Die grüne Volksfront marschiert geschlossen Richtung Untergang

von https://www.journalistenwatch.com

Wollt Ihr den totalen Klimaschutz? (Foto:Imago/Snapchat)

Wenn 1,4 Millionen Gymnasiasten mit ihren Lehrern Seit‘ an Seit‘ mit einem linken Einheitsbündnis von Grünen, Linken, ÖVP, DUV, BUND und Antifa im Namen einer neuen Ideologie marschieren, und wenn sogar der Staat seine eigenen Beamten zur Teilnahme abstellt, dann hat sich die Geschichte bereits wiederholt: Die Gleichschaltung ist nicht fern – und Schlimmeres. Eine Nachbetrachtung zu den gestrigen „Klima-Protesten“.

Der „Konsens“ galoppiert voran, und mit ihm der Nimbus der unbedingten Unfehlbarkeit: Wo sich 25.000 Wissenschaftler einen Schlusstrich unter die wissenschaftliche Debatte setzen und ihr quasireligiöses Fazit ziehen („Sie erwärmt sich doch, und wir sind schuld“), wo Politik und Medien mit Aktivisten an einem Strang ziehen – da wird Gegenrede zum Verbrechen, da werden Zweifel zur Ketzerei. Öffentliche Lächerlichmachung und Anprangerung von denen, die nicht Hurra! schreien oder – noch verwerflicher – die Klima-Sau rauslassen, die falschen Autos oder Reiseziele haben – das ist die unmittelbare Vorstufe von Pogromen.  Das Potenzial der anfeindbaren „Klimasünder“ ist praktischerweise riesig: nicht nur SUV-Halter, auch Plastiktütenträger, Vielflieger, Steakesser und Häuslebauer geraten über kurz oder lang ins Visier. Was die Militanz der Bewegung derzeit noch hemmt, ist unter anderem ein schlechtes Gewissen ob der eigenen Heuchelei: Die meisten Klimaschützer scheißen in ihrem Privatbereich nämlich auf ihre „Klimaideale“; die meiste Zeit kosumieren sie selbst völlig enthemmt, reisen und cruisen über Autobahnen, Kontinente und Weltmeere. Daher beschränkt man sich (noch) auf punktuelle Demonstrationsteilnahmen, so wie gestern.

Neue Stufe angepassten Mitläufertums

Beim „Weltklimatag“ und den gestrigen Protesten wurde eine neue Stufe des Mitläufertums erreicht, die nur noch Angst macht. Alarmisten hatten ihre große Stunde; durch geschmacklose Aktionen wie die Hinrichtungssimulationen unterm am Brandenburger Tor aufgestellten Galgen wird ausgerechnet den Jüngsten, noch formbaren der Gesellschaft eine Panik eingeimpft, die ihnen jede Rationalität und kritische Distanz in der Persönlichkeitsentwicklung raubt. Diese verhetzte Jugend glaub tatsächlich daran, sie hätte nur noch wenige Jahre zu leben, und es läge an uns Deutschen, den todgeweihten Planeten zu retten. Was die Amis in Blockbustern wie „Independence Day“ oder „Armaggedon“ heldenhaft meisterten – im Alleingang die Erde vor extraterrestrischen Bedrohungen zu bewahren -, das will die Bundesrepublik heute im Alleingang auf ökologischer-klimapolitischer Ebene schaffen. Der Rest der Weltbevölkerung soll von den neuen grünmoralischen Herrenmenschen lernen.

Es ist eine besonders irre Ausprägung von Dekadenz und von in Verfrühstückung begriffener Restsubstanz an Wohlstand, der die Klima-Kids verblendet und gedankenlos auf die Straßen gehen lässt. Der Mob beklatscht seine eigene finanzielle Mehrbelastung, Gängelung und Schröpfung und treibt die Politik dazu, die Kosten seiner eigenen Zukunft unverantwortlich hochzutreiben – noch sind die meisten, die hier mitmarschieren, weit davon entfernt, die Folgen ihrer Wahnsinnspostulate ausbaden zu müssen. Das Erwachen wird früher kommen, als ihnen recht sein dürfte. Auf „Focus“ schrieben die Wirtschafts-/Börsenexperten Marc Friedrich und Matthias Weik heute in einem denkwürdigen Gastbeitrag über exakt diese Realitätsvergessenheit der Klimaprotestierer: Unter der Überschrift „Warum wir freitags bald ganz andere Demos sehen“ zeigen sie die realen Probleme auf, auf die dieses Land zusteuert – und die auf gespenstische Weise fast keinen zu bekümmern scheinen: Nicht das „Klima“ ist nämlich das Problem, sondern das Wirtschaftsklima. Proteste sollten eher folgende Problemgebirge auslösen: Die irrsinnige Notenbankpolitik der Europäischen Zentralbank; die Zweckentfremdung des Euro als Spaltelement Europas; die Wohlstandsvernichtung bei drohender Altersarmut; 648 Milliarden Euro Zinsschäden zulasten der deutschen Sparer; mittlerweile 25 Prozent Niedriglohn-Beschäftigte in Deutschland. Zumindest aber, schon im Eigeninteresse, müssten die Protestierer realisieren, dass Deutschland bereits die höchste Steuer- und Abgabenlast weltweit hat.

