Großdemonstration „G20 – not welcome!“ beginnt im Hamburg – 100.000 Teilnehmer erwartet – Seit gestern 213 verletzte Polizisten + Livestream

Erneut finden Proteste gegen den G20-Gipfel statt. Eine Großdemonstration durch die Innenstadt, zu der bis zu 100.000 Teilnehmer erwartet werden, hat begonnen.

Proteste in Hamburg zum G20-Gipfel.                                                         Foto: Getty Images

 

+++ Newsticker +++

Am Deichtorplatz in Hamburg hat am Samstagmittag die Großdemonstration „G20 – not welcome!“ begonnen. Etwa 12.000 Teilnehmer hätten sich aktuell am Deichtorplatz versammelt, teilte die Hamburger Polizei über den Kurznachrichtendienst Twitter mit. Die Stimmung sei bisher entspannt.

Insgesamt werden 50.000 bis 100.000 Teilnehmer erwartet. Die Veranstaltung war von dem Linken-Politiker Jan van Aken angemeldet worden. Hinter ihm stehen neben seiner Partei verschiedene antikapitalistische, autonome und soziale Gruppen, unter anderem die globalisierungskritische Organisation Attac. Nach einer Auftaktkundgebung soll der Protestzug gegen 13 Uhr starten. Zugleich findet eine Demonstration der Initiative „Hamburg zeigt Haltung“ statt: Hier werden bis zu 30.000 Demonstranten erwartet. 200 Teilnehmer hätten sich bisher am Antreteort im Bereich Dovenfleet versammelt, teilte die Polizei mit. In der vergangenen Nacht war es im Schanzenviertel zu gewalttätigen Ausschreitungen gekommen.

Livestream Hamburg-Protest

 

 

Während des G20-Gipfels in Hamburg kommt es seit Donnerstag zu Ausschreitungen und schweren Sachbeschädigungen. Randalierer zündeten zahlreiche Autos an, beschädigten und plünderten Geschäfte und attackierten Polizisten. Rund 200 Beamte wurden verletzt.

Es gibt auch zahlreiche friedliche Protestaktionen. Am Samstagmorgen befestigten Greenpeace-Aktivisten den großen Schriftzug „End Coal“ an der Köhlbrandbrücke im Hafen, um die G20 zu einem Kohleausstieg aufzufordern.

Zahl der verletzten Polizisten bei G20-Protesten in Hamburg auf 213 gestiegen

Die Zahl der bei den Ausschreitungen während des G20-Gipfels in Hamburg verletzten Polizisten hat sich auf 213 erhöht. Das teilten die Beamten in der Hansestadt am Samstag über den Kurzbotschaftendienst Twitter mit. Ein Polizeisprecher verteidigte die Einsatzkräfte gegen den Vorwurf, sie seien in der Nacht bei den stundenlangen schweren Krawallen im Schanzenviertel zu spät eingeschritten.

Angesichts der Gewaltbereitschaft der dort versammelten militanten Autonomen habe der Einsatz „sehr gut vorbereitet“ werden müssen, sagte der Sprecher dem Sender NDR. Es hätten „Gefahren für Leib und Leben der Polizeibeamten“ bestanden. So sei etwa davon auszugehen gewesen, dass Gehwegplatten aus dem dritten bis fünften Stock herabgeworfen wurden. Auf diese Lage hätten sich die Einsatzkräfte erst einstellen müssen. Es sei den Randalierern „um das Ausleben von Gewalt“ gegangen.

Mehrere hundert Randalierer hatten am Freitagabend brennende Barrikaden im Schanzenviertel errichtet, mehrere Geschäfte verwüstet und Polizisten massiv mit Steinen, Flaschen und Böllern beworfen. Nach Angaben der Polizei waren Militante auch mit Molotowcocktails, Eisenstangen und Zwillen bewaffnet. Nachdem sich die Beamten längere Zeit zurückgehalten hatten, stürmten Hundertschaften und Wasserwerfer das Gebiet schließlich in Begleitung schwer bewaffneter Spezialeinheiten, die diese beim Vorrücken absicherten.

Bürgermeister Scholz ruft Gewalttäter zum Rückzug auf

Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz hat sich sehr besorgt über die massiven Ausschreitungen in der Hansestadt geäußert – gewalttätige Demonstranten forderte er zum sofortigen Rückzug auf. Er appelliere an die Gewalttäter sich zurückzuziehen und ein friedliches Miteinander in Hamburg weiterhin möglich zu machen, sagte Scholz am Abend in einer Fernseherklärung. Es bedrücke ihn, was viele, die die Gewalt unmittelbar erlebt haben, zu ertragen hätten.

(afp/dpa/dts/so)

http://www.epochtimes.de/politik/deutschland/internationale-demonstration-gegen-den-g20-gipfel-in-hamburg-hat-begonnen-100-000-teilnehmer-erwartet-livestream-a2162039.html

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