Abt. Wünsche: Nigerianer mit Führerschein

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Kein Führerschein! Foto: JouWatch

 

Viele Flüchtlinge in Bayern haben keinen Führerschein, wie Maximilian Gerl in der Süddeutschen Zeitung bedauert. Allerdings bräuchten sie einen, um zur Arbeit fahren zu können. Dem Erwerb einer deutschen Fahrerlaubnis stünden Hindernisse im Weg. Ein verlorener Pass des Herkunftslandes sei beispielsweise eines. Zwar hätten viele Flüchtinge einen Führerschein ihres Heimatlandes, aber der müsse spätestens nach einem halben Jahr in Deutschland umgeschrieben werden. Dazu müsse sowohl eine theoretische, als auch eine praktische Fahrprüfung abgelegt werden. Nicht überall auf der Welt gälten aber die deutschen Verkehrsregeln. So komme es vor, daß die „Rechts-vor-links-Regel“ mißachtet wird, weil der Flüchtling der irrigen Annahme ist, Vorfahrt habe, wer zuerst am Ort der späteren Kollision gewesen sei. Auch gebe es sprachliche Probleme, so die SZ.

Typisch sei zum Beispiel, daß ein Handwerker einen Flüchtling einstellen will, sich um Behörden und Papierkram kümmert – und am Ende feststellt, daß der neue Azubi keine Möglichkeit hat, zum Betrieb zu kommen. Gerade auf dem Land, wo man ohne Auto regelrecht aufgeschmissen sei, komme das oft vor. Allerdings gebe es Fahrschulen, die sich seit Jahrzehnten darauf spezialisiert hätten, Kulturfremden den Erwerb einer Fahrerlaubnis zu ermöglichen. Zwischen Oktober und Dezember vergangenen Jahres sollen sich deutschlandweit etwa 10 000 Flüchtlinge zum Fahrschulunterricht angemeldet haben. Das liege unter anderem daran, daß der Führerscheinerwerb unter bestimmten Voraussetzungen finanziell gefördert werde.

Als Beispiel für das Problem mit der Führerscheinlosigkeit von Flüchtlingen führt die SZ einen bestens integrierten Nigerianer ohne Pass an, der als Bauhelfer arbeitet und täglich 15 Minuten mit dem Rad zur Arbeit und wieder zurückfahren muss.

Mir sind Fälle von bayerischen Berufskraftfahrern mit jahrzehntelanger Erfahrung bekannt, die arbeitslos geworden waren und bei denen die fällige Verlängerung ihrer Fahrerlaubnis für LKW oder Omnibus in die Zeit ihrer Arbeitslosigkeit fiel. Sie hätten für die Verlängerung die Bescheinigung einer spezialisierten Fahrschule gebraucht, in welcher bestätigt wird, daß sie einen seit einigen Jahren von der EU vorgeschriebenen Fortbildungskurs absolviert haben. Dauer des Kurses: 5 Tage. Kosten: 750 Euro. Selbst dann, wenn diese Leute einen Arbeitgeber nennen konnten, der sie einstellen würde, weigerte sich die Bundesagentur für Arbeit, die Kosten hierfür vorzustrecken, von einer Kostenübernahme ganz zu schweigen. (ME)

http://www.journalistenwatch.com/2017/05/22/abt-wuensche-nigerianer-mit-fuehrerschein/?utm_source=feedburner&utm_medium=feed&utm_campaign=Feed%3A+Jouwatch+%28Jouwatch%29

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