Gender Mainstreaming : Generation X

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Dimensionen der Sinnlosigkeit

Eine Professorin hat sich jüngst in der Ansicht verstiegen, dass sich Studenten
häufig diskriminiert fühlen, weil sie als „Herr“ oder „Frau“ angesprochen werden:

„Es gibt auch noch mehr als Frauen und Männer. Ganz viele Menschen identifizieren sich
nicht damit, Frau oder Mann zu sein. Viele wollen auch nicht das eine oder andere sein.“
Nein, Sie brauchen nicht fragen, in welcher Stadt diese(r) LehrkörperIn ihr sta(a)t(t)liches
Gehalt bezieht, Sie vermuten richtig.

Das haben die Berliner jetzt, vom „arm aber unisexy“.

Das Sein bestimmt das Bewusstsein. Seitdem das Bezirksparlament von Friedrichshain-
Kreuzberg letztes Jahr mit der Mehrheit von Piraten, SPD, Grünen und Linken die
Einrichtung von öffentlichen Unisex-Toiletten für Geschlechtsunentschlossene verfügt
hat, weiß so mancher Berliner offensichtlich nicht mehr, ob er Männlein oder Weiblein ist.

Das kann in die Hose gehen. Bei den Piraten heißt das dann „Liquid Democracy“. Wobei, eigentlich
hatten sie im Bezirksparlament ja nur „Eintopf für alle“ gefordert … – Zurück zu Lann Hornscheidt,
Profess-x am Zentrum für transdisziplinäre Geschlechterstudien an der Humboldt-Universität.

Die/der/das ist überzeugt, dass das generische Maskulinum, also dass die männliche Form verwendet
wird, wenn das Geschlecht nicht relevant ist, durch seine Verwendung soziale Wirklichkeiten schafft.

Will sagen, wer von „die Studenten“ spricht, verfestigt das Männliche als Norm des universitären Daseins.

Einmal abgesehen davon, dass das erst ins generische Maskulinum hineininterpretiert werden
musste, damit es ein Problem werden konnte, gerät jetzt Hornscheidt in ein Dilemma zwischen
Feminismus und Egalitarismus: „Studentinnen“, ob mit großem oder kleinen I, hätte ja den
gleichen Effekt, nur eben weiblich.

Daher schlägt sie eine neue, neutrale Geschlechtsendung vor: -x, gesprochen „ix“, also Studierx [
Studierix], Professx [Professix], Verkäuferx [Verkäuferix], Pizzadienstfahrx [Pizzadienstfahrix].

Da werden wir uns dann bald alle wie in einem kleinen gallischen Fischerdorf 50 Jahre vor Christi
Geburt vorkommen – wobei dort Verleihnix, Automatix, Methusalix et cetera eindeutig Männernamen
sind, während die Damen Gutemine, Jellosubmarine oder Gelatine heißen. Macht nix, nervt aber.

Und lässt ahnen, in welchen Dimensionen der Sinnlosigkeit wir uns zu verlieren beginnen.

Danach kommt die Matrix.

Quelle : EF MAgazin

2 Kommentare zu “Gender Mainstreaming : Generation X

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