Die Grünen und das Mittelmeer

img_0161Die grüne Pestilenz hat heute ein Bildchen auf ihrer FB-Seite gepostet, das
ein leeres, gestrandetes und marodes Schiffchen an einem Strand zeigt, Was
fällt uns an diesem Bild auf? Es ist beschriftet. “Unsere Schande” steht da.
Nicht ein Windrad ist auf dem Bild zu sehen. Das muss wohl die Schande sein.

Nein, natürlich geht es um die ca. 1000 Flüchtlinge, die seit Anfang der Woche
im Mittelmeer ertrunken sind. Aber warum ist das die Schande der Grünen? Ist
doch klar: Sie haben in Afrika versagt. Sie hätten dort mehr Einfluß gewinnen
müssen. Dann wäre es nämlich verboten gewesen, einen Seelenverkäufer zu
besteigen, der von einem Schiffsdiesel ohne Rußpartikelfilter angetrieben wird.

Wenigstens hätten sie Feinstaubschilder an die nordafrikanischen Länder liefern
können, die schon an der afrikanischen Küste klar gemacht hätte, dass das Befahren
des Mittelmeeres nur mit grüner Plakette statthaft ist. Wenn dann trotzdem welche
ertrunken wären, dann wären es wenigstens Umweltsünder gewesen und die Grünen
würden sich nicht so schändlich fühlen.

Abseits dieser völlig abseitigen Betrachtung der Sachlage ist es aber interessant,
was die Grünen in der jüngsten Vergangenheit alles NICHT als ihre Schande begriffen
haben. Vielleicht hängt´s damit zusammen, dass dabei niemand ersoffen ist.

Das Flüchtlingslager Yarmouk zum Beispiel liegt auf staubtrockenem Land. Dorthin
sind Palästinenser geflüchtet, die dann von IS-Terroristen ebenso staubtrocken
geköpft worden sind. Das war nicht die Schande der Grünen. Seltsam.

Wo doch die Grünen die Ersten sind, die “unsere Schande” greinen, wenn
Palästinenser durch Israelis ihr Leben verlieren. Oder: Als Neugeborene
vor den Augen ihrer christlichen Eltern von Moslems auf den Boden geworfen
und totgetrampelt worden sind – das war auch nicht die Schande der Grünen.

Obwohl sie große Moslemfreunde sind.

Vermutlich deswegen war es auch nicht die Schande der Grünen, als Moslems bei
einer der geglückteren Überfahrten über das Mittelmeer christliche Mitflüchtlinge
über Bord geworfen haben. Das verstehe, wer will. Die sind nämlich einwandfrei
ersoffen. Nicht die Schande der Grünen. Wie´s wohl kommt?

Ich glaube, das kommt so: Die Palästinenser in Yarmouk, die christlichen
Bootsflüchtlinge und die Christenbabies sind ohne ihr eigenes Zutun zu Tode
gekommen. Da waren halt die falschen Menschen zur falschen Zeit am falschen Ort.

Das ist nicht die Schande der Grünen. Die Schande der Grünen ist immer,
wenn erwachsene Menschen selbst eine Entscheidung treffen, die dann nicht
schiefgegangen wäre, wenn sie sich an ein Verbot gehalten hätten, das die
Grünen mit Sicherheit erlassen hätten, wenn sie zuständig gewesen wären.

So ein gekentertes Boot ist ja im Grunde der Absenz des grünen Paternalismus
auf dem Mittelmeer geschuldet. Und dass der auf dem Mittelmeer fahrlässigerweise
fehlt, das ist wirklich die Schande der Grünen.

Von Max Erdinger

Quelle : Journalistenwatch

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