Tabakindustrie soll für Zigaretten-Müll zahlen – Deutsche Umweltministerin

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Das Bundesumweltministerium plant nach Angaben der Agentur dpa, künftig die Tabakkonzerne zu verpflichten, auch die Kosten für die Entsorgung von Zigarettenkippen zu übernehmen.

„Wer Wegwerfartikel wie Zigaretten herstellt, wird künftig mehr Verantwortung für den Müll übernehmen müssen. So könnte die Zigarettenindustrie zum Beispiel an den Kosten für die Reinigung von Stränden oder Parks beteiligt werden“, sagte Bundesumweltministerin Svenja Schulze den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Eine entsprechende Initiative wolle Schulze bei der EU durchsetzen.

Eine Kostenbeteiligung der Tabakbranche werde vom Europaparlament als eine verstärkte Maßnahme zur geplanten Einweg-Plastik-Richtlinie verlangt. Es sei geplant, Einweg-Artikel aus Plastik zu verbieten.

Die Richtlinie stünde am Dienstag auf der Agenda der EU-Kommission, des Europaparlaments und des Ministerrates.

Wie die Bundesumweltministerin Schulze unter anderem sagte, hoffe sie, dass ein europaweites Verbot von überflüssigem Einweg-Plastik noch bis Jahresende erarbeitet werde. Das allein reiche aber nicht. Die Weltgemeinschaft müsse zu drastischeren Mitteln greifen als bisher.

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