Juni abgeschlossen sein und jährlich Einsparungen von rund 100 Millionen Euro bringen. Parallel werden bis 2015 rund 40 Prozent der derzeit 3200 Vollzeitstellen in der Bonner Konzernzentrale abgebaut.

Der unter Druck stehende finnische Handypionier Nokia streicht im Rahmen seiner angekündigten Restrukturierung mehr als tausend IT-Stellen. 820 Jobs sollen im Zuge der Sparmaßnahme an die Unternehmen HCL Technologies und Tata Consultancy Services übergehen, wie Nokia am 17. Januar mitteilte. 300 Stellen würden insgesamt ganz wegfallen, die meisten davon in Finnland. Nokia hatte bereits Anfang 2011 angekündigt, massiv Stellen abzubauen. Mittlerweile summiert sich die Zahl der geplanten Streichungen auf 50.000. Der Abbau soll im Kampf gegen die mächtige Konkurrenz von Apple und Samsung helfen. An die Rivalen verloren die Finnen die Weltmarktführerschaft im Handy-Markt, weil Nokia den Trend zu Smartphones anfangs verpasst hatte.

Die Absatzkrise auf dem PKW-Markt fordert seine Opfer: Der zweitgrößte französische Autobauer Renault will nun 7500 Stellen in Frankreich abbauen. Die Jobs sollen nach Angaben des Konzerns bis Ende 2016 gestrichen werden. 5700 Stellen sollten mit dem Ausscheiden von Mitarbeitern wegfallen.

Die Fluggesellschaft Air Berlin verschärft ihr Sparprogramm “Turbine 2013″ und will 900 Arbeitsplätze bis Ende 2014 abbauen. Ziel sei es, in diesem und im nächsten Jahr insgesamt rund 400 Millionen Euro einzusparen. Die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft will dies unter anderem erreichen, indem sie Strecken streicht und Flugzeuge verkauft. Derzeit beschäftigt das Unternehmen etwa 9300 Menschen.

Der weltgrößte Kugellagerhersteller SKF streicht 2500 Stellen. Der schwedische Rivale des fränkischen Zulieferers Schaeffler leidet unter den Folgen der Finanz- und Schuldenkrise, vor allem der europäische Automarkt ist 2012 stark eingebrochen. Der Abbau von weltweit rund fünf Prozent der etwa 46.000 Arbeitsplätze solle dazu beitragen, die Kosten bis Ende 2015 um rund 350 Millionen Euro zu senken. Der nun verkündete Jobabbau soll vorwiegend über Vorruhestands- und freiwillige Abfindungsregelungen erfolgen. Zudem sollen Teile der Produktion von West- nach Osteuropa und nach Asien und Lateinamerika verlagert werden. SKF gilt wegen des Einsatzes seiner Produkte in den verschiedensten Bereichen – etwa bei Erneuerbaren Energien oder Waschmaschinen – als Konjunktur-Barometer für die Industrie.

Angesichts drastisch sinkender Verkaufszahlen in Europa will Ford etliche hundert Stellen in der Region abbauen. Als Teil größerer Umstrukturierungen sei daher für betroffene Angestellte in Deutschland, Großbritannien und dem restlichen Europa ein Abfindungsprogramm aufgelegt worden, teilte der Autobauer mit. Von den Kürzungen seien auch befristete Arbeitsverhältnisse und einige ausgegliederte Dienstleistungen betroffen.

Zusätzlich denkt Ford als weitere Kostenbremse über Werksschließungen nach. So hat das Unternehmen unlängst erklärt, dass die mit Schließungen, Neuverhandlungen von Tarifverträgen sowie tausendfachen Entlassungen in Nordamerika auch als Modell für Europa dienen könnten. Dabei hatte Ford erst Anfang September angekündigt, mit 15 neuen Modellen innerhalb der nächsten fünf Jahre neue Marktanteile in Europa gewinnen zu wollen.

Deutschlands größtes Geldhaus Deutsche Bank reagiert mit harten Einschnitten auf die Krise: 1900 Stellen sollen gestrichen werden. Die Bank wolle drei Milliarden Euro einsparen, der Stellenabbau solle 350 Millionen Euro dazu beitragen. Allein im Investmentbanking sollen 1500 Arbeitsplätze wegfallen. Ein Bericht der “Süddeutschen Zeitung” bringt neue Details auf den Tisch: Demnach sollen in Deutschland mehr als 500 Jobs gestrichen werden. Entgegen den Erwartungen würden die beiden neuen Vorstandschefs Anshu Jain und Jürgen Fitschen den Rotstift beim Personal nicht vorrangig im Ausland, sondern auch am Heimatmarkt ansetzen, schreibt das Blatt in seiner Freitagsausgabe. In einem ersten Schritt sollen in den Zentralen der Tochter Postbank in Bonn und der Deutschen Bank in Frankfurt 543 Stellen wegfallen. 20 Prozent davon sollen in der Frankfurter Zentrale gestrichen werden, 80 Prozent in Bonn.

