Wegen der schlechten Wirtschaftslage auf Sizilien verlagert die italienische Mafia ihre Aktivitäten nach Deutschland

Von Rory Tingle für www.DailyMail.co.uk, 30. Juni 2017

Obwohl sie eigentlich unauflöslich mit der Insel Sizilien verbunden ist sieht sich die dortige Mafia dazu gezwungen, wegen des jahrelang anhaltenden wirtschaftlichen Niederganges der Insel nach Deutschland umzuziehen.

Die italienischen Clans haben in den letzten Jahren einen Einbruch ihrer Geschäfte im Bausektor, einem ihrer Kerngeschäftsbereiche, erleben müssen und sind mit einer entschlossenen Polizei konfrontiert.

Das alles zwang sie zur Entscheidung es im Norden zu versuchen, wie die Verhaftung am 21. Juni von 19 des Drogenhandels verdächtigen Personen in der süddeutschen Stadt Villingen-Schwenningen zeigt.

Den Männern wurde in einer gemeinsamen Aktion zwischen den deutschen Behörden und der italienischen Finanzpolizei in Palermo Waren und Geld in Höhe von 4 Millionen Euro abgenommen.

Die Bande soll im Raum Rottweil und Stuttgart in Baden-Württemberg operieren, dem deutschen Bundesland mit der geringsten Armutsquote, wie der Guardian berichtete.

Die italienische Polizei warf der Bande vor, tonnenweise Kokain und Marihuana von Albanien nach Deutschland geschmuggelt zu haben.

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Die Kriminellen wuschen die Gewinne aus dem Geschaft an Spielautomaten, die sie Kneipenbesitzer zum Einbau zwangen und haben von dem Geld auch Waffen auf dem Balkan gekauft.

Die Cosa Nostra ist noch immer aktiv auf Sizilien, allerdings wurden in den letzten 25 Jahren hunderte Mafiosi verhaftet.

Darunter war Salvatore „Toto“ Riina, der Boss der Bosse, der die Morde an Falcone und Borsellino anordnete.

Ab 2007 bekamen sie dann auch Probleme in der Bauwirtschaft der Insel, da der Markt um 90% einbrach.

Geschäftsleute am Rande des Ruins zeigen inzwischen auch immer öfters die Drohungen der Mafia bei der Polizei an, anstatt das Schutzgeld zu zahlen.

Seit Jahren schon ist die Mafia in Deutschland präsent.

Im März wurde der Mafiosi Santo Vottari, 45, in Kalabrien verhaftet, nachdem er 10 Jahre wegen des gewaltsamen Todes von sechs Italienern in der westdeutschen Stadt Duisburg auf der Flucht war.

Vottari war einer von 31 Personen, die 2009 im Zusammenhang mit dem Zwischenfall verurteilt wurden, bei dem ine Fehde zwischen zwei Clans außer Kontrolle geriet.

Der Kampf zwischen den Nirta-Strangio und Pette-Vottari Clans soll 1991 mit einem Eierwurfscherz begonnen haben.

Die Racheaktionen eskalierten, nachdem an Weihnachten 2006 Maria Strangio, die Ehefrau des Clananführers Giovanni Nirta ermodet wurde.

Die Fehde kostete insgesamt 16 Menschenleben und wurde auch in Deutschland, also international ausgetragen.

Giovanni Strangio wurde 2011 verurteilt, weil er die Morde von Duisburg geplant und mit durchgeführt hat.

Er bekam eine lebenslängliche Strafe. Sieben weitere erhielten beim selben Prozess ebenfalls lebenslange Haftstrafen.

Im Original: A job offer you cannot refuse: Italian Mafia are forced to head north to Germany because the Sicilian economy is so bad

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