Damit hätten die Blockparteien wohl nicht gerechnet. Mit ihrem klaren und überlebenswichtigen
Statement, dass der Islam nun doch nicht zu Deutschland gehört (obwohl er sich hier bereits
bestens „etabliert hat“), bleibt die AfD auch nach ihrem Programmparteitag, der von den Medien
logischerweise niedergeschrieben worden ist, weiterhin auf Erfolgskurs.
Und der wird sich weiter fortsetzen, da keiner der etablierten Parteien den Willen
oder die Möglichkeit hat, Fehler einzugestehen und einen glaubwürdigen politischen
Kurswechsel einzuschlagen.
All das, was man in den letzten Tagen zu diesem Thema lesen
durfte, kann man ruhig als billiges Täuschungsmanöver abhaken.
Zum Beispiel soll Angela Merkel in ihrer ganzen verlinkten Scheinheiligkeit bei einer
Präsidiumssitzung ihrer Partei angekündigt haben, dass man nun bitte schön wieder verstärkt
auf konservative Wähler zugehen müsse. Alles Humbug, denn das wäre so, als wenn ein Grottenolm
ankündigen würde, ein Sonnenstudio zu eröffnen.
Natürlich gab es gleich ein Dementi – warum, erklären wir später.
Noch lächerlicher aber hat der Club der Arbeiterverräter, die SPD, die sich gerade auf dem Sprung
ins politische Abseits befindet, auf den Erfolg der AfD reagiert. Deren Generalsekretärin Katarina
Barley will nun unbedingt Wähler von der Konkurrenz am anderen Rand der Republik zurückgewinnen.
Vollmundig behauptete sie, dass auch ihre Partei die Menschen im Blick hätte und dass sich
die SPD nicht verstecken müsse und auf gar keinen Fall die AfD-Sympathisanten abschreiben dürfe.
Wenn die SPD aber jemand im Blick hat, ist das als Drohung zu verstehen. Da denken wir doch nur
an Heiko Maas, der sogar ehemalige Stasi-Offiziere rekrutiert hat, um Bürger im Blick zu behalten.
Außerdem würde sich wohl niemand, der von dieser linksradikalen Partei übelst als Pack beschimpft
wurde, mit einem Kreuzgang dafür bedanken wollen.
Wie durcheinander einige Politiker ob dieser äußert agilen Konkurrenz, die aus dem fruchtbaren Boden
des politischen Widerstands emporgeschossen ist, reagieren, beweist uns Unions-Fraktionschef Volker
Kauder. Die neue Osnabrücker Zeitung zitierte ihn jüngst mit den Worten, dass die rund vier Millionen
Muslime zu Deutschland gehören würden, der Islam aber nicht. Gleichzeitig aber verurteilt dieser Narr
am Hofe Kaiserin Angelas die AfD, weil diese beschlossen hatte, dass die rund vier Millionen Muslime
zu Deutschland gehören, der Islam aber nicht!
Bei dieser Art der Schizophrenie sollte er lieber seinen Arzt oder Apotheker fragen!
Den billigsten Trick aber lieferte gerade Merkels Bettvorleger Horst Seehofer ab, der die
Öffentlichkeit davon in Kenntnis setzen wollte, dass die CSU bei der nächsten Bundestagswahl
eventuell gegen die große, böse Schwester CDU antreten würde, wenn die weiterhin ihren Kurs
in der Flüchtlingskrise fortsetzen wolle(was sie mit ihrem Dementi – siehe oben – auch bestätigt hat).
Jeder klar denkende Bürger aber weiß, dass hinter diesem Freischwimmer-Kurs der CSU nur Angela
Merkel selber stecken kann. Während sie weiterhin konsequent am linken Flusslauf der Republik
ihr Treibnetz ausspannen will, damit sie ihre „Koalitionspartner“ SPD, Linke, und die Grünen
weiter unter Kontrolle halten kann, soll Seehofer das Ufer auf der anderen Seite abgrasen – in
der Gewissheit, dass nach der Wahl, wenn es gelungen ist, der AfD den einen oder anderen Wähler
abzuluchsen, der Horst wieder ans Fußende ihres Bettes kriecht.
Dieses ganze Buhlen um die Wähler zeigt uns noch mal in aller Deutlichkeit, wie die
Blockparteien unsere Demokratie pervertiert haben. Es geht überhaupt nicht mehr um
politische Inhalte und den Wählerwillen – das beweisen ja auch die Farbpalletten-
Koalitionen – es geht nur noch darum, das Stimmvieh von einem systemimmanenten Stall
in den anderen zu treiben, es mit geschmacksverstärkten Futter zu mästen und dann
genüsslich abzuschlachten, am besten ohne Betäubung.
Und der Wähler muss sich mittlerweile vorkommen wie in einem Spielcasino, in dem er seine
Stimme in einen Geldschlitz steckt, am Hebel zieht und sich die Regierungs-Kombination
meistens zugunsten des Betreibers zusammensetzt.
Von Thomas Böhm