Alice Schwarzer – Steuergeld für Steuerhinterzieherin

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Alice Schwarzer hat Steuern hinterzogen. So weit so uninteressant. Sie hatte jahrelang die
Zinsen nicht versteuert, die ihr ein Millionenbetrag auf einem Schweizer Bankkonto beschert hat.

Dafür hat sie sich vergangenes Jahr selbst angezeigt und eine Strafe gezahlt, wie der
Spiegel berichtet. Nun empört sich Schwarzer, daß das Magazin das öffentlich gemacht hat.

Dies sei ein „Dammbruch“. Sie sei in ihren Persönlichkeitsrechten verletzt.

Jürgen Dahlkamp hat auf Spiegel Online zurecht auf Schwarzers Doppelmoral verwiesen,
schließlich habe ausgerechnet sie den Satz geprägt: „Das Private ist politisch“.

Daß Schwarzer sich jetzt gerne zum Opfer stilisiert, ist ihr gutes Recht, und sie kann
dank ihrer zahlreichen Bewunderer und Freunde in den Medien wohl darauf hoffen, daß sie
trotz der Geschichte nichts an ihrer Strahlkraft als moralische Instanz einbüßt.

Dabei könnte allerdings leicht in Vergessenheit geraten, daß Schwarzer ihr feministisches Archiv
„Frauen-Media-Turm“ in Köln seit Jahren zu einem erheblichen Teil durch staatliche Gelder finanziert.

Erst 2012 entschied das damals von der CDU geführte Bundesfamilienministerium,
die Einrichtung, in der sich zufällig auch die Redaktionsräume von Schwarzers
Emma befinden, mit jährlich 150.000 Euro zu unterstützen.

Andernfalls hätte „die einzige feministische Universalbibliothek in Deutschland“, schließen müsse.

Staatsgelder statt Eigenkapital

Doch auch das reicht der Vorkämpferin des Feminismus noch nicht aus. Erst im vergangenen Oktober
beklagte sich die Emma, daß Nordrhein-Westfalen seine Förderung des Archivs weiter verringert habe.

Und das, obwohl es sich bei dem Archiv „Frauen-Media-Turm“
doch um ein so „außergewöhnliches Pilotprojekt“ handle.

Doch wie sehr liegt Schwarzer ihr Feminismusarchiv wirklich am Herzen?

Über Geld zu dessen Finanzierung verfügt sie, wie nun dank des Spiegel bekannt ist, offenbar reichlich.

Doch dies behielt sie lieber für sich und griff statt dessen nach Staatsgeldern.

Für das Finanzamt mag der Fall mit Schwarzers Selbstanzeige und der gezahlten Strafsumme
erledigt sein. Das Familienministerium sollte seine Förderungsentscheidung angesichts dieser
neuen Erkenntnisse jedoch nochmals überdenken. Eine Einrichtung, die zu einem guten Stück der
Ikonisierung ihrer Gründerin dient, ist eine private Angelegenheit, die auch privat finanziert
werden sollte.

Und nicht von den Bürgern, die ihre Steuern in Deutschland bezahlen.

Von Felix Krautkrämer

Quelle : Junge Freiheit

Anmerkung :

Ein Statement dazu in der Titanic 😉 – Alice Schwarzer : In eigener Sache

3 Kommentare zu “Alice Schwarzer – Steuergeld für Steuerhinterzieherin

  1. Eigentlich sollte jegliche Steuer freiwillig sein. Dann würde es sich über kurz oder lang nämlich auch fügen, daß Jene, welche man unter Anderem mit seinen Steuern bezahlt, genau das tun, wofür man sie bezahlt, und nicht einfach tun was sie wollen, während sie uns weismachen wollen, daß das, was sie tun, angeblich das ist, was die „Allgemeinheit“ will. Unterliegt die Steuer dem Zwang, ist das nichts anderes als eine Art Schutzgelderpressung.

    Zahlt man das Schutzgeld nicht, wird man gejagt, und muss mit aktiven Sanktionen rechnen. Ist Steuer freiwillig, müssen Politiker, Gerichte, und Verwaltung, nämlich auch nach der Wahl oder Amtseinahme, genau das tun, wofür man sie bezahlt, weil man ihnen nämlich sonst einfach den Geldhahn abdrehen würde. Und ich setze sogar noch einen oben drauf, denn wenn man schon etwas abgibt, dann hat man auch ein Recht darauf zu sagen, wofür das exakt eingesetzt werden soll.

    Ich bin wahrlich kein Alice Schwarzer Anhänger, aber da bin ich durchaus mal ihrer Meinung. Das Einkommen und das Konto, gehört dem, der es erwirtschaftet, und da hat NIEMAND per se einen Anspruch auf einen Anteil dran. Was ist das für eine eigenartige Rechtsauffassung, daß man sich als Staat einfach so beim Anderen bedient? Der Staat scheint vergessen zu haben, wer Souverän, und wer Angestellter ist?

    Auch der Staat darf das nicht, es sei denn man gewährt es ihm. Denn immerhin ist unsere Verfassung ja mal so angedacht gewesen, daß der einzelne Mensch, und in seiner Summe, das Volk, der Souverän ist. Es war nie so angedacht, daß der Einzelne oder das Volk, das Eigentum des Staates ist, bei dem er sich je nach gut Dünken einfach nimmt, was er meint sich nehmen zu wollen.

    So etwas nennt man ohne Ausübung von körperlicher Gewalt, Diebstahl, und mit Ausübung oder Androhung körperlicher Gewalt, Raub.

    Wenn ich einem Architekten Geld gebe, damit er mir ein Haus baut, dann hat der das auch so zu bauen, wie ich es will. Wo kämen wir in der Welt hin, wenn das nicht mehr so ist? Wenn jeder Architekt einfach so in meine Tasche greifen, und sich das Geld einfach nehmen könnte, und damit bauen könnte was ER will, und ich müsste mit dem Gebauten ohne Widerspruchsmöglichkeit einfach so zufrieden sein? Richtig, wir kämen genau da hin, wo wir politisch derzeitig sind. Man muß per se, gegen Strafandrohung zahlen, aber hat keinen Einfluss mehr darauf, was passiert.

    Als Teil-Souverän brauche ich aber das Recht wirklich mitbestimmen zu können. Und in einem kapitalistischen System geht das nun mal über das Geld. Hast du, „Staat“, gemacht, was ich von dir wollte, gibt es Geld. Wenn nicht, dann änderst du das, oder es gibt nichts. So sieht das nämlich normal im Miteinander aus, wenn Jemand, Jemanden bezahlt, daß er etwas für ihn tut. Seit wann steht Staat außerhalb des Gesetzes? Das stellt er sich aber, wenn er jemandem in Form von Zwangssteuern einfach so etwas wegnehmen darf.

    Das Falsche ist wirklich schon sehr tief in die Seele der Allgemeinheit eingedrungen, daß sie schon selbst glaubt, Zwangssteuer sei durch irgendetwas gerechtfertigt. Weder bei Reichen, noch bei Armen, ist das durch irgendwas gerechtfertigt. Das will man uns nur, durch ständige Eintrichterung, für Wahr erklären. Wo ist in diesem Land nur einfacher gesunder Menschenverstand geblieben?

    Gruß aus Bremen

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