Post an den Wahnsinn (BILD Zeitung) – Grimmiger Sarkasmus von Thomas Böhm

bloed_zeitungDer von wild gewordenen Holzwürmern zerfressende Totenkopf der „Bild“, Franz Josef
Wagner, hat mal wieder an den Gittern seiner journalistischen Einzelzelle gerüttelt
und seinem Wärter in der Chefredaktion den Nachttopf gereicht, der uns nun den übel
riechenden Inhalt als neuen als Kommentar verkaufen will.

Wir müssen lesen:

„Die Flüchtlinge haben Euch zu Siegern gemacht. Euer Jubel bei jeder Hochrechnung
war wie auf einem Friedhof tanzen. Hahahaha lachtet Ihr, während in Idomeni ein
Baby über einer Pfütze gewaschen wurde.

Ich frage mich, was für eine Art Freude Ihr empfindet, wenn es anderen
Menschen schlecht geht und Ihr Euren Wahlsieg feiert. Ist das menschlich?

Wie kann man lachen, jubeln, wenn Frauen, Kinder, Rollstuhlfahrer, Babys am Verrecken
sind. 600 Flüchtlinge versuchten, über Matschfelder und über einen reißenden Fluss
nach Mazedonien, nach Europa zu kommen. Drei starben.

Der Jubel der AfD wird nicht lange dauern. Das Lachen der AfD ist ein unnatürliches
Lachen. Das Ur-Gefühl des Menschen ist das Mitgefühl, das Helfen. Unser Herz ist bei
dem Baby von Idomeni. Unser Herz ist bei den Toten, die gestorben sind im Grenzfluss
zwischen Griechenland und Mazedonien.

Unser Herz, hoffe ich, ist ein gutes Herz. Nicht alle, die die AfD wählen,
haben ein schlechtes Herz. Kommt zurück zur Liebe zwischen Menschen.“

Als ob sich Wagner jemals um das Schicksal anderer Menschen, insbesondere derjenigen,
die behaupten, sie wären Flüchtlinge, gekümmert hätte. Als ob Wagner jemals einem
anderen Menschen als sich selbst geholfen hat (und auch dabei kläglich gescheitert ist).

Selten so gelacht.

Außerdem übersieht „Springers Schandmaul“, dass es die Hexe Angela ist, die sich auch
nach diesen Landtagswahlen als Siegerin wähnt, ihren Flüchtlingskurs bestätigt sieht
und weiterhin mit ihren knochigen Fingern all die armen Hänsels und Gretels aus dem
Morgenland in ihr Pfefferkuchenhäuschen lockt und dabei vergisst, auf die Gefahren
am Wegesrand hinzuweisen.

Dass ausgerechnet einer wie Wagner von „Herz“ faselt, ist einfach nur irre, denn
bei ihm schlägt dieses Organ garantiert nicht am rechten Fleck, bei ihm pocht
allerhöchstens der Stalin-Orden – und das am linken Fleck. Und wenn Wagner das
Wort „Liebe“ in den Mund nimmt, meint er nichts anderes als das Zeugs, was zwischen
den Zähnen hängt und nach Fäulnis riecht.

All die armen Würstchen, die Wagner persönlich kennenlernen mussten, wissen, dass er
gerne, wenn er mal vom Würgehalsband des Verlages losgelassen wird, als Chefredakteur
seine Umgebung in ein Arbeitslager verwandelt und nur eine Flucht aus seiner folternden
Umklammerung die berufliche Existenz sichert.

Gelacht hat er sicherlich das letzte Mal, als er mit seinem Porsche ein
Eichhörnchen zu Brei gefahren hat – wobei wir dann auch schon beim Thema wären:

Wagner will dem kläglichen Rest der „Bild“-Leserschaft tatsächlich verklickern,
dass die AfD irgendetwas mit den von Gutmenschen indirekt „ersoffenen“ Flüchtlingen
von Idomeni zu tun hätten.

Das ist natürlich absolut irre, sozusagen im Kreis gedacht.

Denn wenn das so wäre, hätte Wagner auch indirekt Schuld an den weltweit gezählten
1,25 Millionen Verkehrstoten, weil er – egal in welchem Zustand – jede Nacht in
seinen Porsche steigt und ohne Erbarmen, ohne Gnade, eben nur  mit diesem grausamen
Lachen auf dem Weg ins heimatliche Wachsfigurenkabinett kräftig Gas gibt.

Aber bekanntlich rollt in einem hohlen Hirn die Marmel ganz besonders rund.

Bleibt allerdings die Frage, wie lange die „Bild“ eigentlich noch diese langsam dahin
siechende Witzfigur des deutschen Boulevards mit „überzuckerten“ Brotkrümeln füttern will.

Bis sich der letzte Leser mit der Zeitung die Hundescheiße von den Schuhsohlen kratzt?

von Thomas Böhm

Quelle : Journalistenwatch

2 Kommentare zu “Post an den Wahnsinn (BILD Zeitung) – Grimmiger Sarkasmus von Thomas Böhm

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