Nestle : Kein Recht auf Wasser

NestléPeter Brabeck-Letmathe ist Präsident des Nestlé-Verwaltungsrates. Und wenn
mich meine alten Mediziner-Augen nicht täuschen, konsumiert er evtl. Dinge,
die das Bewusstsein vermutlich nicht in die richtige Richtung erweitern.

Sehen Sie in seine Augen und hören Sie ihm zu. Falls Sie nicht wissen,
was „En-dschi-ous“ sind – gemeint sind NGOs, also „Nicht-Regierungs-
Organisationen“ wie etwa Greenpeace, der World Life Fund etc.

Menschen haben, das lässt der Nestlé-Mann wissen, kein Recht auf Wasser.

Ein Recht auf Wasser anzunehmen, hält er für eine „extreme Position“.

Herr Brabeck-Letmathe, ich würde Sie höchstpersönlich gerne einmal für
zwei Tage von diesem Recht abschneiden. Danach würden sie das mit dem
Recht auf Wasser sicher noch einmal überdacht und sich auf die Seite
der gut sieben Milliarden Extremisten auf diesem Globus geschlagen haben.

Was muss man genommen haben, wie krank muss man sein, um so etwas überhaupt
denken und auch noch vor laufender Kamera von sich geben zu können ?

Und wie weit neben der Spur muss ein Weltunternehmen wie Nestlé
sein, um solch einen Menschen auf seinem Posten zu belassen ?

Ganz einfach: Man fühlt sich gar nicht neben, sondern in der Spur.

Nestlé schiebt irgendwelchen afrikanischen Stammesfürsten ein
paar Millionen Dollar in die Tasche und bekommt dafür das Recht,
sich an die größten Wasserquellen zu setzen, das Wasser dort in
Flaschen abzufüllen und dann zu verkaufen.

Da sprudeln die Gewinne. Und weil es nicht genug Profit abwirft, einfach Wasser
zu verkaufen, machte Nestlé aus Wasser ein Lifestyle-Produkt, das auf die obere
Kaufkraftklasse und den breiten Mittelstand abzielt und schluckte nach einigem
Gerangel die Marken Vittel, Perrier und San Pellegrino.

Da es aber nicht überall Quellrechte zu kaufen gibt, zieht Nestlé seit
1997 gereinigtes Grundwasser in Flaschen und vermarktet es unter dem
schönen Namen „Pure Life“.

Schade für die Damen und Herren im schweizerischen Vevey,
dass sich so etwas nicht auch mit Luft machen lässt.

Quelle : mmnews.de

3 Kommentare zu “Nestle : Kein Recht auf Wasser

  1. Du willst ihm für zwei Tage das Wasser entziehen ?

    … na du bist aber gnädig.

    Ich würde ihm für sieben Tage das Wasser entziehen … weil nach sechs Tagen ist er „vertrocknet“ – und somit hätte sich „dieses“ Problem von selbst „erledigt“

    😈

  2. Pingback: IGA 2017 identifiziert sich mit Kinderarbeit bei Nestlé #Werbevertrag | Keinzaun Kienberg-Wuhletal

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