“Schreibfehler sind von Bedeutung“

Lernt …

Findige Anons haben sich ausgiebiger mit dem kuriosen Schreibfehler auseinandergesetzt, welcher sich in dem jüngsten FISA-Bericht des Generalinspekteurs des US-Justizministeriums fand. Eine Suche in der veröffentlichten PDF nach James “Comey“, dem ehemaligen FBI-Direktor, ergab null Treffer, änderte man die Suche jedoch auf “Corney“ (das “m“ wurde durch ein “rn“ ersetzt), fand sich der Begriff ganze 149 Mal in dem Dokument.

“Matrixblogger“ vermutet, dass dieser möglicherweise bewusst in das hOCR programmierte “Schreibfehler“ schlicht der Irreführung der Analysten und Anons dienen sollte und stellte eine berichtigte Version auf 8kun ein. In Übersee ist man dagegen gedanklich einige Schritte weiter, denn der Schreibfehler wird als eine Art Standard-Verdeckungsversuch für gewisse Worte eingeschätzt, dies vor dem Hintergrund, dass beispielsweise über das “Freedom of Information Act“-Gesetz (FOIA) gezielt Dokumente angefordert werden können, welche Bezug zu bestimmten Suchbegriffen haben.

Tom Fitton und sein Unternehmen Judicial Watch sind bekannt dafür, bisher in irgendwelchen Archiven verstaubende Unterlagen mittels FOIA-Anträgen ans Licht der Öffentlichkeit zu bringen. Dabei handelt es sich oftmals um Gerichtsakten, Behördenunterlagen und dergleichen, welche Bezug zu journalistischen Recherchen haben und bei verschiedenen Themen ein informatives Bild zu schärfen vermögen. Da der direkte Zugriff auf viele Archive verwehrt wird, werden FOIA-Anträge an die US-Behörden gestellt.

Werden nun in einem Antrag bestimmte Suchbegriffe, wie Namen, Firmen oder Orte in Auftrag gegeben, haben die Behörden die Verpflichtung, ihre Archive nach diesen Begriffen zu durchsuchen. Allzu oft kommen sie allerdings mit leeren Händen zurück und hinterlassen frustrierte und verständnislose Antragsteller, welche Betrug, Verschleierung oder Missbrauch wittern. Doch mag der Grund für ergebnislose Anträge ein vollkommen anderer sein.

Bereits am 3. März 2018 betonte der bekannteste Anon der Welt in Eintrag Nr. 831:

“Schreibfehler sind von Bedeutung.
Satzstellung ist von Bedeutung.
Lernt.“

Auf den Tag genau ein Jahr später, am 3. März 2019 wurden die Anons dann mit der Nase darauf gestoßen, ohne dass sie jedoch seinerzeit wirklich verstanden hatten, um was es wohl wirklich ging. In Eintrag Nr. 2943 hieß es unter anderem:

“The Special Counsel is authorized to conduct the investigation confinned by then- Director James 8. Corney in testimony before …“

Auffällig sind das Wort “confinned“, welches “confirmed“ lauten müsste, sowie der Name des ehemaligen FBI-Direktors “James 8. Corney“ (“C o r n e y“, wie im FISA-Bericht), welcher bekanntlich “James B. Comey“ heißt. Da die offensichtliche Verbindung von “Q“ zu der Veröffentlichung des FISA-Berichts als bestätigt angenommen werden kann, darf weiter geschlussfolgert werden, dass die Anons mit dem Bericht erneut auf derartige “Schreibfehler“ hingewiesen werden sollten. Und sie wurden bereits fündig.

In einer WikiLeaks-PDF wurde beispielsweise ein John “Poclesta“ (“cl“ statt “d“) gefunden und in einem Netzarchiv der US-Regierung fand sich ein Schriftstück an “Den ehrenwerten Barack Obarna“ (“rn“ statt “m“). Es ist davon auszugehen, dass eine ganze Reihe Anons aktuell verschiedene Suchbegriffe ausprobieren und gewiss mehr Treffer landen werden.

Weitere mögliche “OCR-bedingte Schreibfehler“, beispielhaft:

    • Pelosi » PeIosi (3. Buchstabe = großes “i“)
    • Nadler » NadIer (ebenfalls “I“ statt “l“)
    • Biden » Biclen
    • Comet Pingpong » Cornet Pingpong
    • Obama » 0bama (“0“ statt “O“)

Die Liste ließe sich erheblich erweitern, doch sollte so verständlich sein, worum es geht. Wird nun zum Beispiel im Netzarchiv von WikiLeaks mit der notwendigen Phantasie gesucht, könnten durchaus noch einige Überraschungen zutage treten. Selbiges gilt für FOIA-Anträge auf Behördenunterlagen und PDF-Dokumente auf irgendwelchen Regierungsseiten, wo sich hinter bewusst fabrizierten “Schreibfehlern“ durchaus hochinteressante Informationen verstecken könnten. Denn es gibt gewiss einen guten Grund, warum “Q“ seine Anons erneut mit der Nase darauf stößt.

“Schreibfehler sind von Bedeutung.“

Alles läuft nach Plan …

Der Nachtwächter

https://n8waechterblog.wordpress.com/2019/12/12/schreibfehler-sind-von-bedeutung/

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