Wegen des hohen Preisdrucks durch asiatische Papiermaschinenhersteller streicht der weltweite Marktführer Voith in Deutschland und Österreich 670 Jobs. Auf betriebsbedingte Kündigungen soll möglichst verzichtet werden, wenn würden sie frühestens ab Ende kommenden Jahres wirksam. Damit steht zum zweiten Mal binnen vier Jahren ein Stellenabbau in Deutschland an. Ursprünglich wollte Voith sogar 710 Stellen streichen. Voith-Chef Hubert Lienhard sagte, man habe angesichts der günstiger produzierenden asiatischen Wettbewerber ein Preisproblem : “Mit einem Export aus Deutschland nach China können wir dort nicht am Wettbewerb teilnehmen.” Voith setzte im vergangenen Geschäftsjahr 5,6 Milliarden Euro um und beschäftigt weltweit 40.700 Mitarbeiter.

Philips streicht bis 2014 insgesamt 2200 Stellen. Vorstandschef Frans van Houten will innerhalb der nächsten zwei Jahre 1,1 Milliarden Euro und damit 300 Millionen Euro jährlich zusätzlich einsparen. Als Folge sollen rund 6700 Stellen statt der zuvor geplanten 4.500 gestrichen werden. Von dem Stellenabbau sind die Bereiche Gesundheitswesen und die Lichtsparte von Philips betroffen. Dort habe der Konzern noch Einsparpotenziale ausgemacht. An den Umsatz- und Gewinnzielen für 2013 hielt der Manager fest.

Der Darmstädter Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck baut im Zuge seines massiven Sparprogramms in Deutschland jede zehnte Stelle ab. Bis Ende 2015 will das Unternehmen rund 1.100 der aktuell 10.900 Arbeitsplätze in seinem Heimatmarkt streichen. Die Stellen sollen hauptsächlich über Freiwilligen- und Altersteilzeitprogramme abgebaut werden. Mit Ausnahme von noch zu prüfenden Standortschließungen solle es keine betriebsbedingten Kündigungen geben. Merck kündigte zudem an, am Firmensitz in Darmstadt und an seinen anderen deutschen Standorten in den nächsten zwei Jahren mindestens 250 Millionen Euro zu investieren.

Das Rüstungsunternehmen Rheinmetall Landsysteme will nach Informationen der Gewerkschaft IG Metall rund 320 von knapp 500 Stellen am Kieler Standort streichen. Auf einer Betriebsversammlung am 11. September solle die Belegschaft unterrichtet werden, sagte Peter Seeger von der IG-Metall Ende August. Einen näheren Zeitplan habe die Geschäftsführung bisher nicht vorgelegt. Auch am Standort Kassel drohe ein massiver Stellenabbau, erklärte die IG Metall. Rheinmetall Landsysteme ist als Tochtergesellschaft der Rheinmetall Defence Gruppe zuständig für die Entwicklung und Fertigung von gepanzerten Kettenfahrzeugen sowie Turmsystemen.

Wegen der anhaltend schwachen Nachfrage nach Windkraftgetrieben streicht Siemens bis 2016 bis zu 500 Stellen in der Getriebetechnik. Zudem wird das Geschäft umgebaut. Betroffen sind von den Maßnahmen Standorte in Bocholt, Herne, Mussum, Voerde und Vreden in Nordrhein-Westfalen und sowie die Siemens-Industriegetriebe GmbH im sächsischen Penig, wie der Konzern am Montag mitteilte.

Mecklenburg-Vorpommern gewährt den angeschlagenen P+S-Werften keine Rettungsbeihilfen mehr. Findet sich kein Investor, ist das letzte Kapitel für die 1948 gegründeten Werften geschrieben. 2000 Beschäftigte bangen um ihren Job. P+S zählt zu den zehn größten Arbeitgebern des Landes. Ministerpräsident Erwin Sellering erklärte, eine Erhöhung der von Land und Bund verbürgten Darlehen über die bereits gewährten 152 Millionen Euro hinaus sei rechtlich nicht möglich gewesen, die Insolvenz somit nicht zu vermeiden. Die Gruppe entstand 2010 durch Verschmelzung der beiden früheren Hegemann-Werften in Wolgast und Stralsund. 2009 waren die beiden Werften tief in die Krise gerutscht. Nach der Finanzkrise gaben Banken kaum noch Kredite für den Bau neuer Schiffe. Seit April 2011 hat die Werft kein Schiff mehr ausgeliefert, was die Zahlungsfähigkeit von P+S erheblich beeinträchtigt.

