Zwei Klassen-Medizin einmal anders

zweiklassenmedizin_420„Das macht Vierundvierzig Euro Achtundsechzig” sagt die freundliche
Apothekerin, packt Ihre Medikamente in ein kleines Tütchen und legt
noch eine Packung Papiertaschentücher gratis dazu.

Sie schieben einen Fünfzig Euro Schein über den Tresen,
verstauen die paar Münzen Rückgeld und verlassen die Apotheke.

Im Kopf gehen Sie alles noch einmal durch: Zuzahlung zu Herz- und
Blutdruckmittel (der ist beim Bezahlvorgang übrigens kurzzeitig
deutlich angestiegen) , und dann sämtliche Medikamente auf dem
„Grünen Rezept”, die Sie komplett selbst bezahlen mussten.

Immer wenn Ihr Hausarzt Ihnen eines dieser „Grünen Rezepte” ausstellt
wissen Sie: Jetzt gibt es wieder ein Loch in der Haushaltskasse.

Manchmal haben Sie ihm schon ein zorniges: „Was wird denn eigentlich
überhaupt noch bezahlt!” hingeworfen, aber er hat stets milde gelächelt
und mit den Achseln gezuckt.

Das sei so, hat er gesagt, dafür könne er nichts . Frei verkäufliche
Medikamente seien in der Regel „nicht erstattungsfähig”, das heißt
Ihre „Gesundheitskasse” klinge zwar so, bezahle sie aber nicht.

„So sind eben die Vorschriften” seufzt er, „da kann man nichts
machen”, und drückt Ihnen wieder ein „Grünes Rezept” in die Hand.

Ihnen ist aufgefallen, dass es von diesen „nicht erstattungsfähigen”
Präparaten mittlerweile eine ganze Menge gibt: Schleimlöser, Nasensprays
und Ohrentropfen, Homöopathika, viele Schmerzmittel und Allergietabletten,
Salben gegen Hautpilzerkrankungen, und so weiter.

Da kommt schon einiges zusammen.

Dass es auch anders geht, zeigt sich beispielsweise, wenn
ein Asylbewerber in die Praxis Ihres Hausarztes kommt.

Dem ist nämlich nach dem „Asylbewerberleistungsgesetz” bei der Behandlung
„akuter Erkrankungen und Schmerzzustände”… „die erforderliche ärztliche
und zahnärztliche Behandlung einschließlich der Versorgung mit Arznei-
und Verbandmitteln sowie sonstiger zur Genesung, zur Besserung oder zur
Linderung von Krankheiten oder Krankheitsfolgen erforderlichen Leistungen
zu gewähren.”

Diese Regelung bezeichnet “pro Asyl” übrigens als „lebensgefährliche Minimalmedizin.

Ihrem Hausarzt legt der Asylbewerber einfach ein Schreiben des Kreissozialamtes vor.
Darin wird erklärt, dass Asylbewerber nicht nur grundsätzlich von allen Zuzahlungen
befreit sind, sondern auch die „nicht verschreibungspflichtigen” Medikamente, die Sie
immer aus eigener Tasche bezahlen müssen,(„Grünes Rezept”) vollständig übernommen werden.

Immerhin sind Haarwuchsmittel, Appetitzügler
und Potenz steigernde Medikamente ausgenommen !

Kurz gesagt gilt: was Sie in der Apotheke immer selbst kaufen müssen, erhält er gratis.

Da werden Sie nun vielleicht staunen und sich fragen, wer das alles denn bezahlt.

Die Antwort ist denkbar einfach: das Sozialamt, genauer:
„der Staat”, noch genauer: Sie selbst mit Ihren Steuergeldern.

Vielleicht finden Sie das so in Ordnung, obwohl Sie wissen, dass nur ein geringer
Prozentsatz der Antragsteller als Asylberechtigte oder Flüchtlinge anerkannt werden.

Vieleicht aber auch nicht.

Von Markus Werner

Quelle : Journalistenwatch

3 Kommentare zu “Zwei Klassen-Medizin einmal anders

  1. Ich boykottiere die Freiwillige_Gesetzliche Krankenkasse demnächst.
    Wofür Kankenversicherung, wenn man fast alles selber zahlen soll.
    Asylschmarotzer etc. bekommen von mir keinen Cent über meinen Beitrag.

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