Andreas Popp : Wählen gehn ? – Der Niedergang des Parteiensystems

Sieht man von der attischen Demokratie ab, die vollkommen anders funktionierte,
als unser heutiges Parteiensystem und eher dem germanischen Thing ähnelte, ist
die Staatsform der modernen Parteiendemokratie ein kurzes Experiment in der
Menschheitsgeschichte.

Mit viel Idealismus, besten Vorsätzen und großen Hoffnung gestartet, wollten
die Verfechter der Volkssouveränität und Menschenwürde Feudalismus, Monarchie
und Diktatur als unterdrückende uns ausbeuterische Strukturen hinter sich lassen.

Das freie Volk sollte der Souverän sein und in freier Selbstbestimmung verantwortungsvoll
sein Schicksal wählen. Leider stellt sich schon nach wenigen Jahrzehnten heraus, daß es
immer und überall Menschen gibt, die sich nehmen, was sie haben wollen, Macht ansammeln,
Cliquen bilden und ihre Vorteile und Positionen ausbauen und befestigen – und auf diese
Weise in neuer Verkleidung wieder die alten Strukturen entstehen zur Unterdrückung,
Ausbeutung und Bevormundung.

Was früher die Feudalherren, und deren Verwalter und Geldeintreiber waren,
sind heute die Parteien und die Behörden. Die Pfründe zu sichern steht an
oberster Stelle, die Seilschaften in den Parteien leisten da Großes.

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