Commerzbank : Kunden müssen für Einlagen zahlen

1024px-Hamburg,_Gänsemarkt,_Richard-Böse-HausAusgerechnet bei der Commerzbank müssen große Unternehmenskunden demnächst dafür
zahlen,dass sie der Bank ihr Geld anvertrauen, berichtet »Die Welt«. Die Bank werde
die negativen Einlagezinsen der Europäischen Zentralbank voraussichtlich schon ab
Dezember weiterreichen und eine Gebühr für hohe Guthaben berechnen.

Die Commerzbank wolle die Höhe der Gebühr mit
den betroffenen Kunden individuell aushandeln.

»Grundsätzlich« seien Privatkunden sowie Geschäfts- und mittelständische
Firmenkunden nicht betroffen, teilte die Commerzbank auf Nachfrage mit.

Auch die Deutsche Bank plane nach Aussagen eines Informanten einen solchen Schritt.
Eine endgültige Entscheidung sei aber noch nicht getroffen worden. Ein Sprecher habe
auf Anfrage gesagt, dass die Bank »derzeit« nicht plane, »im breiten Kundengeschäft
Gebühren für Einlagen einzuführen«.

Institutionellen Kunden biete die Bank derzeit unter anderem Termingelder als Alternative
an. Die Zeitung beruft sich bei den Informationen auf das »Wall Street Journal Deutschland«.

Damit wolle die Commerzbank dafür sorgen, dass die
Unternehmen»nicht zu viel Geld auf ihren Konten bunkern«.

Die Commerzbank sei damit das erste große Kredithaus der Eurozone, das diesen Schritt
gehe und direkte Strafzinsen für hohe Guthaben ankündige. Bislang hätten nur US-Banken
wie die Bank of New York Mellon, Goldman Sachs und J.P. Morgan Chase sowie die
Schweizerische Credit Suisse und die britische HSBC einigen Kunden angekündigt, für
hohe Einlagen in Euro Gebühren zu verlangen.

Hierzulande verlangt bisher nur die vergleichsweise kleine Skatbank aus Thüringen seit dem
1. November einen Negativzinssatz von 0,25 Prozent für Guthaben auf Tagesgeldkonten in Höhe
von mehr als 500.000 Euro sowie für Girokonten, auf denen mehr als zwei Millionen Euro liegen.

Für viele Sparer wäre eine flächendeckende Einführung des negativen Zinses fatal, da
die meisten von ihnen ihr Geld auf Spar- und Tagesgeldkonten parken. Schon jetzt sind
solche Konten unterBerücksichtigung von Steuern und Inflation ein reales Verlustgeschäft.

Quellen :

Info Kopp Verlag

Handelsblatt

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