Wie der „Kölner Stadt-Anzeiger“ einen Polizisten denunzierte

47200051-860x360-1427974309Titelzeile des Kölner Stadt-Anzeigers: Presserat mißbilligt Vorgehen Foto: dpa

Im Oktober 2014 schrieb ein Polizist einen Leserbrief an den Kölner
Stadt-Anzeiger, in dem er drastisch die Probleme mit Einwanderern
in der Stadt schilderte. Anstatt den Brief zu veröffentlichen,
denunzierte das Blatt den Beamten beim Polizeipräsidium.

Dieses leitete disziplinarische Schritte gegen den Mann ein.

Zugleich veröffentlichte der Kölner Stadt-Anzeiger mehrere Berichte
über den von ihm selbst losgetretenen Fall. Dort wurde der Leserbrief
als „fremdenfeindlich“ bezeichnet.

Mindestens ein Artikel, in dem sich der Kölner Polizeipräsident
über den Streifenbeamten empörte, wurde mittlerweile gelöscht.

Presserat rügt das Vorgehen

Später mußte sich der Polizist öffentlich für sein Verhalten entschuldigen.

Entgegen seiner früheren Meinung habe er die Vorteile einer
„bunten Gesellschaft“ nicht ausdrücklich hervorgehoben, sagte er.

Die Kampagne des Kölner Stadtan-Zeigers stieß bereits nach
der Veröffentlichung auf heftige Kritik bei vielen Polizeibeamten.

Sie beschwerten sich beim Presserat über das Vorgehen des Blattes.

Mit Erfolg.

Der Presserat sprach nun eine Mißbilligung gegen die Zeitung aus.
Das Medium habe den Grundsatz des Redaktionsgeheimnisses verletzt.

Demnach dürfen Leserbriefe „in keinem Fall an Dritte weitergegeben werden“.

Die Entscheidung ist noch nicht vom Presserat verkündet worden.

Gegenüber der JUNGEN FREIHEIT bestätigte das nichtstaatliche
Gremium jedoch den Beschluß, der am 11. März gefällt wurde.

Quelle : Junge Freiheit

4 Kommentare zu “Wie der „Kölner Stadt-Anzeiger“ einen Polizisten denunzierte

  1. Leider ist nicht zu erfahren, ob er das als Privatperson oder als Amtsträger tat.
    Bei letzterem ist er der Political Correctness unterworfen und kann nicht einfach
    machen und sagen was er möchte, sondern ist z.B. auch zu einer politischen Neutralität verpflichtet, auch wenn er ganz anders denkt…..Mutig wäre es dann.

    Als Privatperson würd es mich nicht mehr wundern: Art 5 GG (Meinungsfreiheit)
    wird immer mehr eingeschränkt und das eigentlich Schlimme daran ist, alle tun
    so als hätten wir sie, aber sie ist längst Makulatur – ein wertloses, beschriebenes
    Stück Papier.
    Verfahren wird nach altem Prinzip: Wer die Sprache kontrollieren/einschränken
    will, will die Gedanken kontrollieren/manipulieren.

    Wer die Wahrheit sagt, braucht ein schnelles Pferd….heut noch mehr denn je –
    davon kann ich selbst ein Lied singen…

  2. Der Presserat ist auch ein haufen brauner Masse.
    Ueberfluessig. Wenn eine Entscheidung zu faellen ist, dann sollte diese sofort gefaellt werden, und nicht jahrtausende spaeter. Was ist denn mit dem Polizisten ?
    Der gibt hier seine Meinung preis, und nicht nur seine, und wird dafuer „privat und beruflich vernichtet“.
    Na ja, so kann man dann auch alle anderen Zeitungen mal in einen Sack stecken. Den Altpapiersack !
    Schoene Ostern, wuenscht ein Atheist.

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