Gemetzel in Großbritannien geht weiter: 14 Messertote in nur 16 Tagen

von https://www.journalistenwatch.com

screenshot Youtube
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Großbritannien – Die Lage im Land hat sich in Sachen Messerattacken auch im neuen Jahr nicht verändert. Seit Jahresbeginn gab es bereits 24 Tote. Allein in den letzten 16 Tagen starben 14 meist Jugendliche auf den Straßen des Vereinigten Königreichs. Einen direkten Zusammenhang zwischen der Zahl der (weggesparten) Polizisten und dem ausufernden Gemetzel streitet Premierministerin Theresa May ab. 

„Mein Freund. Kannst Du mich hören? Sprich mit mir“, die Forderung der Polizisten an Carlos Rodriguez, das jüngste Messeropfer in East London, ist umsonst. Die Worte erreichen den jungen Mann in den Zwanzigern nicht mehr. Er stirbt noch vor Ort an den schweren Verletzungen von sechs Messerstichen, einem davon am Hals. Rodriguez ist das vierzehnte Todesopfer in nur etwas mehr als zwei Wochen. Augenzeugen berichten von seinen letzten Minuten: Er sei Zuhause angegriffen worden und geflüchtet. Barfuß sei er die Straße entlang gerannt, bevor er zusammenbrach, schildert Augenzeugin Suzana Ansar (37) die letzten Minuten des jungen Mannes. Nur wenige Stunden nach ihm starb erlag ein 22-jähriger seinen Verletzungen, die ihm bei einem Messerangriff am 27. Februar in Oxford zugefügt worden waren, heißt es bei MailOnline.

Am Freitag der vergangenen Woche starb auch die erst 17-jährige Jodie Chesney. Sie hatte mit Freunden zusammen in einem Park in Harold Hill in London abgehangen, als sie von hinten scheinbar aus dem Nichts von einem jungen Mann mit einem Messer attackiert wurde. Ein 20-jähriger soll inzwischen verhaftet worden sein. Jodie sei einer der nettesten Menschen der Welt gewesen und hätte nie etwas getan, was diese schreckliche Tat rechtfertigen könnte, erklärte ihr am Boden zerstörter Vater und ruft Augenzeugen auf, sich zu melden. Das Motiv des Mörders sei immer noch unklar, so DailyMail.

screenshot MailOnline
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Am selben Wochenende starb auch der 17-jährige Yousef Makki. Der Privatschüler, der Herzchirurg werden wollte, wurde Sonnabendnacht in Greater Manchester getötet. Ein ebenfalls 17-Jähriger wurde verhaftet und steht unter Tatverdacht. Am Mittwoch war eine 14-Jährige in Coventry von rund 15 Jugendlichen angegriffen worden. Alle hätten sich auf das Mädchen gestürzt, so Augenzeugen. Sie trug Stichverletzungen am Hals davon und überlebte die Attacke nur knapp. Großbritanniens Jugend metzelt sich nieder und niemand scheint in der Lage, das Problem in den Griff zu bekommen. Die Polizei fordert härtere Strafen für Messerbesitz. Die Labour-Partei 10.000 Polizisten mehr. Das Militär sei einsatzbereit, wenn gewünscht, gibt Verteidigungsminister Gavin Williamson zu Protokoll. EinVorschlag, der umgehend von der Londoner Polizeiführung zurückgewiesen wurde. Premierministerin Theresa May sieht keinen Zusammenhang zu den seit 2009 mehr als 20.000 eingesparten Beamten.

In einem Schreiben fordern Labour-Politkern, Polizisten und Kriminalbeamte die Regierung angesichts der „nationalen Krise“ zum Handeln auf. In dem Brief, der auch von Londons – schwer in der Kritik stehenden – muslimischem Bürgermeister Sadiq Khan unterzeichnet wurde, heißt es, es gäbe keine Stadt mehr im ganzen Land, die nicht von der ausufernden Jugendgewalt betroffenen sei. Sei 2013 sei die Zahl der unter 16-jährigen Messeropfer, um 93 Prozent angestiegen. Es ist der höchste Stand seit Beginn der Aufzeichnungen.

Inzwischen werden Schulkinder in Sachen Verletzungen durch Stichwunden unterrichtet. Erste Hilfe leisten bei Stichwunden, der Zusammenhang zwischen Blutverlust und Blutdruck und das richtige Vorgehen beim Ruf der Rettungskräfte stehen auf dem Stundenplan der Grundschüler, wie MailOnline vor wenigen Tagen berichtete. Angeboten wird der einstündige Unterricht von der Hilfsorganisation StreetDoctors, die nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr 4.000 Kinder in Sachen „Messerattacke“ auf den neuesten Stand brachte.

Großbritanniens Jugend stirbt unterdessen weiter den Messertod auf der Straße. Gestern Abend nahmen rund eintausend Menschen in East London an einem Trauermarsch für Jodie und andere Opfer teil. (MS)

 

 

https://www.journalistenwatch.com/2019/03/08/gemetzel-grossbritannien-messertote/

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