 

RWE und RWE power wird weitere 2400 Stellen streichen. Bereits bekannt war, dass der Energiekonzern in den nächsten Jahren mehr als 8000 seiner weltweit 72.000 Arbeitsplätze abbauen will. Etwa die Hälfte der von dem Abbau betroffenen Mitarbeiter könnte durch den geplanten Verkauf von Unternehmensteilen ausscheiden. Der Abbau solle sozialverträglich geschehen. Bis Ende 2012 sind bei RWE betriebsbedingte Kündigungen vertraglich ausgeschlossen. RWE-Chef Peter Terium hatte Ende Juni mit der Aussage, es sei möglich, dass einzelne Abteilungen ins Ausland verlegt würden und auch betriebsbedingte Kündigungen nicht auszuschließen seien für Aufregung gesorgt.

Die RWE Power will in den kommenden fünf Jahren rund 1.000 von 17.000 Arbeitsplätzen streichen. Die Kraftwerkstochter von RWE gibt als Gründe unter anderem den vorzeitigen Atomausstieg an. RWE-Power-Chef Johannes Lambertz sagte, die Rahmenbedingungen für das Unternehmen seien durch den vorzeitigen Atomenergieausstieg und die Belastungen aus der Vollauktionierung der CO2-Zertifikate ab 2013 deutlich schwieriger geworden.

Dem Handy-Hersteller Motorola steht nach der Übernahme durch Google ein massiver Stellenabbau bevor. Rund jeder fünfte Arbeitsplatz solle verschwinden. 4000 Jobs sind in Gefahr, berichten die „New York Times“ und das Blog „All Things D“. Etwa zwei Drittel der Stellen sollen außerhalb der USA fallen. Das Unternehmen werde sich aus unprofitablen Märkten und der Herstellung einfacher Geräte zurückziehen sowie die Modellpalette verkleinern, sagte der neue Motorola-Chef Dennis Woodside der „New York Times“. Google hatte Motorola Mobility für rund 12,5 Milliarden Dollar (10,2 Milliarden Euro) gekauft.

Wie sich in der Stellenabbau in Deutschland auswirkt, ist noch nicht bekannt. Motorola hat die Mitarbeiterzahl hierzulande seit 2007 bereits deutlich reduziert. Die Produktion von Handys in Flensburg wurde 2007 eingestellt, das kostete mehr als 200 Mitarbeiter den Arbeitsplatz. Anschließend wurde auch die Logistiksparte mit 700 Mitarbeitern dicht gemacht. Aktuell beschäftigt Motorola in Idstein noch rund 300 Mitarbeiter und weitere in Flensburg und Berlin.

 

Der Stahlhandelskonzern Klöckner & Co verschärft sein Sparprogramm. Statt der bisher geplanten 1300 wird der Konzern 1800 Stellen streichen. Auch 60 Standorte sollen geschlossen werden. Im dritten Quartal blieb das Unternehmen in den roten Zahlen, wie es am Mittwoch in Duisburg mitteilte. Unter dem Strich stand von Juli bis September ein Fehlbetrag von 27 Millionen Euro. Nach neun Monaten steht in diesem Jahr damit bereits ein Verlust von 75 Millionen Euro in den Büchern. Vorstandschef Gisbert Rühl hatte schon vor drei Monaten das Ziel aufgegeben, wie im Vorjahr operativ 217 Millionen Euro zu verdienen.

Der französische Atomkraftwerkbauer Areva NP will bis 2015 in Deutschland rund 1200 Stellen streichen. Kündigungen seien keine geplant, versichert ein Firmensprecher, stattdessen sollen befristete Arbeitsverträge nicht verlängert, Leiharbeit zurückgefahren und die übliche Personalfluktuation genutzt werden. Zuletzt waren 4500 Mitarbeiter im Einsatz, mehr als 3600 davon in der Erlanger Zentrale. Areva begründet den Personalabbau in erster Linie mit der Energiewende. Mit dem geplanten Verzicht auf Atomkraft breche für Areva Deutschland das Inlandsgeschäft weg.

