Hamburg: Pflegebedürftige müssen Asylbewerbern weichen

44741425-860x360

Schülerdemonstration gegen Abschiebung in Hamburg

Die Hamburger Sozialbehörde hat die Schließung eines Pflegeheims im
Stadtteil Altona angekündigt, um in dem Gebäude Asylbewerber unterzubringen.

Die Bewohner sollen auf andere Einrichtungen in der Stadt verteilt
werden, teilte die Pflegen und Wohnen Hamburg GmbH am Montag mit.

Als Grund gab das Unternehmen an, der Standort sei wirtschaftlich nicht profitabel
genug gewesen. „Obwohl die Defizite seither deutlich reduziert werden konnten, läßt
sich dennoch unter den gegebenen Bedingungen perspektivisch keine Kostendeckung erreichen.“

Zugleich sollen die Belastungen für die Bewohner beim Umzug gering gehalten werden.

Für viele Pflegebedürftige ist der Verlust ihrer gewohnten Umgebung nur schwer zu verkraften.

Steigende Asylbewerberzahlen in Hamburg

Hintergrund sind auch die steigenden Asylbewerberzahlen.

Im vergangenen Jahr nahm die Hansestadt 3.626 Personen auf.

Das entspricht einem Anstieg um siebzig Prozent im Vergleich zu 2012.

Damals bot die Stadt noch 2.100 Antragstellern eine neue Heimat. In der
nun freiwerdenden Einrichtung sollen 330 Asylsuchende untergebracht werden.

Laut Bundesamt für Migration und Flüchtlinge muß Hamburg derzeit 2,5 Prozent
aller Asylbewerber in Deutschland aufnehmen. Da jedoch jedes Jahr mehr Personen
ihren Antrag in Hamburg stellen, werden diese auf andere Bundesländer verteilt.

Die meisten Antragsteller kommen aus Afghanistan, der Russischen Föderation und Syrien.

Quelle : Junge Freiheit

Ein Kommentar zu “Hamburg: Pflegebedürftige müssen Asylbewerbern weichen

Hinterlasse einen Kommentar

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..