„Waldbaden“ – Der neue Gesundheitstrend

von https://marialourdesblog.com

Ein Waldspaziergang kann wahre Wunder bewirken, wenn man sich gestresst fühlt. Dass der Aufenthalt im Wald uns tatsächlich entspannt, ist sogar wissenschaftlich erwiesen. In Japan wird schon seit einigen Jahren Shinrin Yoku praktiziert, was man mit »Waldbaden« übersetzen kann. Dabei geht es darum, den Wald mit allen Sinnen zu erleben. Stresshormone werden dadurch reduziert, das Immunsystem gestärkt und der Blutdruck reguliert.

Professor Yoshifumi Miyazaki ist der weltweit führende Shinrin-Yoku-Experte und erforscht, warum sich der Wald so positiv auf den Menschen auswirkt. Er zeigt, wie jeder den Wald für seine Gesundheit nutzen kann – Entdecken Sie die Naturtherapie für sich – hier weiter.

„Waldbaden“: Der neue Gesundheitstrend

Der Wald ist nicht nur der CO-2-Ausstöße wegen derzeit in aller Munde. Immer mehr Menschen scheinen sich dem Wald als Ort der Gesundheit zu widmen. Er sei ein Ort der Freude und Inspiration, meinte etwa eine Heilpraktikerin aus Spenge nach einem Bericht der „Neuen Westfälischen“ vor kurzem. Der Wald habe Heilkraft. Bei einer Entfremdung – vom Wald – würde sogar die Gesundheit leiden.

Langsam werden im Wald

Ihre Beobachtung sei, dass „man“ langsamer werde im Wald. Wer im Wald wandert, würde nicht nur „entschleunigen“. Waldbaden sei eine Form der reinen Meditation – und sie würde immer mehr Menschen davon überzeugen, im Wald „zu baden“…

Kein Wunder, meinten wir bereits:

Der Wald ist ein Ort voller Mythen und Wunder – zumindest in den Geschichten, die wir als Kinder erzählt bekamen. Wie fantastisch der Wald tatsächlich ist, beginnen Wissenschaftler erst langsam zu verstehen. Fest steht jedoch schon lange: der Wald hat eine heilende Wirkung auf den menschlichen Organismus und dieser gesunde Effekt ist noch viel umfassender und tiefer, als man lange geglaubt hat.

Ein Spaziergang im Wald erfrischt, stärkt und gleicht Körper und Seele aus. Nach einem Aufenthalt im Wald fühlt man sich erholt, der Kopf wird frei, der Schlaf in der Nacht tief und erholsam. Tatsächlich hat man herausgefunden, dass sich das Grün von Buchenblättern positiv auf Körper und Psyche auswirkt.

Nach zwanzig Minuten Waldspaziergang ist bereits festzustellen, dass das Herz ruhiger schlägt, der Blutdruck sinkt und nur noch wenige Stresshormone im Körper zirkulieren. Stattdessen erhöht sich die Zahl der sogenannten Killerzellen – das Immunsystem wird angeregt um Krankheitserreger und potenzielle Tumorzellen zu bekämpfen.

Eine Studie in Kanada hat den Gesundheitszustand von 30.000 Bewohnern Torontos mit den Standorten von 500.000 Bäumen abgeglichen. Man stellte fest: Je mehr Bäume in einem Stadtviertel wuchsen, desto gesünder waren die Menschen, die dort lebten. Vor allem Herz-Kreislauf-Beschwerden, Diabetes und sogar Krebserkrankungen wurden in den grünen Teilen der Stadt seltener diagnostiziert als in den Stadteilen ohne Bäume.

Ende des 19. Jahrhunderts fragten sich Wissenschaftler, weshalb ausgedehnte Waldaufenthalte die scheinbar wirksamste Therapie gegen die meist tödlich verlaufende Lungenkrankheit Tuberkulose waren. Zumindest in einigen Fällen. Hat der Wald magische Heilkräfte? Heute weiß man, dass für die heilsame Kraft des Waldes unsichtbare Duftstoffe und Mikroorganismen verantwortlich sind, die von den Bäumen aber auch von Pilzen und anderen Mikroorganismen produziert werden.

In Japan „erkannten“ Wissenschaftler vor über 20 Jahren das heilsame Potenzial von Waldaufenthalten. Auf dem Insel-Staat Shinrin Yoku wurde das sogenannte „Waldbaden“ 1982 Tradition und Teil des nationalen Programms zur Gesundheitsvorsorge. An japanischen Universitäten wird Waldmedizin unterrichtet und es entstehen Wald-Therapiezenten, in denen sich vom Burn-Out gestresste Großstädter wieder erholen können. Der Shinrin Yoku Experte von der Nippon Medical School in Tokio sagte:

„Schon nach einem zweistündigen Aufenthalt im Wald sinken der Blutdruck und der Blutzuckerspiegel. Die Immunabwehr ist erhöht, Konzentrationsfähigkeit und Gedächtnisleistung werden gestärkt.“

Was ist eigentlich Waldbaden – und wie funktioniert es?

 

 

Quellen: Politaia.org. FITBOOK

Shinrin Yoku – Heilsames Waldbaden – Den Wald als Ort der Heilung entdecken

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Ein Kommentar zu “„Waldbaden“ – Der neue Gesundheitstrend

  1. Meine Frau und ich gehen seit 50 Jahren praktisch täglich in den Wald, seit 30 Jahren ist es der nahe Bergwald, und ich kann nur alles voll bestätigen. Nur geht es halt bergauf, aber dieses Herz-Kreilauftraining gehört halt auch dazu. Bergab ist dann totale Entspannung angesagt.
    Übrigens senden alle Bäume, auch heimische Fichte und vor allem Tanne, sog. Phytozide aus. Diese richen nicht nur wohltuend gut, sondern töten tatsächlich Keime ab und stärken natürlich den Organismus.
    Danke für den erquicklichen Beitrag, man ist danach schon ruhiger…

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