Frankreich verabschiedet kontroversen Gesetzesentwurf zur Kamerapflicht in allen Schlachthäusern

von

Die französische Nationalversammlung hat am Freitag letzter Woche dafür gestimmt, die Vorgänge in Schlachthäusern und das Verhalten der Arbeiter zu überwachen, um Grausamkeiten gegenüber Tieren vorzubeugen, sowie Verstößen gegen Hygiene- und Sicherheitsvorschriften.

Während viele sich damit zufriedengeben, die Prozesse zu ignorieren, die Nutzvieh in sauber verpackte und geschlachtete Fleischprodukte transformieren, sind diejenigen selten mit ihren Erkenntnissen zufrieden, die es bislang gewagt haben, die Praktiken der industriellen Fleischverarbeitungsindustrie zu erforschen. Auf der gesamten Welt zeigt sich bei den Arbeitern nämlich häufig eine beachtliche Geringschätzung der Tiere, die „verarbeitet“ werden. Gleichzeitig verletzen sie auch oft maßgebliche Sicherheits- und Hygienegesetze. In vielen Fällen werden die Tiere unsachgemäß betäubt oder getötet. Das heißt, dass sie manchmal sogar noch am Leben sind, wenn sie in Tanks voll kochend heißer Flüssigkeit weitergereicht werden oder während an ihnen andere Schritte der Produktionskette durchgeführt werden.

Andere Tiere werden zum Opfer von Prügel oder anderem Missbrauch durch die Arbeiter im Schlachthaus, die selbst oftmals von ihren Aufsehern missbraucht werden: Man verlangt von ihnen, dass sie in einer bedenklichen Geschwindigkeit arbeiten und unter höchst stressigen Bedingungen. In anderen Fällen hat die Priorisierung der Schlachtungsgeschwindigkeit über die Sicherheit und über das Tierwohl zu zahlreichen ekligen Hygieneverstößen geführt. Dazu gehört etwa die Kontamination des Fleisches mit Fäkalien, die Aufbewahrung in mit Insekten verseuchten Räumen und die Entladung von Schlachthausabfällen – das heißt: Blut – in öffentliche Wasserwege oder in die Regenwasserkanalisation. Wenig überraschend setzen sich diese Missbrauchshandlungen immer mehr durch: Staatliche Regulierungen oder Überwachungen jedweder Art fehlen und das wirtschaftliche Fazit samt Endergebnis übertrumpft den gesunden Menschenverstand.

Trotzdem hat die aufkeimende Tierrechtsbewegung in Frankreich sich dafür entschieden, etwas dafür zu tun, dass diese schädlichen und unmenschlichen Praktiken beendet werden. Vor Kurzem erst hat die Bewegung einen historischen politischen Sieg errungen. Am Freitag letzter Woche hat die französische Nationalversammlung einen Gesetzesentwurf verabschiedet, der die Installation von Kameras in Schlachthäusern im gesamten Land vorschreibt. Das Land hat darüber hinaus eine unabhängige Kommission ins Leben gerufen, die Ethikrichtlinien in Schlachthäusern überwachen soll und harte Strafen verhängt, wenn Tiere missbraucht werden. Dazu zählen etwa 6 – 12 Monate Haft und saftige Geldbußen von bis zu 20.000 Euro (21.000 Dollar). Die Maßnahme soll im Jahr 2018 umgesetzt werden und wurde in Konsequenz auf weitreichende öffentliche Proteste beschlossen: denn mehrere entsetzliche und schockierende Undercover-Berichte von örtlichen Tierrechtsaktivistengruppen waren an die französischen Medienorganisationen weitergegeben worden.

Die französische Gesetzgebung hat die Maßnahme mit 28 zu 4 Stimmen verabschiedet, die Praktiken in Schlachthäusern und das Verhalten der Arbeiter überwachen soll, um Verstöße zu verhindern. Der Gesetzesentwurf muss es immer noch durch den Senat schaffen, wo er diskutiert wird, um im März dann darüber abzustimmen. Wenn er erfolgreich verabschiedet wird – wovon Beobachter mit großer Wahrscheinlichkeit ausgehen – werden die Kameras in einer „experimentellen Phase“ bereits im Juli des Jahres 2017 in 263 Schlachthäusern installiert werden. 85% der französischen Bürger befürworten die Videoüberwachung von Schlachthäusern, heißt es bei IFOP, dem Institut für öffentliche Meinung von der französischen Regierung.

