Die Zahl der EU-Ausländer, die Hartz-IV beziehen, ist in den vergangenen Monaten
stark angestiegen. Im April registrierte die Bundesagentur für Arbeit aus den
osteuropäischen und von der Euro-Krise betroffenen EU-Mitgliedsstaaten erstmals
knapp mehr als 300.000 Zahlungsempfänger, berichtet die Bild-Zeitung.
Dies entspricht einem Anstieg von 21,6 Prozent im Vergleich zum April 2013.
Konkret geht es um die zehn ost- und südeuropäischen EU-Mitglieder sowie Griechenland,
Italien, Portugal und Spanien. Die meisten Hartz-IV-Empfänger kamen demnach aus Polen
(80.403), Italien (66.458), Griechenland (43.513), Bulgarien (32.273) und Rumänien (26.422).
Bereits im Mai war bekannt geworden, daß jeder fünfte Euro (6,7 Milliarden)
an Hartz-IV-Leistungen an Ausländer ging. Derzeit wird vor dem Europäischen
Gerichtshof die Klage einer in Deutschland lebenden arbeitslosen Rumänin
verhandelt, die Sozialleistungen von Deutschland fordert.
Das zuständige Jobcenter hatte ihren Antrag jedoch abgelehnt. Der Gerichtshof
muß nun die Frage klären, ob auch EU-Ausländer ein Recht auf Hartz-IV haben,
wenn diese keine Chance auf einen Arbeitsplatz haben.
Quelle : Junge Freiheit
Hat dies auf Gegen den Strom rebloggt.