Die Tochter Ergo des Rückversicherers Münchener Re streicht nach einem Bericht vom 15. Oktober nicht nur bis zu 1350 Arbeitsplätze im Vertrieb. Nach Informationen der Rheinischen Post sollen in den kommenden drei Jahren weitere 600 Stellen wegfallen. Bereits bekannt war, dass die derzeit fünf Vertriebsorganisationen zu zwei Einheiten zusammengeführt werden sollen. Damit fällt bis Anfang 2014 etwa jede vierte Stelle im insgesamt 5000 Arbeitsplätze umfassenden Vertrieb der Ergo weg. Die Zahl der Regionaldirektionen in Deutschland wird den Plänen zufolge von bisher 218 auf 120 fast halbiert. Ergo will mit dem Umbau des Vertriebs 164 Millionen Euro pro Jahr einsparen. Im Detail entfallen von den Stellenstreichungen bis zu 700 auf den Außendienst und 650 auf den Innendienst.

Der Handelskonzern Metro will bei seinen Töchtern für Logistik, Immobilien und interne IT-Dienstleistungen jede elfte Stelle streichen. Bei den Gesellschaften Metro Logistik, Metro Properties und Metro Systems sollten bis spätestens 2015 rund 900 von derzeit weltweit gut 11.000 Stellen abgebaut werden. In Deutschland würden bei den drei Gesellschaften am Standort Düsseldorf 200 Stellen entfallen. Metro hatte kürzlich angekündigt, in der Düsseldorfer Zentrale seiner Großhandelstochter Cash & Carry 280 von 1.000 Stellen zu streichen. Der Arbeitsplatzabbau ist Teil eines Programms, mit dem Metro die Kosten seiner Konzernzentrale senken will – insgesamt will die Metro 100 Millionen Euro einsparen.

 

Die Warenhauskette Karstadt will im Zuge der Sanierung 2000 von insgesamt 25.000 Jobs streichen. Nach Informationen des ZDF sind viele Teilzeitkräfte betroffen, sodass insgesamt 3000 Beschäftigte um ihr Stelle fürchten müssen. Betriebsbedingte Kündigungen sind nicht auszuschließen, die Stellen sollen aber vorrangig über Frühpensionierung oder nicht verlängerte Verträge reduziert werden. Der Abbau soll bis Ende 2014 erfolgen. Karstadt gehört dem deutsch-amerikanische Investor Nicolas Berggruen, der die Kette 2009 nach der Pleite des Handels- und Touristikkonzern Arcandor übernommen hat.

 

Der größte französische Autobauer PSA Peugeot Citroen will angesichts der düsteren Marktsituation in Europa 8000 Stellen streichen. Betroffen von den Plänen seien vor allem die Standorte in Aulnay-sous-Bois bei Paris sowie in Rennes. Im Werk Aulnay-sous-Bois soll die Produktion 2014 ganz eingestellt werden. Dort allein arbeiten rund 3000 Menschen. Für das erste Halbjahr kündigte der VW-Konkurrent ein negatives Nettoergebnis an. Im Autogeschäft werde ein operatives Minus von rund 700 Millionen Euro erwartet.

Das Photovoltaikunternehmen Solarworld will im sächsischen Freiberg rund 250 Stellen abbauen. Als Grund nannte Unternehmenssprecher Milan Nitzschke die Dumpingpreise der Konkurrenz aus China und die Kürzungen bei der Solarförderung in Deutschland. Betroffen von dem Stellenabbau sollen besonders Angestellte mit befristeten Arbeitsverträgen und Leiharbeiter sein. Solarworld war 2011 mit fast 300 Millionen Euro Verlust in die roten Zahlen gerutscht.

Nach Medienberichten sollen 985 Stellen an zehn Standorten von Lufthansa LSG Sky Chefs in Deutschland abgebaut werden. „Die genannten Zahlen basieren auf möglichen Worst-case-Szenarien an den unterschiedlichen Standorten“, sagte eine Unternehmenssprecherin. Dazu zählten bereits vorhandene Überkapazitäten sowie der mögliche Wegfall von Kundenaufträgen. Allein in Frankfurt könnten bis zu 600 Stellen wegfallen. Die Lufthansa hat angesichts des harten Wettbewerbs mit Rivalen wie Emirates oder Ryanair ein milliardenschweres Sparprogramm aufgelegt. In den nächsten Jahren will die Airline in Deutschland 2500 Verwaltungsjobs streichen – weltweit werden 3500 der knapp 17.000 Stellen in dem Bereich wegfallen.

