6 Kommentare zu “Ohne Worte (3)

  1. Interessanterweise beklagt ein Schlafschaf die Verschlafenheit des anderen. Und fragt man: „Was tust du?“, wird man als bezahlter Provokateur bezeichnet. Na klar, hier im Weltnetz darf man nichts sagen – NSA, BND und Polizei lesen mit; da könnte einem was passieren. Und als angehender Sofa-Revolutionär möchte man nicht auffallen… Selbst das Risiko vermeiden, aber von anderen erwarten es einzugehen. Ich könnte kotzen! Wer Widerstand leisten will, der darf keine Angst vor Strafe haben! Man muß das Mißtrauen überwinden.

    Auf die Straße gehen! Gut dem Dinge. Gesagt getan – ich stehe alleine da und die geschäftigen Passanten auf dem Weg von einem Laden zum anderen sehen mich an, als wäre ich behindert. Millionen suchen verzweifelt Anschluß. Mir geht es ebenso.

    Ich weiß nicht, wie die in Spanien, Portugal, Griechenland und Italien so viele Leute zusammenbringen. Wißt ihr es? Noch einmal:

    Wißt ihr es?

    Wenn nicht, dann gilt: Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Fresse halten!

    Auf Seiten wie diesen findet man ausschließlich Kritik am Phlegma, Lösungen indes sucht man vergeblich. Daraus ergibt sich nicht nur eine ständige Beleidigung, da nämlich die Angebote ausbleiben ist das im schlimmsten Sinne kontraproduktiv, denn – man zieht sich daraufhin immer weiter zurück.

    Man traut sich schon nicht mehr zu fragen, weil man ja dann Agent ist. Aber scheiß drauf: Was tun die Herrschaften von volksbetrugpunktnet? Kann ich helfen? Kann ich mich anschließen?

    Mit freundlichen Grüßen
    Gerd

  2. Kann ich helfen?

    Klawo! Kannst deinen Plan vorstellen, was denn zu tun wäre!! Davon abgesehen sieht man an deiner Schilderung genau wie wichtig jemand ist/wäre, der genau das könnte: Sagen wo es lang geht!!

    • Deutschland wird vergeblich auf einen neuen „Führer“ warten(und mit dem alten hats auch nicht so ganz geklappt), die Menschen mussen sich Selbst helfen!

  3. Schweigen – aber richtig!

    (Vorweg: Ganz alleine geht es leider nicht.)

    Auch in Deiner Stadt gibt es doch diese Kreuzung, Du weißt schon, wo es in der einen Richtung stadteinwärts und in der anderen zur Autobahn geht. Rechts und links verzweigt es sich dann zu den kleineren Ortschaften, von wo all die lieben Leute kommen, die für den Weg in die Stadt keine Autobahn brauchen. Diese Kreuzung nehmt ihr euch an einem warmen und sonnigen Tag vor.

    Es gibt nichts vorzubereiten, außer daß sich verweichlichte Charaktere ein Sitzkissen mitnehmen, denn genau darum geht es: sitzen und schweigen. Außerdem solltest Du einen Freund irgendwo abseits positionieren, der die ganze Sache fotografiert oder filmt. Wer klug ist, der rufe darüber hinaus vorher bei der örtlichen Zeitung an, denn:

    Die Sache bekanntmachen ist unbedingt erforderlich!

    Auf der Kreuzung, dort wo sich kein Auto an euch vorbei drängeln kann, geht ihr in den Schneidersitz, verschränkt die Arme und blickt zu Boden. Damit ist die Kreuzung zunächst blockiert.

    Dann heißt es zu Schweigen. Das Schweigen ist wichtig, vielleicht ist es sogar das Wesentliche. Man mag euch vorwerfen, das sei nichtssagend, aber das ist es keineswegs. Schweigen kann tausendmal lauter sein als das größte Geschrei.

    Wie viele Gründe zum passiven Widerstand gibt es? Nur ein paar Beispiele (die Reihenfolge stellt keine Wertung dar):

    – Homoehe
    – Gender-Mainstreaming
    – Euro
    – Bailout
    – ESM
    – Bankenrettung
    – Überfremdung
    – Volkstod
    – Energiewende
    – GEZ
    – Superstaat Europa
    – Souveränität Deutschlands
    – Geschichtsfälschung (Du weißt was ich meine)
    – Schuldkult
    – Bundeswehreinsätze auf der ganzen Welt
    – Papiergeld und Schuldzins
    – und so weiter und so fort…

    Und jetzt stell Dir vor, Du würdest für jedes einzelne Thema einen Sitzstreik oder eine Demonstration veranstalten wollen. Wie viele kämen? Die Antwort lehrt uns die Erfahrung. Und wäre das spontan? Keinesfalls! Gerade aber in der Spontanität liegt das Unberechenbare. Das fürchtet das System. Aber dazu später mehr.

