Begriffshygiene : Der Reichsbürger

fit-400x320In den letzten Wochen taucht er immer häufiger in den Systemmedien auf. Er dringt Tag
für Tag tiefer in den allgemeinen Sprachgebrauch bestimmter Interessengruppen als neuer
Totschlag-Begriff für aufmüpfige Deutsche ein. Auf scheinbar unerklärliche Weise gibt es
jeden Tag ein paar Menschen mehr, denen dank der absichtlich(?) fehlenden eindeutigen
Begriffsklärung ein neu geschaffener Makel umgehängt wird. Die Rede ist vom so genannten
„Reichsbürger“ unter dem man sich Alles aber auch Nichts wirklich vorzustellen vermag.

Eigentlich zeugt das Verwenden von falsch oder undeutlich definierten Totschlag-
Begriffen wie „Reichsbürger“, „Rechtsextrem“, „Nazi“ oder „Verschwörungstheoretiker“
doch nur von eindimensionalem Denken in schwarzen und weißen Schubladen.

Leider werden solche Begriffe in der heutigen Zeit allzu oft in den Mund genommen,
ohne dass sich der Benutzer noch die Mühe einer sinnvollen Hinterfragung macht.
Viele dieser Begriffe werden somit ungefiltert und aus Bequemlichkeit leichtfertig
verwendet.

Wie sehr man seinem Gegenüber damit in der Regel unrecht tut, wird selten bedacht.
Indem man Menschen in solche systemisch gewünschten Schubladen steckt, erfüllt sich
bereits der Plan, der hinter solchen Begriffen steckt – die kollektive Diffamierung
Andersdenkender.

Ich versuche es hin und wieder, solch Begriffe nach deren wahrer Bedeutung unter
der Rubrik „Begriffshygiene“ zu analysieren. Aus gegebenem Anlass nehmen wir uns
deshalb heute mal den aktuell so beliebten „Reichsbürger“ vor.

Um eine erste Analyse machen zu können, ziehen wir zunächst eine Definition heran,
die jedermann auf gut besuchten Internetseiten finden kann. So sagt Wikipedia zum
Thema „Reichsbürgerbewegung“ beispielsweise folgendes:

Die Reichsbürgerbewegung umfasst ….. sektenartige Gruppen von Rechtsextremen und
Verschwörungstheoretikern, die sich selbst als „Reichsbürger“, „Reichsregierung“,
„Staatsangehörige des Freistaates Preußen“ oder „Natürliche Personen“ bezeichnen.

Sie entstand in den 1980er Jahren und tritt seit 2010 verstärkt in Erscheinung.
Zu ihrer Ideologie gehört die Ablehnung der Demokratie und häufig die Leugnung
des Holocausts. Ihre Anhänger behaupten, das Deutsche Reich bestehe fort, aber –
entgegen ständiger Rechtsprechung und herrschender Lehre – nicht in Form der
Bundesrepublik Deutschland. Vielmehr werde das Deutsche Reich in den Grenzen
von 1937 (oder den Grenzen von 1914, je nach Gruppe) durch eine „kommissarische
Reichsregierung“ (KRR) oder Ähnliches vertreten, welche verschiedene Gruppen
für sich beanspruchen. Die Reichsbürgerbewegung wird daher auch als „KRR-Szene“
oder „Reichsideologenszene“ bezeichnet.

Schon beim ersten lesen dieser Zeilen beschleicht mich der Verdacht, dass diese
Definition ein blanker Unsinn ist. Aber analysieren wir den Text nach seinen
Aussagen mal genauer und ziehen wir dafür eine seriösere Quelle als Wikipedia heran.

Den kompletten Artikrl findet Ihr hier : Deutschland Pranger

5 Kommentare zu “Begriffshygiene : Der Reichsbürger

  1. Pingback: Begriffshygiene : Der Reichsbürger | No-Zensur Das freie Wort für eine freie Welt !

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