Preis für Wutkinderbewegung: Greta, Greta, über alles

von https://www.politplatschquatsch.com

Grtea Thunberg sprach der Welt bei der Goldenen Kamera ins Gewissen.
Sie kam im weißen Kleid, unschuldig, vermeintlich kleingewachsen, aber eine Riesin, die der Goldenen Kamera, die sie als erste Klimaaktivistin weltweit erhielt, gar nicht bedurft hätte. Die Schwedin Greta Thunberg hat die Verleihungszeremonie des traditionsreichen Fernsehpreises, diesmal wieder im einst von Hitlers Chefarchitekten Albert Speer gebauten Hangar 6 des Flughafens Tempelhof ausgetragen, auch so mit ihrem Charme, ihrer Empathie und der Fähigkeit überstrahlt, Menschen mitzunehmen auf einem Weg in eine Klimaneutrale Zukunft ohne Braunkohle, Erdöl, Gas, Atom, Holzpellets, Linienflüge und Benzinmotoren. Nicht nur Laudator Michael „Bully“ Herbig zeigte sich laut „Spiegel“ begeistert von „Fridays for Future“-Initiatorin Greta Thunberg. Auch der Rest der Versammlung, zu der sich Deutschlands Creme de la Creme von Politik, Showgeschäft, Aktivismus und Applausmedien zusammengefunden hatte, wurde zur Fankurve und spendete stehende Ovationen.

Thunberg tat das ihre, um die heilige Messe der Verteidiger von Kohleausstieg und Pariser Beschlüssen zufriedenzustellen. „Wir stehen jetzt an einem Scheideweg unserer Geschichte“, sagte die 16-jährige Aktivistin. Deshalb müssten Prominente ihre Stimme erheben und Einfluss auf Milliarden Menschen weltweit nehmen. Ziel sei eine bessere Welt, in der der Hambacher Forst geschützt, fossile Energien im Boden belassen werden und Auftritte wie der der eigens aus Irland eingeflogenen Boygroup Westlife ebenso unmöglich seien wie die Anwesenheit der US-Schauspielerin Jessica Chastain und des österreichischen Sängers Tom Neuwirth, die die lange und klimaschädigende Reise nach Berlin nicht gescheut hatten, weil Überlandfahrten und Interkontinentalflüge und die Kreuzfahrten des Goldene-Kamera-Partner Tui Cruises noch immer nicht wirksam reguliert sind.

Ein Aufwand, der sich am Ende gelohnt hat. In prächtiger Stimmung empfing die deutsche Hauptstadt ihre weltbekannte Gästin, die seit beinahe einem Jahr mit Schulverweigerung gegen den übermächtig scheinenden Gegner Klimawandel kämpft. Ein historischer Moment, denn Thunberg ist die erste Trägerin der Goldenen Kamera, die den bisher nie vergebenen Sonderpreis „Klimaschutz“ erhalten hat – eine Ehre, die nicht einmal Kanzlerin Angela Merkel vergönnt war, als sie noch versuchte, die Welt mit einer hochwertigen Goretex-Jacke von der Deutschen Seenotrettungsgesellschaft zu retten.

Greta Thunberg, erst seit ein ein paar Monaten hauptberuflich im Showgeschäft, wirkt ruhig und gelassen, als das große Festorchester zum Beginn der Zeremonie „The Saints go marching in“ intoniert. Der Hangar 6, eigentlich ein Stück Machtarchitektur, das Hitlers Liebling Speer schon für die künftige Welthauptstadt Germania entworfen hatte, zeigt sich an diesem viel zu warmen Vorfrühlingstag als besonders liebevoll geschmückter Bau: Schnittblumen künden vom Vermögen der veranstaltenden Funke-Gruppe, trotz Medienkrise Mittel nicht nur für totes Holz, sondern auch für sterbende Dekorationen zu mobilisieren. Junge Stewardessen nehmen alten weißen Männern die Mäntel ab, der durch den Dieselskandal angeschlagene Hauptsponsor Volkswagen spendiert einer Nachwuchsschauspielerin einen PS-starken SUV.

So ausgelassen fröhlich wie in früher Jahren, als bei den Verleihungszeremonien im Beisein des Bundespräsidenten Parteistimmung herrschte, ist die Stimmung diesmal nicht. Zu angespannt ist die Stimmung im Land, zu groß die Angst vor Feinstaub, Diesel-Krebstoten, Rechtspopulisten, schmelzendem Eis, abtrünnigen Italierner, Trump, Orban, der EU-Wahl, dem Regenwaldsterben, der anstehenden Unregierbarkeit von Sachsen, polnischen Alleingängen, einem Rechtsruck in den Niederlanden, dem Sturz von Macron und einer Rückkehr der Eurokrise.

Das war auch vor dem Start des offiziellen Festaktes das große Thema, ehe dann die Lichter gedimmt wurden und Greta Thunberg ins gleißende Scheinwerferlicht trat. „Unser Haus brennt“, sagte sie schonungslos über den Zustand einer Welt, die mittlerweile nur noch durch knallharte Maßnahmen gerettet werden kann. Thunberg, das Gewissen der Generation der sogenannten Wutkinder, sprüht vor feiner Selbstironie, als sie sagt, es müsse Schluss gemacht werden mit all den Möglichkeiten, um die Welt zu fliegen, um Lieblingsrestaurants, Strände und Yogaseminare zu besuchen. In nur noch elf Jahre werde ein unumkehrbare Kettenreaktion beginnen, an deren Ende das Ende unserer Zivilisation stehen werde, genau wie es ein Bericht der Bild-Zeitung schon 2007 vorhergesagt habe.

Dunkle Prophezeiungen, die viele Deutsche erschrecken, aufrütteln und zu Mitstreitern der Sache machen werden, für die Thunberg so engagiert wie kaum jemand anders kämpft, nicht nur auf der Bühne der Goldenen Kamera, sondern am Abend auch noch bei „Anne Wille auf dem angestammten Sendeplatz der Bundeskanzlerin. Am 22. April startet „We don´t have time“, das von ihr mitvorangetriebene erste Social Network für Klimaverängstigte . Prominente dürfen sich schon vorab anmelden und Teil der Lösung der weltweiten Erwärmungsproblme werden.

Tapfere Preisträger:
Max-Zimmering-Preis für Alltagsmut verliehen
Menschenrechtspreis für mutige Pussy-Rocker
Wider das Antanzen: Wirte-Initiative erhält Courage-Preis

3 Kommentare zu “Preis für Wutkinderbewegung: Greta, Greta, über alles

  1. Die Greta ist für eine kleine Rotznase, mit der Lebenserfahrung einer Eintagsfliege, de. Intellekt einer Amöbe und der Mimik einer Marionette. Letzere ist ja, nur die Fäden sind nicht so Offensichtlich!

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