Trump verspricht Druck auf Pakistan

 

US-Präsident Trump hat soeben seine mit Spannung erwartete Rede zur künftigen US-Strategie im Krieg in Afghanistan gehalten.

Der Kern der Strategie besteht darin, dass die USA sich unter Trump darauf konzentrieren wollen, den Terrorismus zu besiegen und zu verhindern, dass Terroristen in Afghanistan sichere Orte finden können, von denen aus sie nochmal Attacken gegen die USA wie zu 9/11 organisieren können, so wie das unter der Taliban-Herrschaft in Afghanistan geschehen ist. Trump hat dabei die Möglichkeit angesprochen, dass es sein könnte, irgendwann mit Elementen innerhalb der Taliban zu einer Friedensvereinbarung zu kommen, aber er hat es offengelassen, wann und ob das passiert.

Weiter hat Trump erklärt, dass Terroristen in Pakistan sichere Rückzugsorte haben, und dass er deshalb alle Mittel einsetzen wird, um Pakistan dazu zu bringen, das zu beenden. Weiterhin will Trump im Kampf gegen den Terror in Afghanistan mit allen Nationen gemeinsame Sache machen, die das Ziel der Besiegung des Terrors teilen. Ganz konkret hat er erklärt, er wolle Indien dazu bewegen, sich mehr in Afghanistan zu engagieren. Das ist erstens ein Schlag ins Gesicht von Pakistan und stärkt zweitens die Rolle von Iran, da der indische Zugang nach Afghanistan durch den Iran führt. Ansonsten hat Trump nicht näher ausgeführt, mit wem er in Afghanistan gemeinsame Sache zu machen gedenkt. Praktisch kommen da aber aufgrund der geografischen Lage nur Iran, Russland und China in Frage, und Trump hat von diesen Ländern auch wirklich keines explizit von einer Zusammenarbeit im Antiterrorkampf in Afghanistan ausgeschlossen. Darin, wie die Afghanen ansonsten ihr Land aufbauen und ihren Lebensstil organisieren, will Trump sich nicht einmischen.

 

 

Das klingt geopolitisch gar nicht schlecht. Pakistan dürfte durch den Druck fester in die SCO getrieben werden und neben Indien werden Iran, Russland und China geradezu eingeladen, zum Antiterrorkampf in Afghanistan mehr beizutragen und dabei ihren Einfluss in Afghanistan auszubauen. Das spiegelt die seit einiger Zeit erkennbare US-Strategie in Syrien und Irak wieder, wo die USA sich inzwischen auch auf einen erfolgreichen Anti-Terrorkampf konzentrieren und dabei – obwohl das in Israel großen Ärger erzeugt – geopolitische Ziele wie das Zurückdrängen iranischen Einflusses zurückstellen.

https://nocheinparteibuch.wordpress.com/2017/08/22/trump-verspricht-druck-auf-pakistan/

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