    Haben Du und Deine Freunde die Kreuzung blockiert, staut sich der Verkehr. Es wird gehupt, manch ein Autofahrer zeigt euch vielleicht die Faust. Dann kommt die Polizei. Schneidersitz, Arme verschränken, Schweigen ist Gold.

    Die Polizisten werden zunächst verdutzt darüber sein, daß ihr beharrlich schweigt. Dann trägt man euch weg, weil der Stau immer länger wird und vielleicht schon auf die Autobahn hinaus reicht. Was folgt ist klar, man wird eure Personalien aufnehmen.

    An der Stelle muß jeder selbst entscheiden, ob er den Mund auftut oder nicht. Weiteres Schweigen hat indes nichts mehr mit der Blockade zu tun und ist im Grunde genommen nicht mehr nötig. Die Polizei bekommt ohnehin heraus, wer ihr seid oder wo ihr wohnt; schlimmstenfalls nehmen sie euch in Gewahrsam, was niemandem mehr hilft.

    Ich bin kein Jurist und weiß natürlich auch nicht, welche Strafe einem dafür blüht. Vielleicht aber kann das hier jemand ermitteln? Man will ja vorher wissen, was die Blockade-Karte beim Nachlösen kostet… 😉

    Einmal ist keinmal und deshalb – Strafe hin oder her – muß es weitergehen. Ziel jeder einzelnen Aktion ist eine Bewegung der Schweigeblockaden oder anders:

    Eskalation der Schweigespirale!

    Es muß dem zufälligen Passanten die Möglichkeit gegeben werden daran teilzunehmen. Da ihr schweigt und vollkommen passiv bleibt, kann sich buchstäblich jeder dazu setzen; jeder kennt nur seinen eigenen Grund und davon gibt es viele, siehe oben. Durch euer Schweigen ist es möglich, daß der PI-News-Leser neben dem NPD’ler, der Christ neben dem Atheisten, der Lkw-Fahrer neben dem Studenten und die Hausfrau neben dem Blog-Revolutionär sitzen kann; jeder einzelne mit seinem kleinen Grund.

    In diesem Fall ist es einfach, den ‚Agent Provocateur‘ zu erkennen, denn wer nicht schweigt, der gehört nicht zu euch! All die ‚Künstler‘, die Politiker, die staatlichen Schlägertrupps der Antifa, die Berufsdemonstranten, die Gewerkschaftler, überhaupt jeder dessen Meinung bekannt ist, jeder der eine Fahne zeigt, jeder der nicht völlig passiv bleibt oder anfängt sich mit anderen zu streiten, stellt sich selbst ins Abseits.

    Natürlich ist es hilfreich für Schweigeblockaden zu werben. Man kann die Anleitung dazu als Flugblatt an jede Kirchentür nageln, solange man nicht eine konkrete Aktion ankündigt. Wenn sich der erste Fußgänger, der zufällig vorbeikommt, zu euch setzt – dann habt ihr gewonnen, denn an diesem Punkt beginnt die Unberechenbarkeit der Spontanität.

    In der Geometrie ist eine Gerade immer unendlich lang. Mein Gott, was habe ich mich mit meinem Mathematiklehrer darüber gestritten! Ich sagte: „Meine Gerade ist aber nur 21 cm lang!“ Die Erklärung lautete, daß eine Gerade deshalb immer unendlich lang sein muß, weil man sonst nie weiß, ob sie sich zu einer anderen Geraden als Passante, Tangente oder Parallele verhält. Aha! Das nennt man wohl wissenschaftliche Denkweise. Wenn ich nun nach diesem kurzen Ausflug in die Geometrie sage, was bei Schweigeblockaden herauskommen kann, so ist das als wissenschaftlich zu verstehen… 😀

    Genügend Teilnehmer, Planung und extreme Sicherheitsvorkehrungen vorausgesetzt, kann man mit Schweigeblockaden sogar das Frankfurter Kreuz, den Münchner Ring oder den so genannten Ruhrschnellweg (auf dem zumeist ohnedies nur stehender Verkehr herrscht) vorübergehend schließen. Wenn man es soweit gebracht hat, kann man die ganze Bundesrepublik komplett lähmen. Bedenkt man etwa das Frankfurter Kreuz und den nahen Flughafen, könnten solche Proteste nicht nur dieses System in die Knie zwingen, sie wären in der ganzen Welt spürbar. Und jetzt stelle man sich noch eine schweigende Masse von einigen zehntausend Menschen vor, still, unbeweglich, passiv und zäh. Das ist so unendlich bedrohlich, so unendlich finster und ernst, das bekommt kein Staat mehr in den Griff.

    Das war bloß ein Vorschlag und vermutlich wird er zerredet. Ich kenne das. Man wird sagen: „Das bringt nichts.“ Oder: „Ich habe keine Zeit.“

    Aber wir müssen anfangen, es ist schon fast egal mit was, warum nicht mit Schweigeblockaden…?

    Mit freundlichen Grüßen
    Gerd

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