„Immer mehr, immer mehr, immer mehr,
ich fang den Nichtzahler und hol sein‘ Beitrag
her….“: so oder so ähnlich stimmten die Mitarbeiter der ARD jeden Morgen zum Frühstück
die Betriebshymne an. Besonders beliebt war sie natürlich bei der GEZ, den total legitimierten.
Wer die Drecksarbeit machen muss, soll gut bezahlt sein und hat im Grunde den Job
sicher. Nun erhöht sich der Druck auf den neuen „Beitragsservice“ mit seinen über
1000 Außendienstangestellten. (GEZ hat keinen Außendienstmandat mehr!)
Druck bringt so einiges zu Tage. Druck lässt Wasser schneller kochen. Druck macht
aus etwas Kohlenstaub einen funkelnden Diamanten. Und auch beim Ex-GEZ-Kohlebeschaffung-
sdienstfördert er die ersten interessanten Reaktionen zu Tage.
Als im März die neuen Organigramme durch den Beitragsservice wanderten, klang da erstmal
nur ein „wir haben einfach nur noch Angst“. 200 Stellen müssen abgebaut werden. So etwas
kannte man bis dato nur aus der Zeitung. In der Behörde gebe es einen Berg von zwei
Millionen Vorgängen, die dringend bearbeitet werden müssten, der Führung des Hauses sei
ein „hochmotorisierter Dienstwagen“ wichtiger als die Lösung der Probleme.
Als im März die neuen Organigramme durch den Beitragsservice wanderten, klang da erstmal
nur ein „wir haben einfach nur noch Angst“. 200 Stellen müssen abgebaut werden. So etwas
kannte man bis dato nur aus der Zeitung. In der Behörde gebe es einen Berg von zwei
Millionen Vorgängen, die dringend bearbeitet werden müssten, der Führung des Hauses sei
ein „hochmotorisierter Dienstwagen“ wichtiger als die Lösung der Probleme.
„Normalerweise gibt es einen Rückstau von 100.000 bis 200.000 Anfragen von Beitragszahlern,
einen so hohen Rückstand hatten wir noch nie“, sagte eine Mitarbeiterin des Beitragsservice.
Das zeige, welche Probleme der Laden gerade habe. Tatsächlich geht es diesmal um die nackte
Tatsache: Den Laden braucht eigentlich keiner.
Die intern durchgeführte „Potentialanalyse“ einer mit Gebührengeldern beauftragten
externe Unternehmensberatungm die Strukturen analysiert hat, führte ein Organigram
zu Tage, in dem eine enge persönliche Vertraute des Geschäftsführers zur Abteilungsleiterin
„Organisation und zentrale Projekte“, kurz OZP, gemacht werden soll, eine derzeit als
Sekretärin beschäftigte Mitarbeiterin soll Geschäftsbereichsleiterin werden, obwohl selbst
Teamleiter ein abgeschlossenesFachhochschulstudium für diesen Job mitbringen müssen.
Die ersten GEZ’ler lassen sich derzeit anwaltlich beraten. Viele sind auch beunruhigt,
weil demnächst ein ähnlicher Prozess für die Teamleiter-Ebene geplant ist.
„Es ist nach meinem Eindruck so, dass bei diesem Prozess der Neustrukturierung sachfremde
Erwägungen und persönliche Verbindungen wichtiger sind als die tatsächliche berufliche
Qualifikation“, sagt eine Mitarbeiterin aus der mittleren Führungsebene im Gespräch mit
der FAZ, die hierzu explizit nachfragte.
Das Vorgehen verstößt mit großer Wahrscheinlichkeit gegen die Compliance-
Richtlinien. Wirklich? Die GEZ entdeckt Compliance-Richtlinien ?
Der Filz war groß und ist groß.
Familiär wird vergeben und gelebt, vom Steuer- oder Abgabenzahler kassiert, vom
Staat geschützt, von Politikern der Landesparlamente legitimiert und als Zweck
die Demokratie hochgehalten. Na dann Prost !
Hat dies auf NeueDeutscheMark2015 rebloggt.