13-Jähriger erhält Leibesvisitation und kommt ins Gefängnis wegen Rülpsens im Unterricht

von

Kid-Court

Albuquerque, New Mexico – In Sowjet-Amerika ist Rülpsen während des Unterrichts ein ernsthaftes Vergehen. Beweis gefällig? Betrachten wir nur die Geschichte dieses 13-Jährigen aus der Cleveland Middle School in Albuquerque, New Mexico.

Laut des Jura-Professors Jonathan Turley von der George Washington University verhielt sich der Junge wie ein Klassenclown, indem er tat, was viele Klassenclowns eben tun: den Unterricht stören. Wegen seiner lauten Rülpser meldete ihn seine Lehrerin Margaret Mines-Hornbeck beim Polizeibeamten Arthur Acosta. Der Siebtklässler wurde daraufhin zu einer Dienststelle gebracht, nachdem er nach Drogen durchsucht wurde, als der stellvertretende Schulleiter den 13-Jährigen beschuldigte, an einer Transaktion mit Marihuana beteiligt gewesen zu sein.

Während der Durchsuchung wurde der Junge aufgefordert, seine Jeans und Schuhe auszuziehen und dann mit dem Gummiband der Shorts zu schnippen, die er darunter trug. Das alles war jedoch vergeblich, weil gar keine Drogen gefunden wurden.

Nach der traumatisierenden Erfahrung wurde der Junge für den Rest des Jahres vom Unterricht suspendiert, und das alles bloß, weil er zu laut gerülpst hatte. Aber das war noch nicht das Ende vom Lied.

Anstatt die Sache nach so einer rüden Behandlung auf sich beruhen zu lassen, entschied die Cleveland Middle School, ihn aufgrund einer Bestimmung anzuklagen, die besagt, dass keine Person absichtlich den Erziehungsvorgang  irgendeiner öffentlichen oder privaten Schule stören soll, indem man irgendeine Handlung begeht, mit der Begehung droht, oder andere dazu anstiftet, die den gesetzlichen Auftrag, die Abläufe und Prozeduren oder Funktionen einer öffentlichen oder privaten Schule stört, beeinträchtigt oder behindert.

Zu allem Überfluss entschied das amerikanische Berufungsgericht des zehnten Gerichtsbezirks, die Handlung des Schulbeamten aus Albuquerque zu bestätigen, indem es behauptete, dass die Polizei und die Schulleitung den 13-Jährigen rechtmäßig in ein Jugendgefängnis geschickt hatten.

Sie haben richtig gelesen. Das Gericht entschied, es ist in Ordnung, ein Kind dafür ins Gefängnis zu schicken, weil es sich wie ein Klassenclown benimmt.

Laut Nick Gillespie vom Reason Magazine trägt diese Art von Überreaktion zur Erklärung bei, warum die Amerikaner ihr Vertrauen in wichtige Institutionen des politischen, wirtschaftlichen und zivilen Lebens verlieren. Anstatt sich den Glauben an ihre Strafverfolgungsmethoden zu bewahren, benehmen sich diese Behörden, als ob sie weder an sich selbst noch an die Dinge glauben, um die sie sich kümmern, indem sie beweisen, dass dies eine dekadente Gesellschaft ist…die nicht länger das Gefühl hat, als ob sie auf irgendeine andere Art die Dinge unter Kontrolle bekommen kann, außer durch Vertreibunng und extreme Maßnahmen.

Er könnte recht haben, denn dies ist nicht das erste Mal, dass Kinder dafür schwer bestraft wurden, dass sie sich einfach wie Kinder verhalten haben.

Letztes Jahr wurde Ahmed Mohamed verhaftet, nachdem sein Lehrer von der MacArthur High School Beamte wegen einer Uhr zu Hilfe gerufen hat, die er zuhause zusammengebaut hatte. Die damaligen Beamten unterstellten, dass der Junge versucht habe, Angst vor eine Bombe zu verbreiten, aber der Fall wurde später nicht weiter verfolgt.

Erst kürzlich, so berichtet Professor Turley, wurde eine Reihe von Schülern wegen Kommentaren vom Unterricht gesperrt oder von der Schule verwiesen, die sie auf Internsetseiten von sozialen Medien hinterlassen haben, wodurch sich die Frage stellt, warum Lehrer und Verwaltungsbeamte jugendliches Benehmen kriminalisieren, anstatt sich mit den Schülern und ihren Lehrern über diese Dinge zu unterhalten?

Kann es sein, dass so etwas zur Norm wird?

Übersetzt aus dem Englischen  von Anonhq.com

http://derwaechter.net/wip-13-jaehriger-erhaelt-leibesvisitation-und-kommt-ins-gefaengnis-wegen-ruelpsens-im-unterricht

 

4 Kommentare zu “13-Jähriger erhält Leibesvisitation und kommt ins Gefängnis wegen Rülpsens im Unterricht

  1. Mag sein, dass das Ganze etwas übertrieben ist. Und dass die Häufigkeit solcher Übertreibungen tatsächlich das Vertrauen in einen Rechtsstaat zerstören kann.

    Allerdings kennen wir nicht die gesamte Vorgeschichte des Jungen und wie er sich sonst noch in der Vergangenheit aufgeführt hat.

    Es gibt halt leider Kinder, bei denen selbst die beste Kinderstube nichts hilft und bei denen eine solch drastische Maßnahme leider notwendig ist.

    Und was den Verdacht wegen Drogen betrifft: Einem ehemaliger Bekannter von mir ist mal was ähnliches passiert.

    Nachdem ihm nachts in seiner Wohnung Fernseher und Spielekonsole geklaut wurden und er mit total verheulten Augen zur Polizei ging, da haben die Beamten auch erst gedacht, er habe gekifft.
    Und das auch nur, weil er in der Vergangenheit wegen Kiffens schon mal auffällig war.

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