Mit politischen Kampfbegriffen, auch bekannt als Wadenbeißer-Vokabeln oder Pitbull-Termini
zur Diskreditierung von Positionen, die sich mit politisch erwünschten Meinungsmengen einfach
nicht zur Deckung bringen lassen wollen, verhält es sich wie mit dem ungedeckten Papiergeld:
Druckt man sie zu oft, entwertet man sie. Sie geraten dadurch eventuell sogar zur
Lachnummer, werden dann von Legionen von Kabarettisten ausführlich und genüsslich
demontiert, werden zum Objekt von Hohn und Spott.
„Populismus“ ist eine dieser verbalen Streubomben, die heuer hyperinflationär und flächendeckend
über der Meinungslandschaft abgeworfen werden. Kaum ein Tag vergeht, an dem nicht irgendjemand
eine „populistische“ Ansicht vertrat, irgendeine Partei „populistisch“ agierte und Zeitungsleser
sowie TV-Hypnoseopfer mit diesem Begriff dauerbombardiert werden.
Und das, obwohl er in den meisten Fällen eigentlich nicht viel Sinn ergibt.
Er wird mittlerweile in einer Häufigkeit, oft auch Gedankenlosigkeit verwendet, dass man
sich fragen muss, ob Deutschland eigentlich nur noch von Eliten bewohnt wird. Denn sowas
wie ein „Volk“ scheint es nicht mehr zu geben. Alle sind plötzlich Intellektuelle – auf
Facebook, Twitter, Google+ und den diversen anderen Netzwerken, in Zeitungen und deren
zahlreichen Imitaten, in der Glotze, dort vor allem im unproduktiven Dauertalk, im
Kulturradio, in den Parlamenten, kurz, überall ist „Populismus“ der letzte Schrei gegen
Einbrüche unangenehmer Lebenswirklichkeiten in politische Wolkenkuckucksheime.
Er ist immer negativ konnotiert, wird in abfälliger, abwertender Weise gebraucht.
Wer will schon „populistisch“ sein? Populismus, pfui, das riecht ja nach fettigen,
übersalzenen Pommes mit Mayo, nach Currywurst mit Bier, nach eingetrocknetem Urin an
der Bushaltestelle, nach verpupsten U-Bahn-Kabinen, nach Maggi-Würze und Fußballrowdy-
Männerschweiß, das wird zumeist assoziiert mit Begriffen und Vorstellungen wie „niedergeistig“,
„stammtischhaft“, „völkisch-dumpf“, „undifferenziert“, „kein Abschlusszeugnis in einem geistes-
oder sozialwissenschaftlichen Studienfach!“, „steuersklavenaufständisch-renitent“, „primitiv“,
„anti-ideologisch“, „Stimmvieh-Geblöke“, „Maul halten und gehorchen“,
„Du tust gefälligst, was deine Führer sagen!“.
Den kompletten Artikel findet Ihr hier : EF Magazin

Hat dies auf neuesdeutschesreich rebloggt.
Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,
ist das Ihr ernst mit der SPD ein
Regierungsbuendnis einzugehen,
wobei Sigmar Gabriel SPD im
Januar 2013 durch RTL-Nachtjournal
mit Ilka Essmueller vorgeworfen wird
unter einblenden seines Fotos,
das er mit dem Rotlicht-Milieu
verbandelt sei.