Weltweit will E.On bis 2015 etwa 11.000 seiner 80.000 Stellen abbauen, allein 6000 davon in Deutschland. E.On kündigte jetzt an, jede dritte Stelle im Personal- und Rechnungswesen zu streichen und hunderte Jobs nach Rumänien auszulagern. Rund 1200 der insgesamt 3700 Arbeitsplätze in diesem Bereich sollten bis 2015 abgebaut werden, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Die Arbeitnehmervertreter sehen schwarz für die betroffenen Mitarbeiter. Die Gewerkschaften ver.di und IG BCE haben sich bereits mit E.on auf einen Tarifvertrag zur Umsetzung des Stellenabbaus in Deutschland geeinigt. Der Tarifvertrag läuft bis 2016 und sieht Vorruhestandsregelungen, Abfindungen, die Gründung einer Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft sowie zeitlich nachgelagert die Einrichtung einer Transfergesellschaft vor. Konzernchef Teyssen hatte im August einen drastischen Sparkurs angekündigt. Mit dem Programm „E.on 2.0“ will das Unternehmen seine beeinflussbaren Kosten bis 2015 auf 9,5 Milliarden Euro senken.

Das endgültige Aus der Neckermann-Kataloge ist besiegelt. Das Schicksal von Quelle vor Augen, stampft der kriselnde Versandhändler nun auch noch die Sortimentskataloge ein – der dicke Hauptkatalog ist bereits Geschichte. Das Print-Geschäft sowie die Eigentextil-Sparte werden eingestellt. 1400 von 2500 Jobs fallen dem zum Opfer. Neckermann.de will ein reiner Online-Händler werden. Während der profitable E-Commerce zweistellig zulegt, ist das Katalog-Geschäft im Sinkflug. Mit der Abschaffung der gedruckten Kataloge will Neckermann Spielraum schaffen für Millionen-Investitionen ins Internet.

Firmenchef Karl-Ludwig Kley will Merck umbauen und dabei kräftig Kosten senken. Weltweit sind 40.000 Menschen für den Pharma- und Chemiekonzern tätig, 10.000 allein in Deutschland. Auf der letzten Hauptversammlung kündigte Kley an, weltweit Stellen zu streichen. Wie viele Arbeitnehmer betroffen sein werden, sagte er jedoch nicht. Er wolle den Stellenabbau jedenfalls “möglichst auf freiwilliger Basis” und relativ zeitnah umsetzen.

Der US-Solarmodulhersteller First Solar schließt bis Jahresende seine Werke in Frankfurt/Oder. 1200 Beschäftigte verlieren ihren Job. Insgesamt will First Solar 2000 Stellen streichen und jährlich 100 bis 120 Millionen Euro einsparen. Die deutsche First-Solar-Tochter hatte erst im Herbst vergangenen Jahres ein zweites Werk in Frankfurt/Oder in Betrieb genommen. Für die dort Beschäftigten wurde im Februar allerdings Kurzarbeit beantragt. First Solar mit Firmensitz in Tempe im Bundesstaat Arizona leidet wie die gesamte Solarbranche unter dem Preisverfall infolge von Überkapazitäten. Erschwerend kommen massive Förderkürzungen in Deutschland aber auch anderen wichtigen europäischen Absatzmärkten hinzu.

Der Geldautomaten- und Kassensystem-Hersteller Wincor Nixdorf aus Paderborn. streicht nach einem Gewinneinbruch europaweit mehr als 500 Stellen. Etwa die Hälfte davon soll in Deutschland entfallen. In den ersten zwei Quartalen des Geschäftsjahres 2011/2012 hat sich das operative Ergebnis (Ebita) auf 45 Millionen Euro fast halbiert. Im Gesamtjahr erwartet das Unternehmen ein operatives Ergebnis von etwa 100 Millionen Euro. Berücksichtigt seien dabei Kosten von etwa 40 Millionen Euro für ein bereits gestartetes Restrukturierungsprogramm. Im Vorjahr hatte Wincor Nixdorf noch ein Ebit von 162 Millionen Euro erzielt. Beim Umsatz erwartet das Unternehmen eine Entwicklung auf Vorjahresniveau (2,3 Milliarden Euro). Grund für reduzierten Ergebniserwartungen ist dem Unternehmen zufolge vor allem ein deutlicher Umsatzrückgang im Banken-Geschäft.

http://antilobby.wordpress.com/2013/09/19/heute-cduspd-morgen-arbeitslos/

Ein Kommentar zu “Heute CDU/SPD – morgen arbeitslos

  1. Halllo,ihr Lohnsklaven,Hartz IV-Empfaenger und Alterarme.
    Die CDU/CSU = SPD/Die Gruenen/B90,
    vor der Wahl ist nach der Wahl.
    Am 22.09.2013 habt ohr Buerger
    in Deutschland die Gelegenheit,
    die jahrelange Verarscherei und
    den Missbrauch eures Vertrauens
    zubeenden!

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