Doch nichts von alledem wird auf den Straßen thematisiert. Im Gegenteil: Man verteufelt die gestrigen Beschlüsse des „Klima-Kabinetts“ als zu lasch – obwohl selbst diese eine an Aktionismus und Kamikaze-Mentalität kaum zu toppende ideologische Politik untermalen, die Deutschland seit Jahren zu schaffen macht. Wer wird wohl die teureren Spritpreise zahlen? Die nochmals steigenden Energiepreise? Die Zusatzbelastungen des Automobilverkehrs? Und: Wer wird wohl die ökonomischen Folgen ausbaden, wenn Deutschlands Export- und Schlüsselindustrie Nummer 1, an der jeder siebte Arbeitsplatz hängt, glücklich kaputtgemacht und zugrundereguliert ist? Täglich steigern sich momentan Berichte zu Massenentlassungen und Firmenschließungen – doch die Deutschen kultivieren ihr grünes Gewissen, als gäbe es kein Morgen.

Linker Neo-Korporatismus ist chic

Die meisten der Mitläufer bei den gestrigen Proteste (sofern sie schlicht nicht einfach noch viel zu jung sind, derartige Zusammenhänge zu begreifen) sehen vielleicht in den diversen Funktionären ein Vorbild, die gestern mit ihnen die Straßen füllten: Politiker, Verbandsangehörige, Gewerkschaftsbosse. Alimentiert von der öffentlichen Hand oder von externen Geldgebern, sind sie marktwirtschaftlichen Gesetzmäßigkeiten entrückt; als Bezieher von krisensicheren Übertragungs-, nicht Leistungseinkommen können sie „den Markt“ und seine angeblich schädlichen Auswirkungen wohlfeil anprangern. Im Prinzip geht es bei den „Fridays for Future“-Protesten ja auch gerade darum: Die uralten, linkssozialistischen und „antikapitalistischen“ Ressentiments wiederauferstehen zu lassen, diesmal unter dem Deckmäntelchen des Klimaschutzes, um den mit dem Zusammenbruch des Ostblocks vermeintlich verlorenen Systemkampf neu zu beleben. Die Besteuerung von CO2 ist das ideale Vehikel, Dirigismus und Umverteilung auf das nächste Level zu hieven.

Dass die Stimmen der Opposition zu Rufen in der Wüste gerieten und sich im Rausch der nationale Klima-Erhebung kaum mehr jemand für vereinzelte Gegenmeinungen interessierte, ist keine Überraschung. Die gestern, zeitgleich zu den Demonstrationen, in München angelaufene Klima-Konferenz des Europäischen Instituts für Klima und Energie (EIKE) war bereits im Vorfeld von den etablierten Medien als sektenartiges, unwissenschaftliches Spinner-Symposium diffamiert worden – und für die Kritik der größten Oppositionspartei im Bundestag, der AfD, interessierte sich die veröffentliche Meinung sowieso nicht. So ging auch die Stellungnahme Jörg Meuthens unter, der die Klima-Beschlüsse als „geballten Irrsinn“ bezeichnete und dazu ausführte:  „Deutschlands CO2-Emissionen machen gerade mal zwei Prozent des weltweiten CO2-Ausstoßes aus. Merkels Klimakabinett könnte also Deutschlands gesamte Industrie abschaffen, alle Autos und Kraftwerke stilllegen, und das alles hätte keine messbaren Auswirkungen auf das Weltklima„. Meuthen warf Merkels Groko vor, sich von einer „Klimareligion ökosozialistischer Schulschwänzer und deren linksgrüner Hintermänner“ vor den Karren spannen gelassen zu haben.

Mogelpackung für die Nationale Querfront

Die Mogelpackung von Merkels „Klimapaket“, das die Deutschen einerseits weitere Dutzende Milliarden kosten wird, den Klimaschützern aber trotzdem nicht weit genug geht, ist dabei nur ein Aspekt der zunehmenden Anbiederung der Politik an den Zeitgeist und den Druck der Gosse: Das der Staat für die Proteste seine eigenen Beamten abstellte und ihnen die Teilnahme am gestrigen „Streik“ geradezu wärmstens anempfahl, ist an Realsatire nicht mehr zu steigern – denn wem, wenn nicht der Politik und dem ihr hörigen Verwaltungsapparat, gelten die Proteste?

Natürlich geht es, das wissen unabhängige Beobachter längst, vor allem um die eigenen Gewissensberuhigung, der Strahlkraft der eigenen moralischen Haltung. Deshalb ist es letztlich egal, ob sich hier diejenige mit den Protestlern unterhaken, die eigentlich für die Umsetzung der herbeiskandierten Radikalmaßnahmen verantwortlich wären. Es ist ein wenig so, als wenn Ludwig XVI. die Bastille miterstürmt hätte, und hat auch etwas von der Devise „Haltet den Dieb!“. Die gleichgeschaltete Volksfront aus Staat, Parteien, Verbänden, Schülern und Werktätigen, ist eine Querfront der Gegensätze, vereint hinter einem höheren Propagandaziel: In geisteskranken Zeiten wie diesen nimmt wirklich nichts mehr wunder.

https://www.journalistenwatch.com/2019/09/21/die-volksfront-richtung/

 

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