Obwohl der Gesetzesentwurf sich überwältigender öffentlicher Unterstützung erfreut, wurde er nicht ohne Kontroversen verabschiedet. Stéphane LeFoll, der französische Landwirtschaftsminister, sprach während der Debatte in der Nationalversammlung über die Notwendigkeit, „Respekt vor den Arbeitern im Schlachthaus zu haben“. Das sagte er in Reaktion auf jüngste Vorfälle, bei denen Arbeiter in der Landwirtschaft an verschiedenen Medienstunts teilgenommen hatten; unter anderem das Abladen von Lastwagenladungen Gülle an öffentlichen Plätzen oder das Aufhängen von toten Tieren an Autobahnüberführungen – all das taten sie, um gegen die verpflichtende Einführung von Kameras per Gesetz zu protestieren. Viele Gewerkschaften der Landwirtschaft – die sich gegen die Maßnahme aussprechen – drängen auf eine Erhöhung der Subventionen durch die Regierung für die Schlachthäuser und für die nationalen Fleischproduktionsanlagen, um die „unfaire“ Konkurrenz aus anderen Ländern auszuhebeln. Viele französische Bürger unterstützen jedoch den Wegfall jedweder Art von Unterstützung für die nationale Fleischindustrie – nicht jedoch deren Erweiterung. Obwohl sich noch zeigen muss, ob die verpflichtende Verwendung von Kameras die Fleischindustrie in irgendeiner Weise negativ beeinflussen wird, ist das ein positiver und historischer Schritt für die Tierrechtsaktivisten in der Europäischen Union.

Was sagt ihr dazu? Bitte kommentiert unten auf diesen Artikel und teilt diese Nachricht!

Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com.

Quellen:

 

http://derwaechter.net/frankreich-verabschiedet-kontroversen-gesetzesentwurf-zur-kamerapflicht-in-allen-schlachthausern

Advertisements

Ein Kommentar zu “Frankreich verabschiedet kontroversen Gesetzesentwurf zur Kamerapflicht in allen Schlachthäusern

  1. Hat dies auf behindertvertriebentessarzblog rebloggt und kommentierte:

    Gerne erinnern wir uns, das der Erste Mai und internationaler Arbeiter- und Bauerntag vom Reich und da dem Herrn Hitler begründet wurde, wie das es auch die Würdigung der Mütter gab! Aber was wenige wissen, es war auch das Deutschem Reiche sein Führer, der als Letzter in Europa das Schächten im Reich verboten hatte, we da die Gesetze zur Natur und dem Tierschutz erlassen wurden! Nun kommen die EU und deren Schaffer in den NGO´s und deklarieren, alles Blödsinn? Man, was sind das denn für Systemlinge und dann unsere, die dem Volke versprechen abgeben, aber nur Laber und Gelaber, dann doch alles Vernichten, was im Reich und an Gesetzen Schaffen und Wohlstand unter Allen brachte! Die EU kümmet daher und plündert die kassen, während Oma und Opa für die Zukunft und die Jugend in ihren Zeiten als Volk da Grundsteine der Not- und Altersversorgung schafften! Fängt an mit höheren Fremdarbeiterrenten und deren medizische Versorgung, ohne das sie noch etwas vom Reich wissen wollte und sich absetzten, wie auch die Lügner in der NWO und EU daherkommen und sich die Kassen nehmen, für deren Sozial, und uns da in die Sozialhilfe für Betreute treiben, denn Grundsicherung ist Heim- und Ortsbezogen und sie ist nur am Wohnort erhältlich! Deren Überprüfung auch ganzer Familienmitglieder, für die Sicherung, machen die verwandtschaft dann auch sauer auf jeden Hilfe-Empfänger, siehe die UNO-Laberin, deren bruder ohne Ihr Wissen so einfach krepiert und man dann erfährt, das die eine so reiche Dame ist! Warum hatte sie das Geld nicht im Volk gelassen, wie wir als Pioniere auch Alten und Behinderten Hilfen unentgeldlich brachten! Die Merkel zog doch auch mit, beim Papier-Sammeln und petzen zu Hause, bei wem sie Spioneren konnte! Max braucht Wasser und nun sind die gesamte Herstellung von Stahl und Walz-Werken im Ausland und unter anderem besitzer, trotz dessen, was da Volkseigentum und ehrenamtlich im Sozialismus für das Volk geschafft wurde! Aber so ist das, der Arbeiter und Held, bekommt ein Bonbon an die Jacke genagelt und Postenjäger und Faule tummeln sich da in den Versorgungsbereichen herum! Man nennt schon keine Namen mehr, weil das Gesock´s sich dann noch Erpressungshaft besorgt mit Scheinurteilen, auch so in der Zone erlebt! Glück, Auf, meine Heimat!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s