Bericht: Angriff auf UN-Hilfskonvoi war Inszenierung

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Laut eines Berichts der Internationalen Gruppe zur Unterstützung Syriens war der Anschlag auf den UN-Hilfskonvoi in der syrischen Provinz Aleppo […]

Laut eines Berichts der Internationalen Gruppe zur Unterstützung Syriens war der Anschlag auf den UN-Hilfskonvoi in der syrischen Provinz Aleppo kein Luftangriff. Vielmehr handelt es sich um eine von Rebellen geplante Inszenierung. Damit widerspricht der Bericht jüngsten UN-Erklärungen, dass der Konvoi aus der Luft angegriffen wurde.

Der angegriffene Hilfskonvoi nahe Aleppo ist definitiv aus der Luft zerstört worden, sind sich Vertreter der Vereinten Nationen inzwischen sicher. Die Experten der unabhängigen Untersuchungsgruppe kamen allerdings zu einem anderen Ergebnis. Sie werteten unter anderem das Video einer russischen Drohne aus, die den Konvoi in Syrien lange Zeit begleitete. Demnach war auf dem Material „ein Fahrzeug mit einem Anhänger deutlich zu sehen, auf dem ein großkalibriger Minenwerfer zu sehen war“. Das Kriegsgerät „bewegte sich unter Deckung des humanitären Konvois“.

Die Ermittler behaupten in ihrem Bericht, dass sich in Urum el-Kubra, wo sich der Zwischenfall ereignete, eine große Zahl von dschihadistischen al-Nusra-Kämpfer aufgehalten hätten. Sie starteten zur gleichen Zeit und am selben Ort, den der UN-Konvoi streifte, eine Offensive in Richtung Aleppo. Diese wurde von Artilleriewaffen, Panzern und Mehrfachraketensystemen unterstützt“, schrieb der Bericht.

Die Autoren der Analyse glauben, dass der Angriff inszeniert gewesen war. Dabei weisen sie darauf hin, dass das Fahrerhaus eines der Laster intakt blieb. Es gab keinerlei Explosionsspuren. Die Ladung hingegen brannte völlig aus. Ein Blick auf die Straßen ergeben keinerlei Krater oder Schäden durch Bombenexplosionen.

Außerdem standen die Transportfahrzeuge vergleichsweise untypisch auf der Straße als das für gewöhnlich nach einem Luftangriff der Fall ist. Die Experten beanstanden, dass die Explosionswelle eines Luftangriffs für gewöhnlich dazu führt, dass Fahrzeuge umgekippt wären. An den anliegenden Hauswänden würden sich keinerlei Spuren von Bombensplittern wiederfinden. Fragile und leicht entflammbare Kartons blieben liegen. Hinsichtlich des mutmaßlichen Bombentrichters schrieben die Analysten:

„Der zentrale Teil des Trichters zieht Objekte in sich hinein anstatt sie auszustoßen. Ist das etwa ein Schwarzes Loch?“

Des Weiteren heißt es:

„Anhand dieser vorläufigen Analyse können wir feststellen, dass es sich um eine gut vorbereitete Angriffsinszenierung handelt.“

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