Spielende Zigeunerkinder in einer Siedlung in Belgrad
Die Caritasverbände bereiten sich auf eine Einwandererwelle von Zigeunern vor.
Der Kölner Pfarrer Jan Opiela, der seit zehn Jahren Zigeuner in Deutschland betreut,
geht bei den Neuankömmlingen nur von einer geringen Selbständigkeit aus: „Wir brauchen
eine Unmenge an Personal, das diese Leute empfängt, an die Hand nimmt in allen Bereichen
des Lebens: sei es Arbeit, Schule, Haushalt, sozialer Umgang mit den Begebenheiten
hier vor Ort“, sagte er dem Domradio.
Die Neuankömmlinge seien bereits in ihren Heimatländern „derart am Boden“, daß sie dortige
Hilfswerke überfordern. Staatlicherseits würden sie überhaupt nicht wahrgenommen werden.
Für Deutschland vermutet Opiela eher eine noch größere Entkoppelung von der Gesellschaft.
„Denn die Bundesrepublik ist ein in wirtschaftlicher Sicht noch schnelleres Land als
die Entsenderländer.“ Für diese soziale Herausforderung sei man „schlecht aufgestellt“.
Von den bereits in Deutschland lebenden Zigeunergruppen der Roma und Sinti
erwartet Opiela kaum Unterstützung, sondern sieht Spannungen vorprogrammiert.
Bei allen sonstigen Widersprüchen „sind sich deutsche Sinti und deutsche Roma
einig, daß sie mit denen, die jetzt aus dem Balkan kommen, gar nichts zu tun
haben, das sind völlig getrennte Gruppen“.
Auf dem Balkan hätten Zigeuner teilweise bis in die
Mitte des 19. Jahrhunderts noch als Leibeigene gelebt.
Die nach Deutschland kommenden Zigeuner „sind sehr familienbezogen, haben wenig
Kontakt in die Öffentlichkeit und die Medienwelt, weil das mit dem Lesen und
Schreiben bei sehr vielen immer noch sehr schwierig ist“.
Aus seiner Erfahrung zeigte sich der Pfarrer skeptisch, von den Zigeunern anders als
Versorgungsmöglichkeit wahrgenommen zu werden. „Ob die jetzt kommenden Roma hinter
der Caritas immer auch den kirchlichen Träger entdecken, sei dahingestellt.“
Quelle : Junge Freiheit

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