Falls die Zinsen weiter sinken oder gar negativ werden, droht ein Bankrun in
der Eurozone und in den USA. Wer würde sein Geld noch bei einer Bank halten,
wenn er jährlich etwas abgezogen bekommt? Bei der Weltbank gibt es daher Planspiele
für eine bargeldlose Gesellschaft: ohne Bargeld kein Bankrun.
Aus der Weltbank tönt es – vorerst inoffiziell – ungefähr so: „Wir könnten uns in Richtung
einer bargeldlosen Gesellschaft entwickeln, in der alles Geld nur noch elektronisch existiert.
Dadurch würde es unmöglich, das Geld ausserhalb einer Bank zu horten. Die Notenbank könnte dann
die Zinssätze unter Null drücken, wodurch die Leute angespornt würden, mehr Geld auszugeben.“
Mit der vollständigen Abschaffung des Bargelds würde
praktisch eine Straf-Steuer für alle Sparer eingeführt.
Der IWF hat bereits im Jahre 2004 in einem bemerkenswerten
Papier die konkreten Folgen durchgespielt:
Unter dem Titel „Geldpolitik, geldpolitische Felder und finanzielle Entwicklungen mit
elektronischem Geld“ beschäftigt sich der IWF interessanter Weise ausgerechnet mit dem
Zusammenhang von „e-money“ und der Rolle der Zentralbanken: Die Zentralbanken würden durch
die flächendeckende Abschaffung des Bargelds nicht überflüssig.
Das bedeute: Das Welt-Finanzsystem würde nicht etwa dezentralisiert, sondern die Kontrolle
der Geldflüsse würde effizienter. 2004 war der IWF noch skeptisch und äusserte Zweifel, dass
sich die bargeldlose Gesellschaft „sogar auf lange Sicht“ durchsetzen werde. Doch im Prinzip
sah der IWF schon damals eine grosse Chance, das aktuelle Finanzsystem durch die Abschaffung
des Bargelds zu stabilisieren.
Quelle : mmnews.de

Hat der ein oder andere nicht gerade zufällig auch eine Mistgabel im Keller?