Fukushima: Atom-Horror setzt sich fort

Jetzt ist es offiziell: In Fukushima wird verseuchtes Wasser in das Meer abgesetzt. Dies gab Tepco, die Betreiber-Firma, nun an. Es geht um Tritium. Das Wasser selbst soll zwar inzwischen weitgehend gereinigt sein, allerdings gilt es weiterhin als kontaminiert. Watergate.TV hatte über den SUPER-GAU von Fukushima am 14. April zuletzt berichtet. Ein Tsunami hatte das AKW Fukushima zerstört – und immer noch würde radioaktiv verseuchtes Wasser heraustreten.

Offiziell: Wasser wird ins Meer geleitet

Die Wellen, die unser Bericht damals erzeugte, waren hoch. Denn solche Theorien gelten als „Verschwörung“. Nun ist tatsächlich öffentlich bekannt geworden, Tepco wolle das noch immer belastete Wasser im Meer versenken möchte.

In einem Bericht aus Japan heißt es, dass aktuell 777.000 Tonnen des Wassers in 580 Tanks gespeichert würden. Deren Speicherkapazitäten seien jedoch bald erschöpft (vgl. http://www.japantimes.co.jp/news/2017/07/14/national/science-health/tepco-says-decision-already-made-release-radioactive-low-toxic-tritium-sea-fishermen-irate/#.WWnhHeQUl9B).

Schon sorgen sich die Fischer vor Ort. Ihre Lebensgrundlage stünde auf dem Spiel, sie haben Angst vor den Auswirkungen auf ihren Fischfang. Im selben Bericht aus Japan heißt es, offensichtlich auf Betreiben von Tepco, Tritium sei quasi nicht gefährlich für Menschen, sofern es nicht in hohen Dosen verabreicht oder vereinnahmt würde.

Heimlichtuerei nicht weiter möglich

Das Interview des Vorstandsvorsitzenden ist wohlkalkuliert, wie er selbst einräumt. Ohne die Unterstützung der Regierung sei es nicht möglich, das Wasser ins Meer zu verklappen. Schon jetzt zeichnet sich allerdings ab, dass die Regierung sich nicht in den Weg stellen wird. Die Atomaufsichtsbehörde hat bereits grünes Licht signalisiert.

Der Widerstand der Fischer ist bei diesen Plänen allerdings jetzt schon gewiss. Zum Einen sorgen sie sich darum, dass Fische aus der Gegend am Markt untergehen würden. Zum anderen gilt auch Tritium als möglicherweise erbgutverändernd. Mit anderen Worten: Ob Tritium tatsächlich so wenig riskant ist wie befürchtet, bleibt ungewiss.

In unserem jüngsten Bericht hatten wir bereits darauf verwiesen, dass Experten ohnehin davon ausgehen, es könne noch mehr als 40 Jahre brauchen, um die Tepco-Anlage endgültig zu entsorgen. Bis dahin sei immer noch möglich, dass die „weitere Kernspaltung des Brennstoffes“ nicht hinreichend zu kühlen sei. Der Boden könnte schmelzen, eine Dampfexplosion sei möglich. Die Folge ist: Noch immer ist ein tausendfacher Strahlentod in Fukushima nicht ausgeschlossen.

Noch im März gelang es selbst mit ferngesteuerten Robotern nicht, weitere Messungen durchzuführen. Wegen der hohen Strahlung funktionierte der Roboter nicht mehr.

Dass jetzt auch offiziell noch Wasser in das Meer abgelassen wird, dürfte vor diesem Hintergrund besonders besorgniserregend sein. Wir hatten darüber berichtet, dass vor Kalifornien Thunfische gefangen worden waren, bei denen die Verstrahlung durch kontaminiertes Wasser Fukushimas belegt werden konnte.

Der sogenannte „Fingerabdruck von Fukushima“ reist um die Welt. Der Irrsinn geht weiter.

http://www.watergate.tv/2017/07/15/fukushima-atom-horror-setzt-sich-fort/

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